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Simon Wagner @ Rally Sumava Klatovy
Foto: Wagner Motorsport

„Technikteufel“ schlug gleich zweimal zu

Vibrationen am Freitag, kaputter Kühler und Aufgabe am Samstag - Simon Wagner beim tschechischen Auftakt im Technikpech. Aber: Sieg auf der zweiten Etappe als Speed-Bestätigung.

Noir Trawniczek

Beim großen Saisonauftakt der Tschechischen Rallye Staatsmeisterschaft hat Simon Wagner - so kann man hoffen - bereits sein gesamtes Technikpech dieser noch jungen Saison „aufgebraucht“. Denn der „Technikteufel“ schlug diesmal gleich zweimal zu…

Der fünffache Staatsmeister, der mit Hanna Ostlender wieder den Hyundai i20 N Step2 Rally2 zündete, berichtet gegenüber motorline.cc: „Auf der 15 Kilometer langen Freitagabendprüfung hatten wir links vorne starke Vibrationen.“ Der Schaden hielt sich noch in Grenzen: Wagner/Ostlender konnten mit exakt fünf Sekunden Rückstand die sechstschnellste Zeit hinter dem Bestzeithalter, dem regierenden Meister Jan Kopecky markieren. „Das Team hat dann die gesamte linke Vorderseite komplett neu aufgebaut, wodurch das Problem gelöst wurde.“

Auf der zwölf Kilometer langen ersten Samstagsprüfung (SP2) hatte Wagner als Viertschnellster einen Rückstand von lediglich sieben Zehntelsekunden auf Bestzeithalter Dominik Stritesky. Simon: „Da haben wir eine Aufholjagd gestartet, doch ich habe ein, zwei kleine Fehler gemacht - sonst wäre es wohl die Bestzeit geworden.“

Auf der 4,3 Kilometer langen SP3 kam es dann bitter: „Eine Halterung des Kühlergebläses hat sich gelöst und in der Folge den Kühler zerstochen.“ Zwar kam man noch ins Ziel der SP, doch dann musste man den Hyundai abstellen.

Sieg auf zweiter Etappe

Am Sonntag konnten Wagner/Ostlender einmal Bestzeit, zweimal die zweitschnellste und einmal die fünftschnellste Zeit markieren und so die zweite Etappe gewinnen - was in Tschechien mit Punkten belohnt wird. Doch Simon winkt ab: „Die Rallye nehmen wir sowieso als Streichresultat - wir wollten aber den anderen möglichst viele Punkte wegnehmen. Aber natürlich war der Sonntag eine schöne Bestätigung - ich denke, dass Platz zwei locker möglich gewesen wäre, vielleicht sogar ein Sieg.“

Zugleich lobt der CZ-Vizemeister des Vorjahres den Sieger Filip Mares (Zweiter Kopecky, Dritter Stritesky): „Mares fuhr sehr stark. Und die Rallye war schwierig. Der regierende Champion Jan Kopecky etwa hat diesmal einige Fehler gemacht.“

Die CZ-Meisterschaft zeigte sich an diesem Wochenende wieder als ganz besonders selektiv - knappe Zeitabstände, sechs verschiedene Bestzeithalter! Simon: „In welcher Meisterschaft hast du so etwas? Es hat trotz der Technikprobleme richtig Spaß gemacht, hier mitzukämpfen, es ist eine tolle Meisterschaft.“ Und: Sie wird am 22. und 23. Mai fortgesetzt. Mit der Rally Cesky Krumlov - wegen der örtlichen Nähe beinahe eine „Heimrallye“ und bei Fans und Aktiven äußerst beliebt…

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