MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Motorrad-WM: News

Webb: „Wir führen die finalen Tests durch“

Alle Klassen der Motorrad-WM sollen zukünftig über ein System verfügen, dass die Flaggen über ein Lichtsignal auf den Armaturen anzeigt.

Foto: MotoGP

Die MotoGP könnte in der kommenden Saison noch sicherer werden. Am zweiten Testtag im malaysischen Sepang in der vergangenen Woche testete die Rennleitung ein neues System, das Flaggensignale auf die Armaturen der einzelnen Maschinen transportiert und direkt unter den Augen des Piloten visualisiert. "Es funktioniert alles und wir führen die finalen Tests durch", teilt Rennleiter Mark Webb mit. Aktuell lässt sich die rote, die schwarze und die schwarz-orangene Flagge anzeigen.

Außerdem kann auf zwei bestimmte Sanktionen hingewiesen werden. Zum einen handelt es sich dabei um eine Durchfahrtsstrafe, zum anderen um die Platzfreigabe zugunsten eines Kontrahenten - etwa, wenn zuvor mit zu harten Bandagen überholt wurde. Gelb für allgemeine Gefahrenstelle ist bislang nicht vorgesehen, weil dieses Signal nicht ausschließlich von der Rennleitung kontrolliert wird - genau wie blaue (Überrundung) oder rot-gelb-gestreifte Flaggen (rutschige Fahrbahn), die Streckenposten eigenmächtig schwenken.

Webb erklärt: "Ehe wir uns mit dem System nicht zu 100 Prozent sicher sind, will ich den Marshalls nicht die Macht geben, Lichter auf den Armaturen zu kontrollieren. Es geht Schritt für Schritt." Mit der neuen Steuereinheit (ECU) in der MotoGP hat die Novelle übrigens nichts zu tun, sondern wird auch in den kleineren Klassen Moto2 und Moto3 zum Einsatz kommen. Vielmehr ist die Sache einem neuen Transponder zu verdanken, der zweiseitige Kommunikation sowie die individuelle Übermittlung an einen bestimmten Empfänger erlaubt.

So ist es möglich, das System bei Maschinen abzuschalten, die sich gerade gar nicht auf der Strecke befinden, oder in Zukunft nur in bestimmten Streckenbereichen vor Nässe zu warnen. Die genaue Installation bleibt den Motorradherstellern überlassen. Während einige Piloten sich offenbar hellere Leuchten wünschen, ist Andrea Dovizioso angetan: "Sie wollten wissen, ob ich die neuen Anzeigen sehe", erinnert sich der Ducati-Pilot an seinen Test. "Das war wirklich gut, auch wenn noch nicht feststeht, wie genau wir es verwenden. Interessant ist es aber mit Sicherheit."

Für Rennleiter Webb bietet sich der Vergleich mit der Einführung der Schlussleuchte für Regen an. "Jetzt haben sich alle auf eine bestimmte Stärke eingeschossen. Wir tüfteln noch und jeder Hersteller hat seine eigene Idee davon, was der beste Weg. Wir gestehen ihnen das innerhalb bestimmter Grenzen zu, weil ich glaube, dass wir das beste System noch nicht gefunden haben." Eine einheitliche Lösung soll es spätestens zum Ende der Saison 2014 geben, blickt der Mann mit dem MotoGP-Kommando voraus.

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

Beim Privattest von Rahal Letterman Lanigan Racing am Mittwoch in Homestead fuhr Mick Schumacher seinen IndyCar-Boliden erstmals im Oval, und ist begeistert

Aston Martin mit Showcar

Aston Martin zeigt Lackierung für 2026

Aston Martin hat sein Design für 2026 auf einem Showcar präsentiert, obwohl der AMR26 beim Shakedown schon gefahren war: Zündet Adrian Neweys Genie?

GruppeM Racing gewinnt erstmals das Bathurst 12 Hour - Wildes Rennen mit Horrorcrash, Känguru-Kollision und kontroversen Szenen

Kurz vor dem Formel-1-Test in Bahrain hat McLaren das finale Design für den MCL40 von Lando Norris und Oscar Piastri präsentiert: Die Farben sind keine Überraschung

Quartararo verlässt Yamaha

Quartararo wechselt 2027 zu Honda

Der MotoGP-Transfermarkt für 2027/28 nimmt Fahrt auf - Honda sichert sich die Dienste von Fabio Quartararo für die kommenden zwei Jahre

Motorenstreit in der Formel 1

Vorwürfe gegen Mercedes: Toto Wolff reagiert

Toto Wolff stellt klar, dass der Mercedes-Motor absolut legal sei - Die Konkurrenz wolle mit gegenteiligen Behauptungen womöglich von eigenen Fehlern ablenken