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Formel 1: Analyse

Stimmen pro Wochenende ohne Freitag

Paul Hembery und Mika Salo sprechen sich für ein neues Grand-Prix-Wochenendformat aus; die Sinnhaftigkeit des Freitags wird hinterfragt.

Seit dem diesjährigen Grand Prix der USA, als Qualifying und Rennen wegen des schlechten Wetters am Sonntag stattfanden, wird erneut und vermehrt über eine Änderung des Formel-1-Wochenendformats nachgedacht. Ein Mitgrund: Durch die mangelnde Trainingszeit wurde den Fans in Austin ein spannendes Rennen geboten, außerdem ist der Freitag weder aussagekräftig noch herrscht viel Spannung oder Betrieb auf der Strecke.

Während FIA-Boss Jean Todt derzeit keinen Anlass für Veränderungen sieht, sind einige im Fahrerlager anderer Meinung. "Es gibt viele Möglichkeiten, aber immer alles so zu belassen wie es bisher war, ist vermutlich nicht die Lösung", meint Paul Hembery, Motorsportchef des aktuellen Reifenmonopolisten.

"Wir hatten dieses Jahr ein Rennen, bei dem Qualifying und Rennen an einem Tag stattgefunden hat. Warum sollten wir das nicht immer so machen?", sieht der Brite am Beispiel von Austin eine mögliche Dauervariante. "Es gibt Leute, die das so sehen – oder man könnte es so machen, dass es an jedem der drei Tage Punkte zu holen gibt. Das würde die ganze Angelegenheit spannender machen."

Ex-Formel-1-Pilot Mika Salo ist davon überzeugt, dass Änderungen vonnöten sind: "Der Freitag ist heutzutage ziemlich sinnlos. Alle Mechaniker beschweren sich, dass man kaum ein Leben außerhalb der Formel 1 hat, wenn man dort arbeitet. Wenn das Wochenende aber nur zwei Tage umfassen würde, hätte das Personal zumindest einen zusätzlichen Tag mit der Familie."

Dass die Teams ohne die Vorbereitungszeit am Freitag leben müssten, sieht Salo nicht als Problem: "Klar ist das Freitagstraining für die Teams ein Vorteil, denn wenn man fahren kann, dann fährt man, aber wenn keiner mehr fahren kann, weil es keinen Freitag mehr gibt, dann wären meiner Meinung nach alle glücklich."

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