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WRC Rallye Portugal: Nach SP14 Oliver Solberg führt die Rallye Portugal am Samstagmittag an
Toyota Gazoo Racing

WRC Rallye Portugal 2026: Oliver Solberg stürmt im Regen an die Spitze

Heftiger Regen wirbelt die Rallye Portugal durcheinander: Oliver Solberg stürmt von Rang vier an die Spitze, Sebastien Ogier verliert überraschend Zeit

Regnerisches Wetter hat das Klassement der Rallye Portugal, sechster Lauf zur Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) 2026, am Samstagvormittag ordentlich durcheinandergewirbelt. Oliver Solberg (Toyota) nutzte die schwierigen Bedingungen auf der letzten Prüfung der ersten Schleife, um sich mit einer beeindruckenden Bestzeit von Rang vier bis an die Spitze des Feldes vorzuarbeiten.

Vor dem Start der 14. Wertungsprüfung lag Solberg noch 18,6 Sekunden hinter dem Führenden Sebastien Ogier (Toyota) zurück. Als der Regen einsetzte, lieferte Solberg eine fahrerische Glanzleistung in den tückischen Verhältnissen ab, die sich im Verlauf der Prüfung stetig verschlechterten. Am Ende gewann er die Prüfung mit 7,2 Sekunden Vorsprung auf seinen Teamkollegen Elfyn Evans, während der bisherige Spitzenreiter Ogier satte 19,1 Sekunden einbüßte.

In der Gesamtwertung schob sich Solberg damit um 0,5 Sekunden an einem fassungslosen Ogier vorbei. "Unglaublich. Ich hatte das Gefühl, mein Bestes gegeben zu haben, aber ich hatte einfach keinen Grip. Es geht nicht nur um Risiko, ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung, wie das möglich ist", kommentierte Ogier die Zeit von Solberg.

Der Regen kommt später als erwartet

Die Teams hatten zwar mit nassen Pisten gerechnet, doch der Regen setzte erst spät am Vormittag ein. Dies führte dazu, dass die Mehrheit der Piloten für den Großteil der Schleife mit einer suboptimalen Abstimmung unterwegs war.

Ogier, der als Führender in den Tag gestartet war, geriet bereits auf der ersten Prüfung unter Druck von Thierry Neuville. Der Hyundai-Fahrer nahm dem neunmaligen Weltmeister zwei Sekunden ab und verkürzte den Rückstand auf 1,7 Sekunden. Auch der Drittplatzierte Sami Pajari (Toyota) mischte kräftig mit und lag nach seinem Sieg auf der Prüfung "Felgueiras 1" nur noch 10,7 Sekunden hinter der Spitze.

Ogier ließ sich vom Druck Neuvilles zunächst nicht beirren und baute seinen Vorsprung auf der zwölften Prüfung (Cabeceiras de Basto) wieder auf 5,0 Sekunden aus. Obwohl die Strecke zum Ende hin stark zerfurcht war und sich die Bedingungen für die späteren Starter verschlechterten, blieb Ogier nur 0,5 Sekunden hinter der Bestzeit von Adrien Fourmaux (Hyundai) zurück.

Neuville weiter Hyundai-Speerspitze

Als Ogier und Neuville die 26,24 Kilometer lange Prüfung "Amarante" in Angriff nahmen, setzte leichter Regen ein. Ogier hielt das Tempo hoch und lag erneut nur 0,5 Sekunden hinter der Bestzeit, die in diesem Fall von Solberg markiert wurde. Da Neuville 3,1 Sekunden auf Ogier verlor, wuchs der Abstand an der Spitze vor der letzten Prüfung der Schleife auf 8,1 Sekunden an.

Der immer stärker werdende Regen auf der finalen Prüfung der Vormittagsschleife sorgte für den entscheidenden Umschwung durch Solberg. Neuville rutschte auf den dritten Rang ab und liegt nun 2,6 Sekunden hinter dem Führenden, während Pajari mit 8,1 Sekunden Rückstand auf den vierten Platz zurückfiel.

Der WM-Führende Evans befindet sich weiterhin in einem engen Duell um den fünften Platz mit Fourmaux. Evans war mit einem Vorsprung von 6,2 Sekunden auf den Franzosen in den Tag gestartet. Fourmaux, der die Rallye bis zu einem Ausritt am Freitag angeführt hatte, verkürzte den Abstand nach einem Sieg in Prüfung 12 zwischenzeitlich auf 5,8 Sekunden. Evans konnte jedoch kontern und verteidigte den fünften Rang mit einem Polster von 11,7 Sekunden.

Katsuta und Sordo kämpfen um den Anschluss

Takamoto Katsuta (Toyota) beendete die Vormittagsschleife auf dem siebten Platz. Dem Japaner gelang es nicht, Boden auf Fourmaux gutzumachen, obwohl er sich im Auto wohler fühlte und von Ratschlägen des Weltmeisters von 2019, Ott Tänak, profitierte. Dani Sordo im Hyundai kämpft derweil weiterhin mit seinem Vertrauen in das Fahrzeug. Er klagte über mangelnden Grip seiner weichen Reifen und belegte Rang acht.

Josh McErlean führt das M-Sport-Ford-Trio als Neunter an. Jon Armstrong, der nach technischen Problemen am Freitag wieder über eine funktionierende Servolenkung verfügt, hielt seinen Teamkollegen Martins Sesks in Schach und belegt Rang zehn. Armstrong war in der regnerischen 14. Prüfung drittschnellster Pilot und lag auf Kurs zu seinem ersten Prüfungssieg, bevor Evans und Solberg seine Zeit noch unterboten.

Am Nachmittag werden die Prüfungen wiederholt, bevor die 145 Kilometer lange Etappe mit der Zuschauerprüfung in Lousada endet.

Motorsport-Total.com

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