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Formel-1-Testfahrten: Barcelona

Wer hätte das gedacht…

Marussia-Pilot Max Chilton sorgte mit der Bestzeit für die Sensation des heutigen ersten Tesstages der Formel 1 in Barcelona.

Verrücktes Wetter, zahlreiche technische Probleme und ein Spitzenreiter, mit dem nicht unbedingt zu rechnen war. All das brachte der erste von zwei Formel-1-Testtagen in Barcelona mit sich. Und so gibt die offizielle Tageswertung Marussia-Pilot Max Chilton als Schnellsten aus. Der britische Rennfahrer war kurz vor dem Ende der Testsession um 18 Uhr mit der Supersoft-Mischung in 1:26.434 Minuten nach vorn gefahren.

Unmittelbar davor hatte sich Charles Pic (Lotus) auf ähnliche Weise auf Position eins gesetzt, doch ihm blieb bei 0,227 Sekunden Rückstand so "nur" der zweite Platz hinter Chilton. Platz drei ging an WM-Spitzenreiter Lewis Hamilton (Mercedes). Dem Sieger des Spanien-Grand-Prix' vom Wochenende an gleicher Stelle fehlten nach insgesamt über 350 Kilometern in Barcelona 0,240 Sekunden nach vorn.

Auf den weiteren Positionen klassierten sich Kimi Räikkönen (Ferrari), Jean-Eric Vergne (Toro Rosso), Nico Hülkenberg (Force India), Felipe Massa (Williams), Jenson Button (McLaren), Kamui Kobayashi (Caterham), Sebastien Buemi (Red Bull) und Giedo van der Garde (Sauber). Letzterer absolvierte mit 86 Runden die größte Distanz des Tages, gefolgt von Hamilton (79), Button (73) und Kobayashi (72).

Am wenigsten Runden legte Räikkönen zurück - gerade einmal 20, was knapp 90 Kilometern entspricht. Der Ex-Champion im Ferrari war auch einer der Fahrer, die für die zahlreichen Rotphasen am Circuit de Barcelona-Catalunya verantwortlich zeichnete. Räikkönen versursachte sowohl am Vormittag als auch am Nachmittag je eine Unterbrechung, einmal sogar mit rauchendem Fahrzeug.

Auch Chilton und Vergne waren am Vormittag je einmal ausgerollt, Hamilton hatte sein Auto sogar gleich in der Boxengasse abgestellt. Am Nachmittag musste der RB10 von Buemi mit dem Abschlepp-Fahrzeug zurückgebracht werden, kurz darauf stand Räikkönen im Kies. Zum letzten Mal am Dienstag zeigten die Streckenposten rote Flaggen, weil Kobayashi auf der Strecke gestrandet war.

Und nachdem der Kurs wieder freigegeben war, fuhren die Piloten die schnellsten Zeiten des Tages. Logisch, denn die Strecke befand sich am Abend im besten Zustand. Am Vormittag hatte es nämlich noch geregnet, sodass zunächst mit Regenreifen gefahren werden musste. Bis zur Mittagspause um 12 Uhr konnten dann immerhin schon Intermediates eingesetzt werden, aber der Regen kehrte leicht zurück.

Erst am Nachmittag machte die Wolkendecke über dem Kurs auf und die Bahn trocknete allmählich ab. Was die meisten der elf Formel-1-Teams zu Aerodynamik-Probefahrten nutzten. Sauber mit van der Garde und Toro Rosso mit Vergne waren hingegen mit Reifentests für Formel-1-Lieferant Pirelli betraut. Bei Mercedes standen neben Aero-Ausfahrten auch Startübungen auf dem Programm.

Und was sind die reinen Testzeiten wert? Vermutlich nicht allzu viel: Im Qualifying am Samstag war Hamilton rund 1,2 Sekunden schneller gewesen als Chilton es am Dienstag war - und das auf einer härteren Reifenmischung. Die regnerischen und kühlen Bedingungen lassen aber keinen fairen Vergleich zu. Marussia freut sich trotzdem: "Ja, es ist tatsächlich Platz eins", schreibt das Team auf Twitter.

Die Formel-1-Testfahrten am Circuit de Barcelona-Catalunya werden am Mittwoch fortgesetzt. Dann sind unter anderem Nico Rosberg (Mercedes), Sebastian Vettel (Red Bull) und Susie Wolff (Williams) am Start, dazu einige weitere Testfahrer um Daniel Juncadella (Force India), Robin Frijns (Caterham) und Stoffel Vandoorne (McLaren). Bei frühlingshafter Witterung. Das sagt zumindest die Prognose...

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