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Aragonien: Ducati bringt die GP14.2

Andrea Dovizioso und Andrea Iannone, nicht aber Cal Crutchlow, werden am Wochenende erstmals die Evo-Desmosedici GP14.2 fahren.

Fotos: Ducati Corse

In Vorbereitung auf den Grand Prix von Aragonien in Alcañiz legte Ducati am Dienstag einen Testtag ein: Andrea Dovizioso und dessen nächstjähriger Teamkollege im Werksteam, Andrea Iannone, saßen in Mugello auf der überarbeiten Version der Desmosedici GP14. Diese hört laut Ducati-Mitteilung auf die Bezeichnung GP14.2 und wird Dovizioso und Iannone in Aragonien erstmals an einem Rennwochenende zur Verfügung stehen.

In der Vergangenheit feierte Ducati im MotorLand Aragón beachtliche Erfolge. So gewann Casey Stoner im Jahr 2010 die dortige MotoGP-Premiere, während Teamkollege Nicky Hayden als Dritter ebenfalls auf dem Podest stand. Dovizioso zählt die laut ihm seltsame Strecke trotz eines dritten Platzes im Jahr 2012 für Honda nicht zu seinen liebsten im Kalender.

Aufgrund der jüngsten Fortschritte im Ducati-Lager glaubt "Dovi" dennoch, dass am Wochenende ein gutes Ergebnis gelingen kann. "Wir sind zuletzt auf Strecken unterschiedlichster Charakteristik ganz gut zurechtgekommen. Ich rechne damit, dass wir ähnlich wie in Silverstone und Misano auch in Aragonien gut aussehen werden. Mit unseren konstanten Fortschritten bin ich jedenfalls zufrieden."

Nachdem er in dieser Saison bereits in Austin und Assen aufs Podest geklettert ist und auch in Silverstone und Misano eine starke Figur gemacht hat, will Dovizioso bei den verbleibenden fünf Saisonrennen unbedingt noch einmal an einer Siegerehrung teilnehmen. Ob ihm dabei die GP14.2 mit ihrem neuen Chassis und neuen Motor eine Hilfe sein kann, bleibt abzuwarten.

"Ich bin gespannt darauf, wie das Motorrad funktioniert, glaube aber nicht, dass es ein großer Schritt nach vorn sein wird. Etwas Neues heißt nicht automatisch etwas Besseres. Ich glaube aber an Gigi [Ducati-Corse-Chef Dall'Igna; Anm.] und an dieses Projekt. Um näher an die Spitze heranzurücken, müssen wir zwangsläufig etwas Neues probieren", so Dovizioso gegenüber MCN.

Laut Andrea Iannone habe man sich beim Mugello-Test nicht auf die Performance konzentriert, ein direkter Vergleichstest mit der GP14 blieb aus. Stattdessen hatte der für das Ducati-Kundenteam Pramac an den Start gehende Italiener genau wie Dovizioso andere Prioritäten. Der erste Eindruck von der GP14.2 war dennoch positiv. So sei die neue Maschine angenehmer zu fahren, wie Iannone gegenüber gpone.com preisgibt.

Während Dovizioso und Iannone die GP14.2 ab dem Alcañiz-Wochenende zur Verfügung steht, muss Cal Crutchlow, Doviziosos Teamkollege im Werksteam, weiterhin mit der GP14 vorliebnehmen. Der Brite wird Ducati nach dem Saisonfinale in Valencia am 9. November in Richtung LCR-Honda verlassen und darf daher die überarbeitete Desmosedici, die technisch einen ersten Vorgeschmack auf die GP15 darstellt, nicht mehr bewegen.

So will sich Crutchlow am bevorstehenden Wochenende darauf konzentrieren, die ihm zur Verfügung stehenden Möglichkeiten optimal zu nutzen. "Die schnellen, flüssigen Kurven, die es im MotorLand Aragón gibt, kommen meinem Fahrstil entgegen", meint der Brite. Doch der fünf Kilometer lange Kurs weist nicht nur flüssige, sondern auch enge Ecken auf. "Dass die Ducati in den Bremszonen gut funktioniert, wissen wir. Hoffentlich können wir es entsprechend umsetzen", so Crutchlow.

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