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ARC, ET König Rallye: Bericht Friedl
Foto: Daniel Fessl

„Big moments“ aber auch heikle Situationen

Eugen Friedl und Helmut Aigner vom MCL 68 konnten sowohl mit einigen kniffligen Situationen als auch mit emotionalen Highlights ein gutes Ergebnis einfahren.

Diese Asphalt Rallye mit sehr kleinem Schotteranteil und 141 Sonderprüfungskilometern zählte nicht nur zur österreichischen Meisterschaft sondern auch zur ARC Austrian Rallye Challenge. Es war für das Team heuer nach Kroatien und Slowenien der erste Start in Österreich mit dem Ford Fiesta Proto.

Am ersten Rallyetag bei nahezu trockenen Wetterbedingungen kamen beide auf der Sonderprüfung SP 1 Rundkurs Gaal-Hammergraben gut in den Rhythmus, obwohl sie durch einen Konkurrenten mit einem Historic Opel Kadett beim Überholmanöver aufgehalten wurden und einige Sekunden einbüßten. Die weiteren Sonderprüfungen verliefen mit forcierter Fahrweise und einigem „pushen“ recht gut. Nach 5 Sonderprüfungen am Ende des ersten Tages waren beide mit Ihrer Marschrichtung auf Plan.

Am Morgen des 2. Tages hatte das Wetter umgeschlagen und es regnete. Die Reifenwahl war mit Regenreifen zwar einfach aber durch den sehr unterschiedlichen Asphaltbelag war es trotzdem teilweise sehr rutschig - „slippery“. Auf der ersten SP dieses Tages SP 6 Baumkirchen-Gaberl touchierten sie in einer mittelschnellen Rechtskurve mit der linken Seite eine Erdböschung. Glücklicherweise war nur die linke hintere Felge gebrochen und die Fahrwerksgeometrie etwas beeinträchtigt. Auf der Zwischenetappe zur nächsten Sonderprüfung wurde das linke Hinterrad schnell gewechselt.
Auf der SP 7 Obdach hinauf zur „Sabathy-Hütte“ war nun volles Vertrauen in die Regenreifen gefunden worden, der „grip war da“ und es machte trotz Regen richtig Spaß.

SP 8 Baumkirchen-Gaberl im 2. Umlauf wurde es wieder heikel: Beim Anbremsen auf noch immer nasser Fahrbahn vor einer „Links 2“ über eine enge Holzbrücke entschied sich Eugen im letzten Moment den Notausgang in eine Wiese zu nehmen, um nicht in das Brückengeländer zu krachen. Zum Glück konnten beide - ohne stecken zu bleiben - mit einem Zeitverlust von ca. 15 bis 20 Sekunden wieder den Weg zurück auf die Strecke finden.

Beim nächsten Service wurde von der Servicecrew RACE RENT die Fahrwerksgeometrie am Ford Fiesta nach den beiden „Ausritten“ wieder in eine optimale Situation gebracht.
Am Nachmittag wurde der Stadtrundkurs in Judenburg mehrmals gefahren
Die Kulisse mit den vielen Zuschauern machte mehr Spaß als ursprünglich erwartet.

Leider wurde der 1. Durchgang der nächsten Sonderprüfung SP 12 Möderbrugg durch einen Unfall eines anderen Teilnehmers neutralisiert gefahren, sodass der 2. Durchgang mit dem kleinen Schotteranteil als letzte Sonderprüfung dieser Rallye ein besonders emotionales Highlight wurde. Auch Helmut war neben der SP Obdach-Sabathyhütte von dieser Prüfung besonders begeistert.

Fazit: 32. Gesamtrang und 3. Platz in der Klasse 8 Proto
Jedenfalls konnte diesmal viel Erfahrung mit den Regenreifen gesammelt werden.
Interessanterweise hat sich wieder einmal im Rallyesport gezeigt, dass manchmal, obwohl einem bei gutem Gefühl alles gut gelingt, die gefahrenen Zeiten im Verhältnis schlechter sind. Umgekehrt überrascht manchmal eine gute Sonderprüfungszeit, obwohl man ein schlechtes Gefühl hatte.

Der vorliegende Teambericht wurde im Rahmen des ARC-Presseservice im Zuge der Kooperation von Austrian Rallye Challenge und motorline.cc veröffentlicht.

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