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NASCAR Euro Series: Le Mans

Alles oder Nichts in Le Mans

Das Renauer-Team hat beim Finale der NASCAR Euro Series durch Phillip Lietz noch Außenseiterchancen – schon vor dem Finale wurden alle Ziele erreicht.

Fotos: Nicole Loewy

Vor dem Beginn des großen NASCAR-Abenteuers hatte Sepp Renauer einen Platz unter den Top-10 der Teamwertung als Ziel ausgegeben. Ein halbes Jahr später und unmittelbar vor dem Finale der NASCAR Euro Series liegt das Team aus dem niederösterreichischen Neunkirchen aktuell sogar auf Rang fünf. Auch in den Einzel-Klassements liegen Dominic Tiroch (Dritter in der Challenger Wertung der ELITE 1) und Philipp Lietz (Gesamt-Dritter in der ELITE 2) voll auf Kurs. Mehr noch: Mit dem ersten Sieg des 450 PS starken NACAR Ford Mustangs bei der letzten Station im italienischen Magione sorgte der 24-jährige Lietz für eine riesige Überraschung.

„Vor dem Saisonbeginn hatte ich dieses Zwischenergebnis ohne Zögern genommen“, freut sich Sepp Renauer über die aktuelle Situation seines Teams, warnt aber gleichzeitig vor allzu großer Euphorie: „Die Saison ist erst nach dem letzten Rennen vorbei, und bei den insgesamt vier Läufen in Le Mans, bei denen doppelte Punkte vergeben werden, kann noch viel passieren."

Mit dem Rückenwind seines ersten NASCAR-Sieges reiste Philipp Lietz bereits am vergangenen Freitag nach Frankreich. Dort nutzte er die Gelegenheit, den für ihn unbekannten, 4,422 Kilometer langen Circuit Bugatti zu besichtigen. „Es war leider kein echter Test, sondern nur ein paar Runden in einem anderen Auto. Nichts desto trotz konnte ich mir die wichtigsten Punkte einprägen. Die Strecke ist sehr breit, ganz anders als der enge Kurs in Magione, auf dem ich gewonnen habe. Ich werde die beiden freien Trainings am Freitag voll ausnutzen und dann im Qualifying und in den Rennen alles geben. Im Kampf um den Gesamtsieg sind wir klare Außenseiter, doch es passieren immer wieder Dinge, die man nicht beeinflussen kann. Mal schauen, wie es die anderen hinbekommen.“

Auch Dominic Tiroch, zuletzt in Italien noch von einer Grippe samt hohem Fieber gehandicapt, ist wieder topfit und brennt auf die Herausforderung Le Mans. „Ich bin Gott sei Dank wieder im Vollbesitz meiner Kräfte. Die letzten Wochen habe ich zu ausgiebigem Konditionstraining genützt. Jetzt kann ich es kaum mehr erwarten, im Cockpit zu sitzen. Ich fliege am Donnerstag nach Frankreich und werde mir in Ruhe die Strecke ansehen. Auf jeden Fall werde ich versuchen, Rang drei in der Challenger Trophy nach Österreich zu holen. Gleichzeitig muss ich aber aufs Auto aufpassen, damit Philipp um den Titel fahren kann.“

Zwei Rennen vor Schluss liegt Philipp Lietz in der ELITE 2 mit nur 15 Punkten Rückstand auf Gesamtrang drei. Dominic Tiroch rangiert auf Platz drei in der Challenger-Trophy der ELITE 1. In der Teamwertung der NASCAR Whelen Euro Series liegt TB Renauer Motorsport nun auf Rang fünf.

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