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Formel-1-Testfahrten: Barcelona

„Ich muss mich beweisen“

Natürlich sind die Rundenzeiten bei Testfahrten wenig aussagekräftig – doch Susie Wolff konnte bei ihrem Debüt im Williams FW36 auf jeden Fall gut mithalten…

Auch wenn es nur ein Test war: Susie Wolff fuhr bei den Tests in Barcelona am Mittwoch im Williams FW36 die fünftschnellste Zeit des Tages und ließ damit unter anderem Weltmeister Sebastian Vettel in seinem Red Bull RB10 hinter sich. Die Britin hat ihre Premiere im neuen Williams genossen, weiß allerdings auch, dass ihre Zeit nur eine untergeordnete Rolle spielte.

"Für mich ging es darum, einen guten Job für das Team zu machen. Ich habe mir meine Rundenzeiten nicht einmal angesehen", berichtet die Pilotin und ergänzt: "Natürlich ist es schön, nicht ganz hinten zu stehen, aber das hier ist die Formel 1 und es geht darum, meine beste Leistung abzuliefern, und nicht darum, mich mit den anderen zu vergleichen."

Insgesamt absolvierte die 31-Jährige 55 Runden, die schnellste davon in einer Zeit von 1:27.280 Minuten. "Wir hatten einen sehr produktiven Start", freut sich Chefingenieur Rod Nelson und erklärt: "Susie hat einige aerodynamische Tests und Tests der Kontrollsysteme absolviert. Wir haben unser Testprogramm am Vormittag wie geplant abgeschlossen."

"Der Fokus am Nachmittag lag darauf, Susie Zeit im Auto zu geben, die sie brauchte, um die Feinheiten des FW36 zu verstehen und ein Gefühl dafür zu bekommen, wie die neuen Regeln das Verhalten des Autos beeinflusst haben. Das bessere Wetter hat uns heute außerdem dabei geholfen, die benötigten Daten zu sammeln. Jetzt werden wir die analysieren, um das Auto rechtzeitig für Monaco weiter zu verbessern."

"Kalt erwischt"

Wolff ergänzt: "Das war meine erste Gelegenheit, den FW36 zu fahren, und ich habe eine Menge darüber gelernt, wie sich diese neuen Autos fahren, die im Vergleich zur vergangenen Saison ziemlich anders aussehen. Mit den Autos des vergangenen Jahres wurde man schneller, umso mehr man gepusht hat. Jetzt muss man bestimmte Elemente viel mehr im Auge behalten. Die Autos haben außerdem mehr Drehmoment, was eine steile Lernkurve bedeutete und mich zu Beginn der Sitzung kalt erwischt hat."

Gleich in der zweiten Runde drehte sich die Britin. Sie berichtet: "Ich schaltete vom dritten in den vierten Gang, das Hinterrad stand auf dem Kerb, ich schaltete hoch und verlor das Heck. Es war ziemlich unspektakulär, aber eine harte Lektion, die ich gelernt habe." Daher sei es ihr egal, was die Leute über diesen Ausrutscher denken würden.

"Insgesamt war es heute ein produktiver Tag für das Team und wir haben sehr gut zusammengearbeitet, um unsere geplanten aerodynamischen und mechanischen Analysen abzuschließen", freut sich Wolff und ergänzt: "Ich konnte einige Kilometer zurücklegen, um die Charakteristiken des Autos besser zu verstehen und das beste aus dem neuen Antrieb herauszuholen."

"Ich habe in diesem Jahr eine Möglichkeit und ich muss mich beweisen. Heute war es gut, aber mein nächster Fokus liegt auf den Freien Trainings. Es ist der Traum eines jeden Fahrers, zum Fahrerfeld zu gehören, aber es ist hart, dorthin zu kommen." Im Sommer soll Wolff dann in Silverstone und Hockenheim auch am Rennwochenende zum Einsatz kommen.

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