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ERC, Skandinavien: Bericht
Foto: Bence

Beide Youngsters mit Podestpotential

Bei der Skandinavien Rallye konnten Maximilian Lichtenegger in der ERC3 und auch ERC4-Debütant Marcel Neulinger in ihren Kategorien mit Top3-Zeiten künftiges Podestpotential andeuten. Die Rallye gewann der Finne Heikkilä vor Martins Sesks.

Noir Trawniczek

Jaspar Vaher, ein 19 jähriger Este, der in seiner Heimat mit 13 schon in einem Fiesta R2 Vorausauto fuhr, estonischer Junioren-Meister des Jahres 2024, und sein Copilot Rait Jansen haben in ihrem Toyota GR Yaris Rally2 die schwierige ERC Bauhaus Royal Rally of Scandinavia bis zu einem Unfall auf der zwölften Sonderprüfung dominiert. Es übernahm Teemu Suninen (Skoda) - doch auch er verabschiedete sich auf SP15 mit einem Abflug, sodass der Sieg an den Finnen Mikko Heikkilä (Skoda) ging - 15,7 Sekunden vor dem WRC-erprobten Esten Martins Sesks, der ebenfalls einen Skoda Fabia RS Rally2 pilotierte.

Die beiden österreichischen Nachwuchs-Hoffnungen Maximilian Lichtenegger und Marcel Neulinger, beide von Baumschlager Rallye & Racing betreut, konnten in ihren Kategorien ERC3 und JuniorERC/ERC4 jeweils mit Top3-Zeiten künftiges Podestpotential andeuten.

Maximilian Lichtenegger, der bereits beim ERC-Auftakt mit Platz drei in der ERC3 geglänzt hatte, konnte dieses Potential nun auch auf Schotter zeigen. Mit Copilot Bernhard Ettel im Renault Clio Rally3 setzte sich der 21-jährige Kärntner gleich wieder auf Position drei der ERC3, auf SP5 war nur der finnische ERC3-Dominator und spätere Sieger, der 19-jährige Ville Vatanen (nicht direkt verwandt mit Ari Vatanen) schneller als Lichtenegger, nach SP6 lag er klar auf Platz drei. Doch auf SP7 zog man sich einen Reifenschaden zu - schlimmer noch: Die Folgeschäden zwangen das Team, den Tag vorzeitig zu beenden. Am Sonntag konnte Lichtenegger erneut sein Potential zeigen: Eine zweitschnellste, zwei drittschnellste Zeiten und viermal Platz vier geben Hoffnung für die Zukunft. Wegen des Zeitverlustes am ersten Tag war jedoch nicht mehr als der zwölfte und letzte Platz der ERC3 möglich.

Gegenüber motorline.cc erklärte Maximilian Lichtenegger: „Wir konnten eine gute Pace fahren - dafür, dass wir zum ersten Mal mit diesem Auto auf Schotter unterwegs waren. Leider hatten wir dann Pech mit dem Reifenschaden - denn da wurde auch das Stoßdämpfergehäuse beschädigt, weshalb wir für den Samstag abstellen mussten. Schotter liegt mir gut, das macht Spaß. Jetzt freue ich mich aber auch wieder auf die kommenden Asphaltrallyes wie zum Beispiel auf die ET König Murtal Rallye….“

Marcel Neulinger, der im Lancia Ypsilon Rally4 mit dem erfahrenen Co Jürgen Heigl sein JuniorERC/ERC4-Debüt gab, beendete den ersten Tag im Mittelfeld der ERC4, konnte sich jedoch am Sonntag deutlich steigern. „Das Gefühl wird immer besser - jetzt mit Vollgas in die letzten vier Sonderprüfungen“, erklärte ein zuversichtlicher Marcel Neulinger auf seiner Facebook-Seite. Tatsächlich konnte er mit zwei drittschnellsten Zeiten auf den Prüfungen 13 und 14 ebenfalls künftiges Podestpotential andeuten. Auf SP15 jedoch hat sich Neulinger bei einem Einschlag mit dem Heck gegen ein gestrandetes Fahrzeug das Auto ein wenig ramponiert, sodass keine weiteren Ausrufezeichen mehr möglich waren - schlussendlich konnten Neulinger/Heigl die Rallye auf Platz sieben der JuniorERC/ERC4 beenden.

Gegenüber motorline.cc zog Marcel Neulinger eine positive Schlussbilanz: „Die Rallye war voll cool und hat richtig Spaß gemacht. Dass wir gleich auf der ersten Prüfung die viertschnellste Zeit fahren können, hätte ich nie gedacht. Am Samstag habe ich mir dann etwas schwerer getan, doch am Sonntag konnten wir uns mit jeder SP ein wenig steigern. Auf der vorletzten SP habe ich leider mit dem Heck ein vor uns verunfalltes Auto erwischt, wodurch wir uns die Hinterachse verbogen haben - da konnten wir dann keine schnellen Zeiten mehr fahren. Alles in allem hat die Rallye richtig Spaß gemacht und ich freue mich schon auf den nächsten Einsatz.“

Sowohl Marcel Neulinger als auch Maximilian Lichtenegger werden bei der nächsten ERC Rallye (Rallye Rom 3. bis 5. Juli) wieder am Start sein.Die Rallye zählt zur JuniorERC/ERC4, die Neulinger heuer bis auf die Rallye GB bestreitet. Und: Maximilian Lichtenegger hat sich heuer auch für die italienische Meisterschaft eingetragen, zu der Rom natürlich ebenfalls zählt.

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