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ARC Rallye Triestingtal: Youngsters am Start
Fotos: Harald Illmer, Maier Racing

Österreichs schnellste Jungpiloten beim ARC-Auftakt im Triestingtal

Mit Marcel Neulinger und Maximilian Lichtenegger starten die zurzeit schnellsten Jungpiloten des Landes beim Saisonauftakt der Austrian Rallye Challenge. Das große Comeback des Rallyesports im Triestingtal wird auf Asphalt-Sonderprüfungen mit Flair und Geschichte abgehalten.

Am 27. und 28. Februar wird die neue Saison der Austrian Rallye Challenge mit dem großartigen Comeback des Rallyesports im Triestingtal eingeläutet. Die ARC Rallye Triestingtal kommt als kompakte Eintages-Asphalt-Rallye - das absolute Wunschformat der großen Challenge-Familie. Jene Teams, welche heuer um die ARC Clubmeisterschaft kämpfen, werden im Triestingtal mit doppelten Zusatzpunkten belohnt.

Neulinger & Lichtenegger: Schnell Youngsters machen sich scharf

Und schon jetzt ist bekannt, dass Österreichs schnellste Jungpiloten diese Rallye als optimale Saisonvorbereitung nützen werden. Allen voran Marcel Neulinger - der regierende ORM3- und Junioren-Staatsmeister wird im Triestingtal seinen rosafarbenen BWT Lancia Ypsilon Rally4 zünden. Der 20-jährige Oberösterreicher hat mit Jürgen Heigl einen erfahrenen Copiloten an seiner Seite, als Einsatzteam wird mit Baumschlager Rallye Racing ein absolutes Topteam vor Ort sein. Neulinger sagt voller Vorfreude: „Wir nutzen die ARC Rallye Triestingtal als Fahrwerkstest für die kommenden Asphaltrallyes - von daher würde ich mir Trockenwetter wünschen.“ Neulinger hat heuer Großes vor: „Neben der Staatsmeisterschaft werden wir auch alle Läufe zur Junioren Europameisterschaft außer Großbritannien absolvieren. Die Rallye im Triestingtal ist für uns optimal, um uns auf die bevorstehende Saison vorbereiten zu können.“

Experten wie Manfred Stohl sehen Marcel Neulinger als den zurzeit hoffnungsvollsten Jungpiloten des Landes - diese Ehre wird aber auch Maximilian Lichtenegger zuteil. Der 21-Jährige hat erst 2024 mit dem Rallyesport begonnen und konnte sehr rasch mit sensationellen SP-Zeiten glänzen. Wie Neulinger setzt auch Lichtenegger auf einen erfahrenen, erfolgreichen Co: Bernhard Ettel. Und auch er setzt auf BRR als Einsatzteam für seinen Renault Clio Rally3-Boliden. Lichtenegger verrät: „Wir werden uns im Triestingtal auf die Rebenland Rallye vorbereiten. Wir wollen heuer ausgesuchte nationale und auch internationale Rallyes fahren.“ Lichtenegger gilt als schnell - doch manchmal noch zu schnell. Man darf gespannt sein, wie er die anspruchsvollen, schnellen Asphalt-Sonderprüfungen bewältigen wird…

Max & Ben Maier: Österreich-Premiere im Rally4

Max Maier konnte im Vorjahr in seinem unterlegenen Serien-Ford Fiesta ST bis zum Grande Finale um die ARC-Clubmeisterschaft kämpfen, musste sich dann aber gegenüber den Rally4-Piloten Lukas Dirnberger und Marcel Neulinger geschlagen geben. Heuer jedoch pilotieren Max und sein Bruder Ben Maier ebenfalls einen Rally4-Renner - einen Peugeot 208 Rally4, der vom eigenen Maier Racing Team zum Einsatz gebracht wird. Mit diesem Fahrzeug feiert Maier bei der ARC Rallye Triestingtal quasi die Österreich-Premiere: „Wir sind damit im Vorjahr bei der slowenischen Rally Idrija gestartet und ich hätte nicht gedacht, dass es gleich so gut laufen wird. Es ist natürlich immer noch ein großer Unterschied zum Serienauto. Im Rally4 spüre ich gewisse Dinge viel besser - es ist eben viel eher ein Rennauto, viel direkter, würde ich sagen.“ Auch Maier hat heuer sehr viel vor: „Wir werden so viel wie möglich fahren, elf Rallyes stehen in unserem Kalender.“

Zudem debütiert Max Maier als Veranstalter der ARC Grasl Rallye Horn (18. und 19. September) und mit seinem Team Maier Racing entspricht der 26-Jährige exakt dem Geist der ARC: „Wir vermieten zwei Serien Ford Fiesta und wollen hier Neueinsteigern eine günstige Einstiegsmöglichkeit bieten.“

Noch sind es neun Tage bis zum Nennschluss am 13. Februar. Doch schon jetzt hat mit Christoph Zellhofer der „Proto-Dominator“ sein Kommen im Suzuki Swift ZMX angekündigt, dazu gesellt sich der ARCP-Clubmeister 2024, Reinhard Frühwald im Race Rent Austria Mitsubishi Proto. Stark vertreten sind auch die Historischen der ARCH. Acht ARCH-Teams ließen es sich nicht nehmen, sich schon jetzt in die Nennliste einzutragen. Freilich wird in den kommenden Tagen die Nennliste auf der Veranstaltungs-Seite laufend aktualisiert.

Sonderprüfungen mit Flair und Geschichte

Am vergangenen Samstag wurden rund 70 ehrenamtlichen Helfern der ARC Rallye Triestingtal die Sonderprüfungen präsentiert. Rallye-Veranstalter und ARCA-Obmann Georg Gschwandner berichtet: „Speziell alteingesessene Rallyelegenden wussten dabei zu berichten, dass beispielsweise die Fanzone 1 in Schwarzensee schon einmal ein Zuschauerpunkt eines ‚Weltmeisterschaftslaufs’ war. Tatsächlich führen Teile des Streckenlayouts der Sonderprüfungen 1/3/5/7 über Stecken, welche schon der Alpenfahrt in den 1970er Jahren als Sonderprüfung dienten.“

Gespannt dürfe man auch auf den Rundkurs (SP2/4) durch Hernstein und Aigen sein. Mut abverlangende Highspeed-Passagen an den Feldern vorbei wechseln sich ab mit engen Ortsdurchfahrten. „Dieses Wechselspiel wird sicher eine Herausforderung für die Teams werden“, ist sich Gschwandner sicher.

Fahrerisch anspruchsvoll gestalten sich auch die Prüfungen SP8 und SP9: „Da geht es zunächst winkelig bergauf, ehe es bergab wieder eine Mischung aus Speed und engen Kehren gibt - dort sind interessante Zuschauerpunkte und da hoffen wir natürlich, dass die Fahrer diese Kehren möglichst quer nehmen werden und es also auch eine gute Show geben wird.“

Appell an die ARC-Familie

Abschließend richtet Georg Gschwandner einen Appell an die große ARC-Gemeinde: „Eines ist jetzt schon gewiss: Den Spirit für die Rallye haben wir im Triestingtal wieder geweckt. Die Euphorie und den Willen, ein Teil des Erfolges zu sein, erkennt man schon an der unglaublich hohen Anzahl an ehrenamtlichen Helfern. Wir hoffen also, dass viele Teams diese Bemühungen auch richtig einzuschätzen wissen und zum Saisonstart der Austrian Rallye Challenge am Start stehen werden.“

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