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WRC Rallye Portugal: Nach SP19 Sebastien Ogier hat die Führung bei der Rallye Portugal zurückerobert
Toyota Gazoo Racing

WRC Rallye Portugal 2026: Sebastien Ogier erobert die Führung zurück

Sebastien Ogier kontert am Samstagnachmittag bei der Rallye Portugal und geht mit Vorsprung in den Schlusstag - Oliver Solberg fällt von Platz eins auf vier zurück

Der amtierende Weltmeister Sebastien Ogier hat bei der Rallye Portugal, sechster Lauf zur Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) 2026, am Samstagnachmittag eine beeindruckende Leistung bei nassen Bedingungen gezeigt. Der Toyota-Pilot übernahm die Führung zurück, nachdem sein Teamkollege Oliver Solberg durch einen Reifenschaden und einen Dreher wertvolle Zeit eingebüßt hatte.

Der achtmalige Weltmeister stellte seine Klasse unter schwierigen Bedingungen erneut unter Beweis und beendete die Samstagsetappe über 145 Kilometer mit einem Vorsprung von 21,9 Sekunden auf den Hyundai-Piloten Thierry Neuville. Toyota-Youngster Sami Pajari belegt mit weiteren 3,9 Sekunden Rückstand den dritten Rang.

Ogier war mit einem Rückstand von 0,5 Sekunden auf Solberg in die Nachmittagsschleife gestartet, nachdem dieser das Feld mit einer Bestzeit in der verregneten 14. Prüfung überrascht hatte und von Rang vier an die Spitze gestürmt war.

Sebastien Ogier kontert sofort

Solbergs Zeit an der Spitze währte jedoch nur kurz, da Ogier direkt in der ersten Prüfung nach dem Mittagsservice konterte. Bei weitgehend trockenen Bedingungen hielt Ogier dem Druck von Solberg stand. Er sicherte sich den Prüfungssieg mit einem Vorsprung von 0,1 Sekunden vor Pajari.

Solberg verlor in diesem Abschnitt 4,5 Sekunden und rutschte auf den zweiten Gesamtrang ab, 4,0 Sekunden hinter Ogier. In der darauffolgenden Prüfung verschlechterte er sich sogar auf den fünften Platz. Ein Reifenschaden vorne rechts, vermutlich verursacht durch einen Stein in der rauen 16. Prüfung, kostete Solberg 18,8 Sekunden.

Dieses Reifenproblem spülte Ogier an die Spitze, nun mit einem Vorsprung von 3,9 Sekunden auf Neuville. Pajari rückte auf Rang drei vor, während der WM-Führende Elfyn Evans (Toyota) den vierten Platz übernahm.

Regen sorgt für tückische Bedingungen

Starker Regen sorgte in der 17. Prüfung (Amarante) für tückische, schlammige Bedingungen, die den Crews alles abverlangten. Diese Prüfung gehörte dem Gesamtführenden Ogier, der mit einer herausragenden Fahrt 11,2 Sekunden schneller war als jeder andere. Damit baute er seinen Vorsprung auf Neuville auf 16,0 Sekunden aus.

"Nicht die angenehmste Prüfung, aber wir haben es geschafft. Das fahrerische Niveau war nicht so toll, es ging nur ums Überleben. Ich nehme das so mit", erklärte Ogier im Ziel.

Solberg glänzte erneut bei nassen Bedingungen, genau wie in Prüfung 14. Dieses Mal konnte er Ogier zwar nicht schlagen, doch seine drittschnellste Zeit reichte aus, um sich auf den vierten Rang vor Evans zu schieben. Evans hatte kurzzeitig anhalten müssen, nachdem er die Front seines Autos aus der Kontrolle verloren hatte.

Pajari übernimmt letzten Podiumsrang

In der 18. Prüfung, die ebenfalls von viel stehendem Wasser geprägt war, lieferte Ogier eine weitere Glanzleistung ab. Die Bedingungen erinnerten zeitweise an die Safari-Rallye in Kenia. Nachdem er im ersten Durchgang am Morgen noch 19,1 Sekunden auf Solberg verloren hatte, war Ogier nun 3,7 Sekunden schneller als Evans. Damit baute er seine Führung auf Neuville auf 20,2 Sekunden aus.

In der abschließenden Zuschauerprüfung auf der Rallycross-Strecke von Lousada, die bei sintflutartigem Regen stattfand, vergrößerte Ogier seinen Vorsprung im direkten Duell gegen Neuville um weitere 1,7 Sekunden. Pajari verlor zwar sein Duell gegen Solberg, hielt aber den dritten Gesamtrang.

Solberg behauptete den vierten Platz (+49,6), zeigte sich jedoch frustriert über einen Dreher in Prüfung 18, der ihn wichtige Zeit gekostet hatte. Evans beendete den Tag als Fünfter (+58,2) vor Adrien Fourmaux (Hyundai). Fourmaux konnte zwar zwei Prüfungssiege am Samstag verbuchen, schaffte es jedoch nicht, Evans einzuholen.

Katsuta und Sordo weiter mit Problemen

Takamoto Katsuta (Toyota), der Gewinner der Rallyes in Kenia und Kroatien, erlebte einen enttäuschenden Tag auf dem siebten Platz. Der Japaner konnte im Regen zwar etwas Zeit gutmachen, geht aber mit einem Rückstand von 11,5 Sekunden auf Fourmaux in den Sonntag.

Dani Sordo (Hyundai) erlebte ebenfalls einen schwierigen Samstag und fand nicht das nötige Tempo, um zur Spitzengruppe aufzuschließen. Der Spanier beendete den Tag auf dem achten Gesamtrang (+3:44,7).

Martins Sesks (M-Sport-Ford) belegte am Ende des Tages den neunten Platz. Sesks beeindruckte in der nassen 17. Prüfung mit der zweitschnellsten Zeit. Sein Teamkollege Joshua McErlean hatte in derselben Prüfung Glück, dass ihn Fans nach einem Ausritt zurück auf die Straße schoben. Später erlebte er jedoch einen Dreher in Prüfung 18 und landete in der Zuschauerprüfung schlussendlich in den Barrieren, nachdem er auf dem Schlamm die Kontrolle verloren hatte.

Armstrong scheidet nach Überschlag aus

Jon Armstrong (M-Sport-Ford) war der erste Rally1-Pilot, der die Segel streichen musste, nachdem er seinen Ford Puma in Prüfung 15 überschlagen hatte. Der Nordire touchierte bereits 600 Meter nach dem Start eine Böschung, was ausreichte, um das Auto zum Rollen zu bringen. Armstrong und sein Beifahrer Shane Byrne blieben unverletzt.

Ob Armstrong am Sonntag wieder an den Start gehen wird, ist noch unklar. Er hatte zuvor auf Rang zehn gelegen, nachdem er sich von einem Problem mit der Servolenkung am Freitag zurückgekämpft hatte. Am Sonntag stehen für die Teilnehmer noch vier weitere Prüfungen über insgesamt 65,56 Kilometer auf dem Programm.

Motorsport-Total.com

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