MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Motorsport: News

Zanardi wieder auf der Übeholspur

Alessandro Zanardi feiert eine erfolgreiche Para-Cycling Weltmeisterschaft: Zwei Gold- und eine Silbermedaille für den Italiener.

Foto: BMW

Drei Wettbewerbe, zwei Goldmedaillen, eine Silbermedaille und zwei Weltmeistertitel: Alessandro Zanardi hat bei der UCI Para-Cycling Weltmeisterschaft in Greenville im US-Bundesstaat South Carolina einmal mehr unter Beweis gestellt, dass er einer der besten Para-Athleten der Welt ist.

Der BMW-Werksfahrer feierte in der Kategorie MH5 (Handbike Männer) beeindruckende Erfolge. Am Donnerstag siegte er mit der italienischen Nationalmannschaft in der Teamstaffel, am Samstag verteidigte er seinen Weltmeistertitel im Einzelzeitfahren, und nun gewann Zanardi die Silbermedaille im Straßenrennen.

Zum Abschluss der Weltmeisterschaft in Greenville stand für die Athleten das Straßenrennen mit einer Gesamtdistanz von 61,2 Kilometern auf dem Programm. Zanardi ging als Titelverteidiger an den Start. Das Rennen entwickelte sich zu einem wahren Krimi. Die aus gleich mehreren Fahrern bestehende Führungsgruppe lag vom Start bis fast ins Ziel dicht beieinander, und die Entscheidung fiel erst auf den letzten Metern.

Bis zur Ziellinie lieferten sich Zanardi und sein südafrikanischer Rivale Ernst van Dyk ein atemberaubendes Duell um den Weltmeistertitel. Dieses Mal setzte sich van Dyk durch: Er gewann mit einem denkbar knappen Vorsprung von wenigen Tausendstelsekunden auf den Zweitplatzierten Zanardi.

"Ich bin sehr zufrieden mit dem, was ich hier in Greenville erreicht habe - die Goldmedaille in der Teamstaffel, die Goldmedaille im Einzelzeitfahren und die Silbermedaille im Straßenrennen", bilanzierte Zanardi. "Natürlich hätte ich auch gern den Titel im Straßenrennen verteidigt, aber ich habe ihn an einen großartigen Ernst van Dyk verloren, der einen sensationellen Sprint hingelegt hat."

"Ich muss einräumen, dass ich selbst ein kleines Problem hatte. Als ich meinen Sprint startete, kam ich auf eine Bodenwelle und musste kurz Fahrt herausnehmen. Da konnte er sich absetzen, und für mich war es schwierig, wieder in meinen schnellen Rhythmus zurückzufinden. Doch auch ohne dieses Problem wäre es alles andere als einfach gewesen, gegen ihn zu gewinnen."

"Deshalb ist auch der zweite Platz fantastisch. Dies ist die Weltmeisterschaft, und ich komme mit drei Medaillen nach Hause. Mehr konnte ich mir wirklich nicht erhoffen. Für mein Alter von fast 48 Jahren ist das großartig - und ich höre nicht auf, sondern werde stärker zurückkommen. Ernst ist also gewarnt."

Nach den erfolgreichen Tagen in South Carolina kehrt Zanardi nun zurück nach Europa und in das Cockpit seines BMW Z4 GT3. Am kommenden Wochenende tritt er bei der fünften Saisonrunde der GT Sprint Serie an, die vom 5. bis 7. September im portugiesischen Portimao ausgetragen wird.

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

GP von Katalonien: Qualifying

Russell "zurück in der Spur": Pole vor Hamilton

Mercedes-Fahrer George Russell meldet sich mit der Poleposition in Barcelona zurück im WM-Titelkampf - Erster Top-10-Startplatz für Audi-Fahrer Nico Hülkenberg

Red Bulls neues Update funktioniert: Max Verstappen kämpfte in Spielberg erstmals um den Sieg, doch Strategie, Verkehr und Mercedes verhinderten den großen Coup

DTM-Rennen Lausitzring: Hintergrund

Hochsommerlicher Motorsport & more mit vielen Highlights!

Der Auftritt der DTM auf der Rennstrecke unweit der polnische Grenze stand ganz im Zeichen hochsommerlicher Bedingungen. Ein Gewitter am Samstag und brütende Hitze am Sonntag hielten 58.000 Zuschauer nicht davon ab, von der hochgebauten Haupttribüne die Action auf weiten Teilen des Kurses live zu verfolgen.

Kurioses Finale in Monaco

Antonelli gewinnt nach Rennabbruch!

Gebrochener Asphalt, Zeitstrafen und Ausfälle von Verstappen und Leclerc, aber Kimi Antonelli lässt sich von all dem nicht aus der Ruhe bringen

Wenn der Renn-Samstag beginnt, dann ist er für die Teams und Fahrer genauso durchgetaktet, wie schon die Tage zuvor. Spätestens ab Mittag, wenn die Le Mans Startaufstellung alles versammelt, was im Motorsport Rang und Namen hat, dann weiß man vor allem eines: Man muss die nächsten rund 27 Stunden einfach nur noch 101 Prozent funktionieren.