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"Niemand weiß es" Thierry Neuville war auf den Kanarischen Inseln chancenlos
Hyundai Motorsport

Thierry Neuville offenbart Hyundais Ratlosigkeit

Toyota dominiert die WRC, Hyundai wirkt hilflos: Thierry Neuville spricht offen über Probleme, die aktuell offenbar niemand lösen kann

Die Kluft zwischen Toyota und Hyundai trat am vergangenen Wochenende bei der Kanaren-Rallye, dem fünften Lauf zur Rallye-Weltmeisterschaft (WRC), deutlich zutage. Thierry Neuville erklärte nach dem enttäuschenden Abschneiden, dass aktuell "niemand weiß", wie die Performance-Probleme des Hyundai-Teams in der WRC zu lösen sind.

"Es ist schwer, Gefühle zu diesem Wochenende zu beschreiben. Wir kamen hierher und wussten, dass wir nicht sehr konkurrenzfähig sein würden. Darüber hinaus habe ich trotz aller Versuche nie ein gutes Gefühl für das Auto bekommen", sagte Neuville, der teilweise langsamere Zeiten als im Vorjahr fuhr. " Wir sind weit entfernt von dem Niveau, das wir mit dem Auto einmal hatten. Es ist sehr frustrierend. In Kroatien sahen wir ein wenig Licht am Ende des Tunnels und dann verschwand es wieder."

Hyundai wartet in dieser Saison noch immer auf den ersten Sieg. Der jüngste Lauf auf den Kanarischen Inseln verdeutlichte erneut den Rückstand der koreanischen Marke auf Toyota. Am nächsten kamen Hyundai und Neuville einem Erfolg Anfang des Monats auf dem Asphalt von Kroatien. Dort lag der Weltmeister von 2024 bis zur letzten Prüfung in Führung, bevor ein Fehler den Sieg an Toyota-Pilot Takamoto Katsuta verschenkte.

Der Auftritt auf den Kanaren war für Hyundai erwartungsgemäß schwierig, da glatter Asphalt als größte Schwäche des i20 N gilt. Nachdem Toyota bereits im Vorjahr einen Vierfacherfolg feierte, wiederholte das Team dieses Kunststück am vergangenen Wochenende und entschied alle 17 Wertungsprüfungen für sich.

Adrien Fourmaux war als Fünfter erneut bester Hyundai-Fahrer, lag jedoch mehr als drei Minuten hinter dem Sieger Sebastien Ogier zurück. Obwohl Hyundai in diesem Jahr Upgrades an der Fahrzeugfront eingeführt hat, vergrößerte sich der Rückstand im Vergleich zum Vorjahr sogar noch. Vor allem Neuville kämpft mit der Balance des Autos.

Auf die Frage, ob er den Grund für die Misere kenne, antwortete Neuville: "Niemand weiß es. Ich weiß nicht, wie man das Auto verbessert, die Ingenieure wissen es nicht, meine Teamkollegen wissen es nicht."

Komplexes Abstimmungsproblem beim i20 N

Hyundai-Sportdirektor Andrew Wheatley gab zu, dass die Leistung den Erwartungen entsprach, wenn man das aktuelle Rätsel um die konstante Geschwindigkeit des i20 N bedenkt. "Es war wie erwartet, aber eines der Positiven ist, dass wir mit dem klaren Ziel hierherkamen, Fehler zu minimieren. Das haben wir geschafft und das ist der harten Arbeit des Teams zu verdanken", so Wheatley.

Er betonte die Schwierigkeit der Situation: "Es ist kollektiv frustrierend für das Team und es liegt nicht am mangelnden Willen. Es ist eindeutig eine komplexe Angelegenheit. Wir arbeiten seit einem Jahr daran und wenn es einfach wäre, hätten wir es vor elf Monaten behoben. Es ist kein Problem, das leicht zu lösen ist."

"Mehrere Fahrer haben es versucht und mehrere Ingenieure haben es versucht. Das Auto ist in seinem Arbeitsfenster wirklich schnell, aber die Schwierigkeit ist, dass Wertungsprüfungen nicht in engen Fenstern stattfinden. Man braucht eine große Anpassungsfähigkeit im Auto", so Wheatley.

Hoffnung auf die Schotter-Saison

Hyundai ist dennoch optimistisch, die Saison wenden zu können, wenn die Meisterschaft nächste Woche in Portugal in die erste reine Schotter-Rallye des Jahres startet. Im Vorjahr kämpfte der i20 N dort um den Sieg und jüngste Tests geben dem Team neuen Mut.

"Wir müssen realistisch sein. Fünf Toyotas auf jedem Untergrund zu schlagen ist nicht einfach. Wir wissen, dass wir das Potenzial haben und dass wir die Zuverlässigkeit verbessert haben. Wir haben drei Fahrer, die super motiviert und bereit sind", fügte Wheatley hinzu.

Auch Neuville blickt nach einem positiven Schotter-Test vor dem Kanaren-Wochenende vorsichtig optimistisch voraus: "Es ist gut, optimistisch zu sein, denn das hilft uns, voranzukommen. Wir sollten aber auch nicht zu optimistisch sein. Wir müssen beide Füße auf dem Boden behalten und wir stehen einem sehr starken Konkurrenten gegenüber, der alles richtig macht. Sie sind fünf Autos, wir sind drei. Wir haben vielleicht mehr Speed, aber die Rallye ist lang. Das Gefühl im Test war gut und wenn wir das bestätigen können, wird es positiv sein."

Motorsport-Total.com

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