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ERC, Rom: Vorschau Opel Junior Team
Foto: ADAC

Junioren gehen als Mitfavoriten in die Hitzeschlacht

Zweiter Lauf der Rallye-Junior-Europameisterschaft 2026 bei der Rally di Roma Capitale. Doppelführung für das ADAC Opel Rally Junior Team mit Timo Schulz und Tom Heindrichs. Claire Schönborn möchte vor historischer Kulisse das Momentum aus den Vogesen nutzen.

Beflügelt vom Doppelsieg beim Saisonauftakt in Schweden reist das ADAC Opel Rally Junior Team hochmotiviert zur Rally di Roma Capitale, wo vom 3.-5. Juli vor historischer Kulisse der zweite Saisonlauf der Junior European Rally Championship (JERC) auf dem Programm steht. Rund um die italienische Hauptstadt tritt die Mannschaft um Teamchef Manfred Stohl erneut mit drei Opel Corsa Rally4 an, die von Timo Schulz, Tom Heindrichs und Claire Schönborn pilotiert werden.

Nach ihrem Triumph im Mai in Schweden gehen Timo Schulz und seine Beifahrerin Maresa Lade als Tabellenführer und Mitfavoriten in die Asphalt-Hatz, die in diesem Jahr mit einem neuen Serviceplatz im Herzen von Rom und zahlreichen neuen Wertungsprüfungen aufwartet. „Der Sieg in Schweden hat viel Selbstvertrauen gegeben", sagt der 26-Jährige aus dem saarländischen Siersburg. „Nach meinem zweiten Rang 2023 habe ich sehr gute Erinnerung an die Rally di Roma Capitale. Ich bin sehr gespannt auf die vielen neuen Prüfungen, die sehr anspruchsvoll aussehen. Nicht zuletzt angesichts der vorhergesagten großen Hitze erwartet uns eine spannende Herausforderung. Unser Ziel ist klar: Wir möchten von Anfang an vorne mitfahren und wieder um den Sieg kämpfen."

Mit dem zweiten Platz beim Saisonstart haben der Belgier Tom Heinrichs und sein mit luxemburgischer Lizenz startender Landsmann Jonas Schmitz ihre hohen Ambitionen in der stärksten europäischen Rallye-Nachwuchsliga deutlich gemacht. Beim zweiten Kräftemessen des Jahres peilen die Champions des ADAC Opel Electric Rally Cup 2025 wiederum einen Podestplatz an. „Unser Plan ist derselbe wie in Schweden: Wir wollen gut vorbereitet nach Rom gehen, eine konzentrierte Leistung abliefern und dabei wieder viel Spaß haben“, betont der 22 Jahre alte Rallyepilot aus St. Vith im deutschsprachigen Teil Belgiens. „Wir fühlen uns bei Stohl Racing bestens betreut und werden in Rom wieder in einen perfekt präparierten Corsa Rally4 steigen. Ich denke, das Vertrauen im Auto wird auf Asphalt nochmals etwas größer sein als beim Auftakt. Von daher wollen wir in Italien wieder gute Punkte sammeln."

Auch Claire Schönborn tritt die zu erwartende Hitzeschlacht mit Rückenwind an. Nicht erst mit Rang drei beim zweiten Lauf des ADAC Opel GSE Rally Cup bei der Rallye Vosges Grand-Est hat die 26-Jährige aus Löffelscheid ihr großes Talent unter Beweis gestellt. „Natürlich ist uns bewusst, dass in Rom eine andere Herausforderung auf uns wartet, dennoch gibt der Podestplatz in Frankreich Selbstvertrauen", sagt die Hunsrückerin, die wie immer auf die Ansagen ihres Copiloten Michael Wenzel hört. „Weil die Prüfungen rund um Rom zum Großteil neu sind, hat keiner einen Erfahrungsvorsprung und die Karten werden neu gemischt. Die Pisten ähneln einem Flickenteppich, wellig, mit zahlreichen Belagwechseln. Ich hoffe, wir können an unsere gute Performance in den Vogesen anknüpfen."

Das Markenzeichen der Rally di Roma Capitale, die in der kommenden Saison erstmals Teil der Rallye-Weltmeisterschaft sein wird, sind elf tückische Wertungsprüfungen über eine WP-Distanz von 197 Kilometer und eine einzigartige historische Kulisse. Die 1,3 km kurze Super Special Stage „Coloseo ACI Roma" am Freitagabend ab 20.05 Uhr führt unmittelbar am weltberühmten Kolosseum vorbei. Richtig los geht's am anderen Morgen ab 8.05 Uhr mit sechs Wertungsprüfungen, darunter die fast 28 km lange „Piana di Rascino", die zwei Mal unter die Räder genommen wird. Die Entscheidung fällt am Sonntag ab 9.05 Uhr mit vier Jagden gegen die Uhr. Die abschließende Powerstage (WP11) beginnt um 16.05 Uhr, das erste Rallye-Fahrzeug wird die Zielrampe in Rom um 17.45 Uhr passieren. Das Teilnehmerfeld ist exzellent: Nicht weniger als 42 Rally4-Fahrzeuge sind bei der Rally di Roma Capitale gemeldet, davon kämpfen 16 um JERC-Punkte.

Opel-Motorsportchef Jörg Schrott blickt dem Asphalt-Spektakel rund um Rom mit Optimismus, aber auch Respekt entgegen: „Unsere drei Crews haben in Schweden auf Schotter bewiesen, dass sie gegen die extrem starke Konkurrenz in der JERC 2026 bestehen können. Ich bin zuversichtlich, dass sie auch auf Asphalt eine gewichtige Rolle bei der Vergabe der vorderen Positionen spielen werden. Wir wissen aus der Vergangenheit, wie anspruchsvoll die Rally di Roma Capitale für Mensch und Material ist. Das wird sich auch durch die gegenüber den Vorjahren geänderte Streckenführung nicht ändern. Unsere Junioren müssen mit vollem Einsatz, aber auch mit Köpfchen fahren. Bei den zu erwartenden hohen Temperaturen wird es auch auf körperliche Fitness ankommen. Nur wer bis Sonntagnachmittag konstant seine Höchstleistung abrufen kann, hat eine Chance auf eine Top-Platzierung."

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