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WRC Rallye Japan 2026: Bericht Elfyn Evans und Scott Martin sind die Sieger der Rallye Japan 2026
Toyota

Evans feiert zweiten Saisonsieg

Elfyn Evans setzt sich zum dritten Mal bei der Rallye Japan durch - Sebastien Ogier bei Toyota-Gala Zweiter - Oliver Solberg betreibt Schadensbegrenzung. WRC Masters: Sieg für Norihiko Katsuta. Keferböck nun 18 Punkte vor Lafarja.

Toyota feiert beim Heimspiel in Japan eine Machtdemonstration und sichert sich die ersten vier Plätze. Elfyn Evans krönt sich mit einer fehlerfreien Leistung zum Rekordsieger der Veranstaltung. Es war die letzte Rallye des Rally1-Zeitalters auf Asphalt. Mit diesem Erfolg baut Evans seine Führung in der Weltmeisterschaft auf 20 Punkte vor Takamoto Katsuta (Toyota; 4.) aus.

Elfyn Evans und Beifahrer Scott Martin ließen sich auf den 20 anspruchsvollen Asphaltprüfungen nicht aus der Ruhe bringen. Der Waliser sicherte sich seinen dritten Sieg bei der Rallye Japan - ein neuer Rekord - und verwies den amtierenden Weltmeister Sebastien Ogier (Toyota) mit 12,8 Sekunden Vorsprung auf Rang zwei.

Evans hatte die Führung bereits am Freitag erobert und gab diese bis zum Schluss nicht mehr ab. Die überraschend feuchten Bedingungen am Freitagmorgen und der hohe Reifenverschleiß stellten die Fahrer vor Herausforderungen, doch der Waliser war immer Herr der Lage.

"Was für ein großartiges Wochenende. Ein riesiger Dank ans Team, das Auto war auf Asphalt wieder einmal fantastisch. Bis zum Titel ist es noch ein langer Weg, darüber zu sprechen ist es zu früh. Wir müssen diesen Sieg jetzt einfach genießen", resümiert ein zufriedener Evans im Ziel.

Solberg crasht, rettet aber den Sonntag

Nachdem Oliver Solberg (Toyota; 29.) den Führenden am Samstagmorgen massiv unter Druck gesetzt und den Rückstand zeitweise auf 10,6 Sekunden verkürzt hatte, platzten seine Siegträume auf der zehnten Wertungsprüfung. Ein unglücklicher Einschlag in einen Pfosten zerstörte die rechte Hinterradaufhängung seines GR Yaris irreparabel.

Am Sonntag kehrte der Schwede jedoch eindrucksvoll zurück: Er betrieb maximale Schadensbegrenzung und sicherte sich souverän die 10 Bonuspunkte für den Sieg in der Super-Sunday-Wertung sowie auf der Powerstage.

Ogier erbte durch Solbergs Ausfall den zweiten Platz. Der amtierende Weltmeister kämpfte am Freitag noch mit seiner Startposition als Meisterschaftssechster. Bei Asphaltrallyes ist eine frühe Startposition gerade bei Nässe von Vorteil, weil jedes durchfahrende Auto mehr Dreck auf die Fahrbahn wirft.

Aber auch, als an den Folgetagen die Startposition kein Nachteil mehr war, konnte Ogier Evans nie unter Druck setzen. Er fand nie das richtige Set-up für die harten Hankook-Reifen, um auf den verbleibenden Prüfungen noch irgendetwas in Richtung Sieg ausrichten zu können.

Toyota dominiert, Hyundai strauchelt

Hinter dem Spitzenduo komplettierten Sami Pajari (Toyota; 3.) und Lokalmatador Katsuta den Vierfach-Triumph für Toyota. Pajari fand am Samstagnachmittag die entscheidende Pace und feierte bereits sein fünftes Podium in dieser Saison.

Katsuta erlebte am Eröffnungstag einen wahren Albtraum. Schon auf der ersten Prüfung der Rallye rutschte er raus und trug einen Reifenschaden davon. "Es war der schlimmste Tag der bisherigen Saison. Es lief einfach alles schief", fluchte er am Freitagabend tief enttäuscht. Am Samstag und Sonntag blieb nur die Aufholjagd, die den Lokalmatador noch bis auf Rang vier spülte.

Im Hyundai-Lager, das auf Asphalt wieder völlig chancenlos gegen Toyota war, zeigte sich ein gemischtes Bild. Adrien Fourmaux profitierte im weiteren Verlauf von seinem aggressiven Trocken-Set-up und wurde als Fünfter bester Hyundai-Pilot.

Für Thierry Neuville (Hyundai; 6.) geriet das Wochenende hingegen zur Geduldsprobe. Nachdem der Belgier auf feuchter Strecke noch überraschend gut mithielt, fehlte auf dem abtrocknenden Asphalt jegliches Vertrauen in die harten Reifen.

Ein Handbremsdefekt am Samstag und ein laut Neuville "unfahrbares" Auto auf dem trockenen Asphalt am Sonntag warfen den Weltmeister von 2024 auf Platz sechs zurück. Gaststarter Hayden Paddon beendete seinen soliden Asphalt-Einsatz im dritten Hyundai auf Rang sieben.

WRC2-Drama: Erneuter Sieg für Lancia

Bester M-Sport-Pilot wurde Jon Armstrong auf Platz acht, der sowohl einen leichten Leitplankenkontakt am Samstag als auch skurrile Funkprobleme durch Schweiß im Intercom überstand. Sein Teamkollege Josh McErlean komplettierte die Top 10, nachdem ihn ein Radwechsel auf WP5 über zwei Minuten gekostet hatte.

In der WRC2 fiel die Entscheidung erst auf den letzten Metern: Nikolay Gryazin (Lancia; 9.) sicherte sich den Klassensieg in einem echten Krimi, nachdem sein härtester Verfolger Alejandro Cachon (Toyota; 11.) bei dem Versuch, einen knappen 2,8-Sekunden-Rückstand zuzufahren, von der Strecke kreiselte. Er rettete aber den zweiten Platz in der Klasse.

WRC Masters Cup: Sieg für Norihiko Katsuta

Im WRC Masters Cup siegte Norihiko Katsuta vor Fumio Nutahara - Andrea Lafarja aus Paraguay wurde Dritte, der Grieche Georgios Vasilakis fiel aus.

Vom 25. bis 28. Juni steht die Hitzeschlacht in Griechenland auf dem Programm - dort werden Johannes Keferböck und Ilka Minor wieder ihren K4 Toyota GR Yaris Rally2 zünden.

Die Tabelle vor der Akropolis Rallye: 1. Keferböck 67, 2. Lafarja 45, 3. Granados 37, 4. Vasilakis 35. Beifahrer: 1. Minor 67, 2. Marti 42, 3. Harryman 40.

Motorsport-Total.com

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