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WRC Rallye Portugal 2026: Bericht Thierry Neuville gewann die Rallye Portugal 2026
Hyundai Motorsport

Erster Saisonsieg für Hyundai und Neuville

Nach einem Reifenschaden des bis dahin führenden Sebastien Ogier gewinnt Thierry Neuville die Rallye Portugal, die von schwierigen Bedingungen geprägt war

Thierry Neuville hat sich in einem dramatischen Finale den Sieg bei der Rallye Portugal gesichert. Damit feierten der Belgier und sein Team Hyundai den ersten Saisonsieg in der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) 2026.

Der Weltmeister von 2024 kämpfe über die gesamten 23 Schotterprüfungen hinweg um die Spitze. Lange Zeit sah es jedoch nach einem zweiten Platz aus, bis Toyota-Pilot Sebastien Ogier in der vorletzten Wertungsprüfung einen Reifenschaden hinten rechts erlitt.

Nachdem er die Führung geerbt hatte, vermied Neuville gemeinsam mit seinem Beifahrer Martijn Wydaeghe einen Fehler wie im Vormonat in Kroatien, als er den Sieg kurz vor Schluss noch aus der Hand gegeben hatte. Am Ende siegte er mit einem Vorsprung von 16,3 Sekunden auf Oliver Solberg im Toyota. Den letzten Platz auf dem Podium sicherte sich der WM-Führende Elfyn Evans mit einem Rückstand von 29,1 Sekunden.

Die Rallye erwies sich als der bisher am härtesten umkämpfte Lauf der Saison, was auch am neuen Zeitplan mit 23 Wertungsprüfungen an vier Tagen lag. Insgesamt gab es vier verschiedene Spitzenreiter.

Wechselnde Führung und Wetterkapriolen

Zunächst führte Solberg die Rallye nach den drei Prüfungen am Donnerstag mit 3,4 Sekunden Vorsprung auf Adrien Fourmaux an. Der Hyundai-Pilot bewies früh, dass die koreanische Marke in der Lage war, Toyota die Stirn zu bieten. Die Führung wechselte jedoch schnell, da Solberg am Freitag Schwierigkeiten hatte, das volle Tempo aus seinem GR Yaris herauszuholen.

Fourmaux übernahm die Spitze und hielt trotz fehlender Bestzeiten am Freitagvormittag die Toyota-Konkurrenten Sami Pajari und Ogier auf Distanz. In der achten Prüfung folgte jedoch der Rückschlag: Fourmaux schlug mit seinem Hyundai i20 N auf, kam von der Strecke ab und verlor durch zwei Reifenschäden fast eine halbe Minute. An der gleichen Stelle rutschte auch Solberg von der Fahrbahn, blieb aber ohne Reifenschaden.

Ogier übernahm daraufhin die Führung und beendete den Freitag mit 3,7 Sekunden Vorsprung auf Neuville. Am Samstagmorgen sorgte einsetzender Regen für Chaos. Solberg glänzte unter den schwierigen Bedingungen und verdrängte Ogier kurzzeitig um 0,5 Sekunden von der Spitze. Ogier konterte am Nachmittag prompt, während Solberg durch einen Reifenschaden in Prüfung 16 und einen Dreher in Prüfung 18 zurückfiel.

Das Drama am Sonntag

Besonders in der nassen 17. Prüfung demonstrierte Ogier seine Klasse und war 11,2 Sekunden schneller als der Rest des Feldes. Mit einem Polster von 21,9 Sekunden auf Neuville ging er in den finalen Sonntag.

Regenschauer am Sonntagmorgen verkürzten Ogiers Vorsprung zunächst auf 14,3 Sekunden, doch der Franzose schien die Lage im Griff zu haben. Ein Reifenschaden hinten rechts in Prüfung 22 kostete ihn jedoch zwei Minuten und alle Hoffnungen auf den Sieg. Ogier beendete die Rallye schließlich auf dem sechsten Gesamtrang.

Neuville hingegen brachte den Sieg souverän nach Hause und verpasste den Erfolg in der Powerstage nur um 0,6 Sekunden gegen seinen Teamkollegen Fourmaux, der Gesamtvierter wurde. Solberg sicherte sich neben dem Podium auch den Sieg in der Sonntagswertung vor Evans. In der Weltmeisterschaft baute Evans seinen Vorsprung auf Takamoto Katsuta auf elf Punkte aus.

Die weiteren Platzierungen

Katsuta fehlte das gesamte Wochenende über der nötige Speed, er belegte Rang fünf. Bitter verlief das Ende für Pajari: Der Finne lag zeitweise auf Rang zwei und steuerte auf sein fünftes Podium in Folge zu, bevor ihn ein Reifenschaden in der vorletzten Prüfung von Platz drei auf sieben zurückwarf.

Hyundai-Urgestein Dani Sordo belegte nach einer falschen Reifenwahl am Freitag den achten Platz. Bester M-Sport-Pilot wurde Martins Sesks auf Rang neun. Das Ford-Team erlebte ein ereignisreiches Wochenende: Sesks litt unter zwei Reifenschäden am Freitag, während seine Teamkollegen Josh McErlean und Jon Armstrong durch technische Defekte, Zeitstrafen und Unfälle weit zurückfielen. McErlean erreichte das Ziel nach einer nächtlichen Reparaturaktion seiner Mechaniker noch auf den hinteren Rängen.

Die Top 10 komplettierte Teemu Suninen, der sich nach einem intensiven Duell mit Jan Solans den Sieg in der WRC2-Wertung sicherte.

Weiter geht es in der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) 2026 vom 28. bis zum 31. Mai auf Asphalt mit der Rallye Japan, die zum ersten Mal am neuen Termin im Frühjahr ausgetragen wird.

Motorsport-Total.com

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