MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Formel 1: News

Überreglementierung sorgt weiter für Unmut

Jacques Villeneuve geht mit der aktuellen Formel-1-Fahrergeneration und mit den Regeln hart ins Gericht: „Die Fahrer von heute sind keine Helden mehr.“

"Die Fahrer von heute sind keine Helden mehr." Das ist die Meinung von Jacques Villeneuve. Der kanadische Rennfahrer und Formel-1-Weltmeister von 1997, inzwischen als TV-Experte vor Ort, kritisiert daher auch die jüngsten Entwicklungen im Motorsport. Zu "grün", zu kompliziert - das ist, was Villeneuve stört. Er meint: "Das wilde Tier in den Fahrern kommt nicht mehr zum Vorschein."

Wie der heute 43-Jährige im Gespräch mit der Schwetzinger Zeitung erklärt, sind die Regeln in der Formel 1 "zu restriktiv", als dass sich ein Pilot wirklich ins Rampenlicht fahren könne. "Ich habe die Formel 1 immer als extremen Sport angesehen. Das ist er nun wirklich nicht mehr", sagt Villeneuve. Er fügt hinzu: "Der Sport ist nicht mehr rein genug. Durch die Regeln ist alles viel zu künstlich geworden."

Gefordert sei keiner der Grand-Prix-Piloten. "Es muss sich kein Fahrer mehr richtig anstrengen", sagt Villeneuve, wohl auch mit Blick auf die vergleichsweise schmächtigen Nachwuchspiloten wie Esteban Gutierrez oder Kevin Magnussen. Für Villeneuve kein Vergleich zu vergangenen Tagen: "Wenn du früher in die Formel 1 gekommen bist, warst du vielleicht auch erst 20, aber du warst schon ein gestandener Kerl."

"Du warst ein Mann, du hast Verantwortung übernommen. Und heute: Bei vielen habe ich das Gefühl, sie denken, dass Rennfahren wie Legospielen ist", meint Villeneuve. Gepaart mit aus seiner Sicht nicht zielführenden Regeln wirke dies nicht gerade attraktiv auf die Zuschauer zuhause oder an der Rennstrecke. "Es wird langweilig, wir verlieren Fans", sagt Villeneuve. "Man spürt, dass etwas fehlt."

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

GP von Singapur: Qualifying

Verstappen mit erster "echter" Singapur-Pole

Max Verstappen holte sich zum ersten Mal eine Poleposition für den Singapur-Grand-Prix vor den beiden Ferraris von Charles Leclerc und Lewis Hamilton

Reaktion auf Eklat-Statement

Colapinto reagiert auf Jeremy Clarkson

"Bestrafen, weil er Argentinier ist" - Mit diesen Worten hat Jeremy Clarkson bei der Formel 1 in Austin für Ärger gesorgt - Franco Colapinto reagiert nach dem Rennen

GTWC Portimao 2026

Riesenshow von Verstappen

Teamkollege Chris Lulham dreht die neuen Champions um, Verstappen macht im Schlussspurt 15 Plätze gut - GetSpeed-AMG holt ersten Gesamtsieg in der GTWC

Wilder Singapur-Sprint

Russell-Crash & McLaren-Kollision

Max Verstappen siegt in einem wilden Singapur-Sprint, bei dem George Russell crasht, beide McLaren miteinander kollidieren und nur 13 Autos das Ziel sehen