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WRC Rallye Portugal: Nach SP10 Sebastien Ogier führt am Freitagabend bei der Rallye Portugal 2026
Jaanus Ree / Red Bull Content Pool

Ogier führt nach Fourmaux-Drama

Sebastien Ogier (Toyota) führt bei der Rallye Portugal nach einem Patzer von Adrien Fourmaux: Thierry Neuville (Hyundai) liegt auf Platz zwei nur 3,7 Sekunden zurück

Spektakulärer Freitag bei der Rallye Portugal, dem sechsten Saisonlauf der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC): Nach einem ereignisreichen Tag führt Toyota-Pilot Sebastien Ogier das Feld an. Der Franzose profitierte vom Pech seines Landsmanns Adrien Fourmaux (Hyundai), der durch einen Ausritt die sicher geglaubte Führung verlor.

Doch die Konkurrenz schläft nicht: Hyundai-Star Thierry Neuville lauert mit nur 3,7 Sekunden Rückstand auf dem zweiten Rang. Sami Pajari (Toyota, +16,4 Sekunden) liegt auf dem dritten Platz, gefolgt von Teamkollege Oliver Solberg, der am Donnerstagabend noch in Führung gelegen hatte.

Dass Ogier am Freitagabend die Spitze übernehmen würde, war am Morgen noch nicht zu erwarten. Der Toyota-Pilot kämpfte mit der Abstimmung seines GR Yaris Rally1 und fand nicht den gewünschten Rhythmus. "Wir haben beim Service am Mittag einige Änderungen vorgenommen, die sich ausgezahlt haben", sagt Ogier.

Mit einem Sieg auf der siebten Wertungsprüfung schob sich der Toyota-Pilot an Teamkollege Sami Pajari vorbei auf den zweiten Rang. Diese Prüfung sorgte zudem für Stirnrunzeln: Nachdem die Rally1-Boliden den Abschnitt passiert hatten, wurde die Stage aus Sicherheitsgründen abgebrochen.

Zuvor war Toyota-Pilot Elfyn Evans, der als "Straßenfeger" die Strecke eröffnen musste, gegen Ende der Prüfung auf einen Abschleppwagen aufgefahren, der sich fälschlicherweise auf der Strecke befand. Evans verlor im aufgewirbelten Staub wertvolle Zeit.

Drama um Fourmaux: Abflug und zwei Reifenschäden

Die Entscheidung um die Tagesführung fiel auf der achten Wertungsprüfung: Adrien Fourmaux, der seit der vierten Prüfung am Freitagmorgen souverän geführt hatte, geriet auf einem harten Felsabschnitt von der Ideallinie ab und flog von der Strecke.

Der Franzose konnte seinen Hyundai zwar zurück auf die Piste wuchten, zog sich dabei allerdings zwei Reifenschäden vorne links und hinten rechts zu. Die Quittung: 29,3 Sekunden Zeitverlust und das Ende der Führungsträume für diesen Tag.

Ogier übernahm die Spitze und baute seinen Vorsprung auf Neuville zwischenzeitlich auf fünf Sekunden aus. Doch der Belgier, der den ganzen Tag über mit Unter- und Übersteuern seines i20 N kämpfte, schlug auf der finalen Prüfung des Tages zurück. Mit seiner zweiten Bestzeit verkürzte Neuville seinen Rückstand auf Ogier vor dem "Super-Samstag" auf nur noch 3,7 Sekunden.

Pajari glänzt, während Evans Schadensbegrenzung betreibt

Toyota-Youngster Sami Pajari war die Überraschung des Vormittags, als er zwei Prüfungen gewann, verlor am Nachmittag jedoch etwas an Boden. Solberg kämpfte mit dem Gefühl für das Auto und hatte an der gleichen Stelle wie Fourmaux einen Schreckmoment, kam aber mit einem blauen Auge (8,7 Sekunden Zeitverlust) davon.

Elfyn Evans beendete den Tag auf dem fünften Rang. Dem Waliser wurden die 4,4 Sekunden, die er hinter dem Abschleppwagen verloren hatte, von den Kommissaren gutgeschrieben. In Anbetracht seiner frühen Startposition war der fünfte Platz ein respektables Ergebnis in Sachen Schadensbegrenzung.

Sordo und M-Sport als Pechvögel des Tages

Weniger gut lief es für Dani Sordo (Hyundai) auf dem achten Rang, der sich am Morgen bei der Reifenwahl vergriff. Der Spanier hatte eigentlich vor, mehr weiche als harte Reifen mitzunehmen; aufgrund eines Fehlers seines Teams in der Reifenwechselzone am gestrigen Abend kam es jedoch genau umgekehrt.

Bei M-Sport-Ford herrschte derweil Frust: Jon Armstrong musste die Nachmittagsschleife ohne Servolenkung absolvieren, Josh McErlean kassierte eine 50-Sekunden-Strafe, weil sein Puma am Mittag nicht anspringen wollte, und Martins Sesks schied auf der letzten WP mit zwei platten Reifen vorzeitig aus.

Am Samstag stehen die legendären Schotterpisten rund um Amarante auf dem Programm. Weil am Samstag sogar Regenschauer vorhergesagt sind, dürfte die ohnehin schon spannende Rallye Portugal eine weitere dramatische Wendung nehmen.

Motorsport-Total.com

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