MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Formel 1: News Lewis Hamilton, Mercedes W06, Melbourne 2015

Saisonauftakt 2016 erst im April?

Der Formel-1-Kalender 2016 hält eine Überraschung parat: Wie zuletzt 1988 soll die Saison erst Anfang April in Melbourne beginnen.

Früher als in der Vergangenheit hat die Formel-1-WM erste Details des Rennkalenders 2016 durchsickern lassen. Wie die Australian Grand Prix Corporation bestätigt, wird die nächste Saison nicht wie sonst üblich Anfang März, sondern erst im April beginnen. Dies habe das Formula One Management so festgelegt.

Melbourne hat die Zusage, weiterhin Auftaktrennen zu bleiben, 2016 aber erst am 3. April. Dieses Jahr hat das Rennen im Albert Park bereits am 15. März stattgefunden, gefolgt von einer zweiwöchigen Pause bis zum nächsten Grand Prix in Malaysia. 2016 soll die Formel-1-Saison mit direkt aufeinanderfolgenden Rennen beginnen - nur fünf Tage nach Melbourne, so der aktuelle Entwurf, könnte in Shanghai schon wieder für den Grand Prix von China trainiert werden.

Weitere Details sind derzeit nicht bekannt – etwa ob der Grand Prix von Italien in Monza Bestandteil des Formel-1-Kalenders bleibt, ob es eine Rückkehr nach Deutschland geben wird oder wie viele Rennen insgesamt vorgesehen sind. Fest steht lediglich, dass ein Saisonstart im April einen komprimierteren Zeitplan mit kürzeren Pausen zwischen den Rennen erforderlich macht – schließlich soll an der inzwischen traditionellen Sommerpause im August festgehalten werden.

Einen so späten Saisonbeginn gab es zuletzt 1988 in Jacarepaguá bei Rio de Janeiro, als die Weltmeisterschaft ebenfalls am 3. April begann. In den 50er und 60er Jahren ging es teilweise erst im Mai los, in den 70er Jahren dafür das eine oder andere Mal auch schon im Januar. Seit fast 30 Jahren erfolgt der Start in die neue Formel-1-Saison stets im März. Freilich muss diese Änderung noch von den zuständigen Gremien wie etwa dem Motorsportweltrat der FIA abgesegnet werden.

Welche Beweggründe Bernie Ecclestone für die Umgestaltung des Formel-1-Kalenders haben könnte, ist derzeit nicht bekannt. Mehr Termine im Wochenrhythmus würden den Teams möglicherweise Kosten sparen, weil sie zwischen den Rennen nicht zwangsläufig mit dem gesamten Personal zurück in die Fabriken reisen müssen. Andererseits hätte die FOM bei einem Saisonbeginn im April mehr Luft, eventuell weitere Grand-Prix-Termine aufzunehmen und damit noch mehr Geld zu verdienen.

Dass es tatsächlich so kommen wird, ist jedenfalls noch keineswegs gesichert. Am 14. Mai tagt die Strategiegruppe, bei der die Formel-1-Termine 2016 zweifellos ein Thema sein werden, und selbst wenn diese zustimmt, muss abschließend noch der Weltrat grünes Licht geben. Gut möglich, dass Ecclestones FOM wieder Spielchen spielt, um einige seiner Verhandlungspartner unter Druck zu setzen und so für die Rechteinhaber noch mehr Geld herauszuholen ...

News aus anderen Motorline-Channels:

Formel 1: News

Weitere Artikel:

Ducati hat die Karten auf den Tisch gelegt: Beim offiziellen Launch präsentierte sich das Werksteam für die MotoGP-Saison 2026 selbstbewusst und ambitioniert

24h Dubai 2026: Bericht

Vierter WRT-Sieg in fünf Jahren

WRT holt bei den 24 Stunden von Dubai 2026 einen weiteren Sieg - BMW in der Wüste unantastbar - Brutales Pech für Paradine Competition in letzter Stunde

Red Bull hat seine Farben für die neue Formel-1-Saison präsentiert: Das Design für den RB22 erstrahlt für die Partnerschaft mit Ford in einem neuen Glanz

Haas hat sein Design für die Formel-1-Saison 2026 vorgestellt - Mit dem neuen Titelpartner Toyota Gazoo Racing hat sich auch der Look des Autos leicht verändert

Pizzonia: Habe Sohn verteidigt

Ehemaliger Williams-Pilot in den USA verhaftet

Antonio Pizzonia wurde am Wochenende in Texas verhaftet - Der ehemalige Formel-1-Pilot wollte laut eigener Aussage seinen Sohn vor einem anderen Mann verteidigen

W17-Premiere im Regen

Mercedes-Shakedown in Silverstone

Der Mercedes W17 hat in Silverstone seine ersten Kilometer abgespult - George Russell durfte als erster Fahrer auf die nasse Strecke in Großbritannien gehen