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DTM: Hungaroring

Budapest: Titelkampf spitzt sich zu

Jetzt oder nie – ein Motto, das sich drei Piloten beim vorletzten Saisonwochenende in Ungarn groß auf die Fahnen schreiben werden.

Jamie Green, Robert Wickens und Edoardo Mortara haben nahe der ungarischen Hauptstadt keine Wahl: Sie müssen alles geben, um den DTM-Spitzenreiter Marco Wittmann auf der Zielgeraden der Saison noch abzufangen. Die nächste Gelegenheit dazu haben sie am 24. und 25. September, wenn die DTM auf dem Hungaroring die Saisonrennen 15 und 16 austrägt. Der Vorteil liegt klar bei Wittmann, denn der Meister des Jahres 2014 hat in Ungarn sogar die Chance, sich vorzeitig den zweiten DTM-Titel seiner Karriere zu sichern; die Konkurrenz wird jedoch alles in die Waagschale werfen, um dies noch zu verhindern.

"Meine Titelchancen sind intakt, und wir werden bis zuletzt kämpfen", sagt Edoardo Mortara, der mit 33 Punkten Rückstand auf Marco Wittmann ins Wochenende startet. In Ungarn hofft der Zweitplatzierte der Fahrerwertung, dass es vor allem in den Qualifyings besser läuft als an den vergangenen Wochenenden. Die Markenkollegen des Audi-Piloten haderten bei der Jagd nach den besten Startplätzen ebenfalls mit ihrer Leistung – ein Problem, dass auch schon beim letzten DTM-Gastspiel in Ungarn aufgetreten war. Ein vermeintlicher Pluspunkt für den Hersteller: Mit Jamie Green stellt Audi einen zweiten Piloten mit intakten Titelambitionen, auch wenn sein Rückstand auf bereits 51 Punkte angewachsen ist.

Für Mercedes hält Robert Wickens die Fahne im Titelkampf hoch. Der Kanadier wird es in Ungarn jedoch im wahrsten Sinne des Wortes schwer haben: Sein Auto wiegt 1.135 Kilogramm und damit 17,5 kg mehr als die BMW und 25 kg mehr als die Audi. Diesen Nachteil in den Qualifyings und Rennen zu kompensieren, dürfte alles andere als leicht werden, auch wenn Lucas Auer mit seinen beiden Bestzeiten auf dem Nürburgring bewiesen hat, dass Toprunden möglich sind. Wickens reist mit 50 Punkten Rückstand auf Wittmann an und brennt nach den eher verkorksten Auftritten in der Eifel vor Tatendrang: "Der Nürburgring war ein Wochenende zum Vergessen. Jetzt heißt es in Budapest wieder voll anzugreifen."

Wittmann kann die Rennen auf der 4,381 Kilometer langen, kurvenreichen Strecke recht entspannt angehen. Das Selbstvertrauen ist groß, und der Gesamtführende besticht in dieser Saison mit einer beeindruckenden Konstanz. Zwölf Rennen hat er in den Punkten beendet und in den vergangenen drei Läufen zwei Siege und einen dritten Platz geholt. Ungarn ist dem BMW-Piloten zudem in bester Erinnerung: 2014 ließ er dort die gesamte Konkurrenz hinter sich und sammelte wichtige Punkte für den späteren Titelgewinn. Sollte Wittmann es schaffen, seinen Vorsprung auf den ersten Verfolger auf über 50 Punkte auszubauen, wäre ihm die Meistertrophäe nicht mehr zu nehmen.

Auf dem Weg zum DTM-Titel wird jeder der Anwärter bei den noch ausstehenden Rennen versuchen, seine Chance zu nutzen, und darf, wie in dieser Rennserie üblich, auf die Unterstützung seiner Markenkollegen zählen. Ob die Entscheidung schon in Ungarn fällt oder ob diese auf Hockenheim vertagt wird, erfahren die Fans am Samstag und Sonntag: Die beiden Qualifyings finden ab 12:30 bzw. 12:45 Uhr statt, die beiden Rennen starten um 14:30 bzw. 15 Uhr.

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