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Formel 1: News

Staatsanwaltschaft erkennt keine Erpressung

Aus der Anklageschrift der Staatsanwaltschaft München geht hervor, dass Bernie Ecclestone nicht von Gerhard Gribkowsky erpresst wurde.

Die Staatsanwaltschaft München I schließt im anstehenden Ecclestone-Prozess aus, dass der Formel-1-Boss vom ehemaligen BayernLB-Vorstand Gerhard Gribkowsky erpresst worden ist. Das geht aus der Anklageschrift hervor, wie Die Welt berichtet. So habe der Banker keinerlei Druckmittel für eine Erpressung des Briten gehabt. Ecclestone wird sich ab dem 24. April wegen Bestechung und Anstiftung zur Untreue in einem besonders schweren Fall verantworten müssen.

Der 83-jährige hatte dem früheren Vorstand der BayernLB, der mittlerweile eine achteinhalbjährige Haftstrafe absitzt, in den Jahren 2006 und 2007 knapp 44 Millionen Dollar zukommen lassen. Im Gegenzug soll Gribkowsky dafür gesorgt haben, dass die Landesbank ihre Formel-1-Anteile an einen Bieter verkauft, den Ecclestone bestimmen durfte. Das sollte Anfang 2006 schließlich der britische Finanzinvestor CVC werden.

1996 hatte Ecclestone sein Vermögen in den Bambino Trust übertragen - eine Stiftung, über die offiziell seine damalige Ehefrau Slavica verfügen konnte. So war der Brite in der Lage, große Steuersummen zu umschiffen. 2005 soll Gribkowsky damit gedroht haben, diese Daten offenzulegen.

Ecclestone fühlte sich nach eigenen Angaben erpresst und in der aussichtslosen Lage, dem Banker die 44 Millionen Dollar zu bieten. Die Münchener Staatsanwälte sehen diese Anschuldigungen jedoch als haltlos an, da Gribkowsky offenbar keine Beweise gegen Ecclestone in der Hand gehabt haben soll.

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