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Fünf Rallyes, null Siege Hyundai hat bisher noch keine Rallye gewonnen
Massimo Bettiol/Getty Images

Fünf Rallyes, null Siege: Wie Portugals Schotter Hyundais Saison retten soll

Null Siege in fünf Rallyes, aber Hyundai glaubt an die Wende - Die Testfahrten vor Portugal haben dem Team neues Selbstvertrauen für Schotter gegeben

Toyota hat die bisherige Saison der Rallye-Weltmeisterschaft 2026 dominiert. Alle fünf Siege gingen an die japanische Marke. Hyundai hatte nur einmal die Chance, eine Rallye zu gewinnen.

Das war in Kroatien, als Thierry Neuville schon über eine Minute Vorsprung hatte. Aber der Ex-Weltmeister rutschte in der Powerstage von der Strecke, und Hyundai stand erneut mit leeren Händen da.

Bei drei der ersten fünf Rallyes belegte Toyota das komplette Podium, darunter ein Vierfachsieg auf dem glatten Asphalt der Kanarischen Inseln. Die größte Schwäche des Hyundai i20 N waren bisher Straßen mit wenig Grip, insbesondere auf Asphalt.

Deshalb blickt das Team optimistischer auf den Start der Schottersaison am kommenden Wochenende in Portugal. Die Testfahrten im Vorfeld haben für Optimismus gesorgt, dass sich das Blatt auf Schotter wenden wird.

Es wird zudem erwartet, dass Hyundai das Auto mit der kompletten Palette an Upgrades ausstattet, nachdem Anfang April in Kroatien bereits einige Entwicklungsupdates eingesetzt wurden.

"Die Saison beginnt für uns in Portugal erst jetzt richtig, denn der Untergrund unterscheidet sich grundlegend von allem, was bisher gefahren wurde. Die Tests waren gut und wir sind zuversichtlicher, was das Tempo auf Schotter angeht", sagt Adrien Fourmaux.

"Ich mag die Rallye Portugal und war hier immer konkurrenzfähig. Ich habe in der Vergangenheit mit einigen Reifenschäden oder technischen Problemen Pech gehabt, aber wir reisen mit der Motivation an, in Portugal anzugreifen."

Diese Ansicht teilt auch sein Teamkollege Neuville, wenngleich der Weltmeister von 2024 hinsichtlich der eigenen Erwartungen und jener des Teams bei den rauen Schotterprüfungen in Portugal eher vorsichtig optimistisch ist.

"Es ist gut, optimistisch zu sein, denn das hilft uns, voranzukommen", sagt Neuville. "Wir sollten aber auch nicht zu optimistisch sein. Wir müssen mit beiden Beinen auf dem Boden bleiben."

"Wir haben es mit einem sehr starken Konkurrenten zu tun, der alles richtig macht. Sie gehen mit fünf Autos an den Start, wir mit drei. Wir haben vielleicht mehr Speed, aber die Rallye ist lang."

"Das Gefühl bei den Testfahrten war gut, und wenn wir das bei der Rallye bestätigen können, wird das ein positiver Start sein", hofft Neuville. Hyundai bewies sein Tempo in Portugal bereits im vergangenen Jahr.

Damals hatten Ott Tänak und Fourmaux den notwendigen Speed, um um den Sieg mitzukämpfen, bevor ein Servolenkungsproblem bei Tänak und ein technischer Defekt bei Fourmaux alle Hoffnungen auf einen Sieg zunichtemachten.

In diesem Jahr wird das Team mit einem überarbeiteten i20 N nach Portugal reisen, wobei Dani Sordo, der in Portugal bereits siebenmal auf dem Podest stand, Tänak im Aufgebot ersetzt.

Portugal wird für Hyundai zum Gradmesser

Hyundais Sportdirektor Andrew Wheatley glaubt, dass das Team diese Woche "ehrgeizigere" Ziele verfolgen kann: "Als erste Schotter-Rallye ist die Rallye Portugal sehr wichtig, um die Leistung des Teams einzuschätzen."

"Wir wissen, dass der Hyundai i20 N Rally1 unter diesen Bedingungen schnell ist, und wir haben hart daran gearbeitet, die Zuverlässigkeit kontinuierlich weiter zu verbessern."

"Diese Rallye hat ein ähnliches Profil wie die Akropolis-Rallye, Sardinien und Saudi-Arabien, daher bietet sich hier eine gute Gelegenheit, die Leistung für die kommenden Veranstaltungen zu bewerten."

"Unsere Ziele in Portugal sind ehrgeiziger als bei den letzten Rallyes. Obwohl wir davon ausgehen, dass unser Konkurrent über den Winter nicht untätig geblieben ist, setzen wir den Großteil der Erkenntnisse aus unseren Tests 2026 um."

"Mit einer guten Startreihenfolge am Donnerstag und Freitag sind wir zuversichtlich, dass wir in der Lage sind, um das Podium zu kämpfen, aber da Oliver Solberg und Sebastien Ogier ebenfalls gute Startpositionen haben, wird die Aufgabe etwas komplizierter."

"Es sieht so aus, als könnte es rund um die 'Recce' etwas Regen geben, was den Nachteil, als Erster auf die Strecke gehen zu müssen, verringern könnte. Wir glauben jedoch, dass wir drei Teams haben, die das Tempo besitzen, um das Podium mitzukämpfen."

Motorsport-Total.com

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