WRC Kanaren Rallye am Wochenende | 21.04.2026
WRC-Comeback am Wochenende: Warum sich Sordo so sehr darauf freut
Dani Sordo kehrt am Wochenende anlässlich der Kanaren-Rallye ins Hyundai-Werksteam zurück - Den Wettbewerb hat der Spanier nicht vermisst, aber ...
Es ist mittlerweile rund 19 Monate her, dass die Rallye-Welt zum bislang letzten Mal Dani Sordo als Teilnehmer eines Events der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) in einem Rally1-Auto gesehen hat. Diese lange Zeit findet am diesem Wochenende bei der WM-Rallye auf den Kanarischen Inseln ein Ende.
Sordo, seines Zeichens dreimaliger WRC-Laufsieger, kehrt zum ersten Mal seit seinem zweiten Platz bei der Akropolis-Rallye Griechenland 2024 in die Topklasse zurück. Am Wochenende fahren der Spanier und sein Beifahrer Candido Carrera wieder für das Hyundai-Werksteam, um für ihr Heimspiel im WRC-Kalender 2026 den dritten i20 N zu übernehmen. Dieses Auto wird im Saisonverlauf abgesehen von Sordo auch von Hayden Paddon und Esapekka Lappi gefahren.
"Ehrlich gesagt freue ich mich riesig darauf, wieder im Rally1-Auto zu sitzen und mit dem Hyundai-Team zusammenzuarbeiten", sagt Sordo. "Ich freue mich wirklich sehr darauf und bin auch gespannt darauf, erst zum zweiten Mal seit 2005 wieder bei der Kanaren-Rallye am Start zu sein." Damals bestritt Sordo die nicht zur WM zählende Rallye zusammen mit Beifahrer Marc Marti auf einem Citroen C2 S1600.
20 Jahre später, in der Saison 2025, tauchte die Kanaren-Rallye erstmals im WRC-Kalender auf. Was das Hyundai-Team betrifft, so musste man auf den glatten, rundstreckenähnlichen Asphaltetappen der spanischen Insel vor genau einem Jahr eine herbe Niederlage gegen Toyota einstecken. Der fünfte Platz von Adrien Fourmaux war damals das beste Ergebnis, während die Schwächen des i20 N auf Asphalt deutlich zu erkennen waren.
Seitdem hat man bei Hyundai intensiv daran gearbeitet, das Auto auf Asphalt zu verbessern. Vor zwei Wochen in Kroatien verpasste das Team nur knapp nicht nur den ersten Saisonsieg 2026, sondern auch den ersten Asphaltsieg seit der Zentraleuropa-Rallye 2024. Ein Fehler von Thierry Neuville auf der abschließenden Powerstage bedeutete, dass das Warten auf einen Sieg andauert.
Was können wir von Sordos Rückkehr erwarten?
Die WRC-Saison 2026 verlief bislang äußerst unvorhersehbar, mit drei unterschiedlichen Siegern in vier Rallyes und Takamoto Katsuta (Toyota) als WM-Spitzenreiter nach seinen zwei Siegen in Kenia und Kroatien. Könnte Dani Sordo bei seiner Rückkehr für etwas Magie sorgen und den abwechslungsreichen Auftakt in die diesjährige Saison noch fortsetzen?
Anhand von Sordos Äußerungen vor seinem Comeback zu urteilen, ist der 42-jährige Spanier ausgesprochen zuversichtlich. Er hat sich intensiv auf seine Rückkehr ins Rally1-Auto vorbereitet, indem er vor einigen Wochen an der Rallye La Llana, einer nationalen Asphaltrallye in Spanien, teilgenommen hat.
Diese Rallye war ursprünglich nicht Teil des Vorbereitungsplan für Sordo, da Hyundai eigentlich vorhatte, ihn bei der Rallye Villa de Santa Brigida antreten zu lassen. Eben dieses Event allerdings wurde aufgrund von widrigen Wetterbedingungen abgesagt.
Auch wenn sich der Asphalt auf dem spanischen Festland von dem unterscheidet, der sich den WRC-Stars am Wochenende auf den Kanarischen Inseln präsentieren wird, so sieht Sordo keinen Grund, der gegen einen Podestplatz oder gar Sieg als Zielsetzung sprechen würde.
"Mein Ziel ist es, eine gute Abstimmung für das Auto zu erarbeiten und um ein gutes Ergebnis zu kämpfen, auf jeden Fall um das Podium. Aber wenn ich eine Rallye starte, strebe ich immer den Sieg an. Warum auch nicht? Das gilt umso mehr für Spanien und für Asphalt, warum also nicht auf den Sieg fahren?"
"Die Rallye La Llana war in Bezug auf den Asphalt nicht wirklich mit der Kanaren-Rallye vergleichbar. Ein paar der Wertungsprüfungen waren zwar ziemlich ähnlich, aber es war sicher nicht das Gleiche. Wir haben aber eine gute Abstimmung und eine gute Balance im Hyundai i20 N Rally1, und es war schön, wieder mit Candido [Carrera] im Auto zu arbeiten. Für die Kanaren sind wir gut aufstellt", so Sordo.
Sordo hat den Wettbewerb nicht vermisst, aber ...
Zwar hat Sordo das Fahren eines Rally1-Autos schmerzlich vermisst, doch im Hinblick auf den Wettbewerb war er in seiner langen WRC-Pause nicht untätig. Im Jahr 2025 nahm er an der Portugiesischen Rallye-Meisterschaft teil und fuhr dort einen Hyundai i20 N Rally2. Er lieferte sich einen intensiven Titelkampf mit seinem ehemaligen WRC-Konkurrenten Kris Meeke und übertrumpfte den Nordiren letztlich um sieben Punkte.
"Sicherlich habe ich das Gefühl im Auto vermisst, das und die Veranstaltungen", gibt Sordo zu, bevor er hinzufügt: "Ehrlich gesagt habe ich den Wettbewerb aber nicht vermisst, denn ich hatte einen schönen Kampf mit Kris Meeke. Das Gefühl, ein Rally1-Auto zu fahren, das vermisst man aber definitiv, wenn man es nicht tatsächlich fährt."
Wie eingangs bereits angerissen wird die Teilnahme an der Kanaren-Rallye am Wochenende Sordos erster Starrt bei dieser Rallye seit er im Jahr 2005 am Steuer eines Citroen C2 S1600 den zweiten Platz einfuhr. "Ich erinnere mich nicht mehr an viel von den Kanaren, aber es war eine legendäre Rallye in der Spanischen Meisterschaft", gibt Sordo zu.
"Woran ich mich noch sehr gut erinnere", setzte der Spanier fort, "das ist das Wetter. Es war schwierig, eine gute Wettervorhersage zu treffen, denn wie auf allen Inseln kann es auf der einen Seite ganz anders sei als auf der anderen Seite. So kann es auf einer Wertungsprüfung regnen und auf anderen trocken sein. Daran erinnere ich mich und auch an die Straßen, die ziemlich gut waren, ein bisschen wie Rennstrecken".



















