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WTCC: News

Ärzte raten ab, Borkovic fährt trotzdem

WTCC-Riese Dusan Borkovic passt kaum in seinen Honda Civic und leidet beim Fahren unter Schmerzen, will aber gegen ärzlichen Rat fahren.

Wie passt ein 2,07 Meter großer Rennfahrer in den Honda Civic? Nur unter großen Schmerzen. Das ist zumindest die Erfahrung, die WTCC-Riese Dusan Borkovic beim Auftakt in die WTCC-Saison 2015 gemacht hat. Dort nahm der Serbe an den beiden WM-Läufen teil, obwohl ihm die Ärzte genau davon abgeraten hatten. Und er selbst macht keinen Hehl daraus, dass er sich im Cockpit nicht wohl fühlt.

Schon nach dem ersten Rennen twitterte Borkovic, er habe "vor lauter Schmerzen" kaum starten können. Sein linkes Bein - mit dem er übrigens bremst - werde aufgrund einer nicht optimalen Sitzposition rasch taub. "Ich bin froh, das erste Rennen überhaupt beendet zu haben", so der Honda-Pilot, für den Sicherheitsdenken ein Fremdwort zu sein scheint. Aussetzen war nämlich kein Thema für ihn.

Seinen Fans schickte Borkovic noch am Renntag folgende Botschaft: "Ich habe mich entschlossen, heute für Euch zu fahren, was auch immer die Konsequenzen sein werden." An anderer Stelle zeigt er sich dann etwas einsichtig: "Wir müssen dieses Problem lösen, denn ansonsten ist es eine Gefahr für mich und für alle anderen." Was Borkovic bisher aber nicht davon abhielt, jede WTCC-Session zu bestreiten.

"Das Problem" ist das im Vergleich zur Körpergröße von Borkovic klein gehaltene Cockpit des Honda Civics. Die Sitzposition wurde bereits maximal nach hinten verlegt, trotzdem reicht der Platz kaum aus für den 2,07-Meter-Hünen. Und weil eine Strebe auf sein linkes Bein drückt, muss sich Borkovic sogar leicht verdreht hinsetzen, um zumindest einigermaßen Platz zu finden und fahren zu können.

Bis zum nächsten Rennwochenende in Marrakesch sucht Proteam-Honda gemeinsam mit dem Hersteller nach einer Lösung. Im Raum steht dabei sogar, dass Honda den Überrollkäfig des Civics mit einem Entwicklungs-"Joker" neu homologiert, würde damit aber eine Aufholchance im Kampf gegen Citroen einbüßen. Eine andere Variante sieht vor, dass die Position der Pedale nochmals verändert wird.

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