MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Rallycross-ÖM: Fuglau

Endspurt im Titelrennen

Zum Saisonfinale der Rallycross-ÖM auf dem Nordring in Fuglau bei Horn werden sich knapp 90 Starter aus vier Nationen versammeln.

Fotos: Andreas Friedmann; Michael Zouhar

Der Bewerb am letzten September-Wochenende zählt nicht nur zur österreichischen Meisterschaft, sondern ebenso zur FIA Zonenmeisterschaft Zentraleuropa. Punkte werden neben der österreichischen auch noch für die tschechische und slowakische Meisterschaft vergeben. Derzeit haben 87 Fahrer ihre Teilnahme angekündigt.

In der Königsklasse, das sind die allradgetriebenen Autos der Division Supercars, die bis zu 600 PS aufweisen, hat der Herausforderer Max Pucher (Ford Fiesta) hervorragende Karten, um dem Rekordmeister Alois Höller (Ford Focus) in diesem Jahr den ÖM-Titel abzujagen. Für Pucher, der auch regelmäßig in der Rallycross-WM antritt, wäre es der erste Titel in seiner noch relativ kurzen Rallycross-Karriere.

Der Titel in der Zonenmeisterschaft hingegen ist Höller kaum noch zu nehmen. Nur noch theoretischer Natur sind die Chancen eines ungarischen Konkurrenten. Ambitionen auf einen Podestplatz hat natürlich auch der Niederösterreicher Jürgen Weiß (Ford Focus), schließlich will er unter den ersten Drei der Zonenwertung bleiben – dafür muss aber ein Spitzenresultat her.

Der ÖM-Titel in der Division Super 1600 geht auf jeden Fall nach Niederösterreich. Hier wird sich Ein spannendes Duell entwickeln, denn Thomas Strobl (Citroën Saxo) liegt in der ÖM-Tabelle zwar in Führung, muss jedoch ein Streichresultat in Kauf nehmen. Das bietet Markus Hausberger (Škoda Fabia) die Möglichkeit, mit einer Topplatzierung beim Saisonfinale die ÖM-Krone zu erobern. Es werden da nicht nur die Reifen, sondern ob der Punktearithmetik auch die Köpfe rauchen. In der Zonenmeisterschaft wird der Titel nach Ungarn wandern, aber die beiden Lokalmatadore wollen noch den Sprung unter die Top 3 schaffen.

Den österreichischen Staatsmeistertitel in der Division SuperTouringCars hat sich der tschechische Seriensieger Roman Castoral schon frühzeitig gesichert. Doch einigen geht es noch darum, Primus der jeweiligen Hubraumklassen zu werden. Bei den großvolumigen Fahrzeugen ist Oliver Gruber (Ford Sierra) nicht mehr einholbar. In der kleinsten Hubraumklasse kämpfen die Weinviertlerin Birgit Kuttner (Honda Civic) und der Burgenländer Dieter Ekker (VW Käfer) um den Gesamtsieg in dieser internen Wertung; die beiden sind nur durch einen Punkt getrennt.

Offen ist auch noch die Titelvergabe im Rahmen der Zonenmeisterschaft bei den Hubraumriesen. Vor allem Oliver Gruber hat noch die Chance auf diesen internationalen Titel. Dazu darf er jedoch den schnellen Ungarn Attila Toth (BMW M3) nicht aus den Augen lassen. Mit einem Spitzenresultat will sich ein weiterer Lokalmatador stark in Szene setzen. Karl Schadenhofer (VW Golf Turbo) wird alles daran setzen, um vor heimischen Publikum zu brillieren und in den Top 3 der Zonenmeisterschaftswertung zu bleiben.

Einen besonders brisanten Zweikampf dürfen die Fans in der sehr beliebten und nominell enorm stark besetzten Division National 1600 erwarten. Hier bahnt sich ein Duell auf Augenhöhe zwischen dem Titelverteidiger Sven Förster (VW Polo) und der schnellen Lady Romina Fritz (Honda Civic) an. Die beiden Kontrahenten liegen punktegleich an der Tabellenspitze – spannender könnte es nicht sein.

Für Nervenkitzel sorgen immer die Kartcross-Buggies, denn da stürmen bis zu 13 Fahrzeuge mehr oder minder gleichzeitig auf die erste Kurve zu – ein besonderer „Adrenalinkick“ für die Aktiven, aber auch für die Fans. Auf jeden Fall werden die spektakulären Rad-an-Rad-Duelle die Zuschauer wieder in ihren Bann ziehen.

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

Rallycross-ÖM: Fuglau

Weitere Artikel:

Tardozzi über Marquez' Ungarn-Coup

"Er überrascht uns immer noch"

Marc Marquez gewinnt in Ungarn und macht im Titelkampf Boden gut - Doch Davide Tardozzi warnt: Der Spanier sei noch weit von seiner Bestform entfernt

Paukenschlag: Messfehler offiziell bekannt

Messfehler: FIA lässt Alpine-Antrag zu

Alpine hat im Kampf gegen die Monaco-Strafen den ersten Etappensieg erzielt: Der Antrag auf Überprüfung ist genehmigt - FOM gibt sogar schon eine Ungenauigkeit zu

Vor dem Langstreckenklassiker

24h Le Mans 2026

Der Langstreckenklassiker – nominell zwei Mal rund um die Uhr – ist inzwischen weit mehr. Und auch keine Rennwoche, sondern eigentlich inzwischen zwei bis drei Wochen. Diese Spanne resultiert aus dem Aufwand, den die Teams und Hersteller rund um dieses Mega-Event betreiben.

Toyota bricht den Fluch und holt den ersehnten sechsten Le-Mans-Sieg gegen große Werke - BMW und Cadillac machen es bis zum Schluss spannend

Wenn der Renn-Samstag beginnt, dann ist er für die Teams und Fahrer genauso durchgetaktet, wie schon die Tage zuvor. Spätestens ab Mittag, wenn die Le Mans Startaufstellung alles versammelt, was im Motorsport Rang und Namen hat, dann weiß man vor allem eines: Man muss die nächsten rund 27 Stunden einfach nur noch 101 Prozent funktionieren.