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ERC, Rally di Roma Capitale: Bericht
Foto: Flatout Media Agency

Lernrallye im ERC-Lernjahr

Österreichs Nachwuchs-Hoffnungen Maximilian Lichtenegger und Marcel Neulinger haben in Rom eines ganz sicher: Dazugelernt.

Noir Trawniczek

Was Maximilian Lichtenegger und Marcel Neulinger bei der ERC Rally di Roma Capitale erlebt haben, entspricht dem, was man heuer in Angriff nimmt: Ein Lernjahr. Ziel ist dabei, im ersten ERC-Jahr möglichst viele Kilometer abzuspulen, um möglichst viele Erkenntnisse daraus zu ziehen.

Nach der stimmungsvollen Superspecial-Prüfung am Freitagabend beim Colosseum ging es am Samstag für das Feld der ERC3 und der ERC4/JuniorERC erst ab SP3 zur Sache, da SP2 nach einem Unfall abgebrochen wurde.

Maximilian Lichtenegger, der wieder mit Bernhard Ettel einen von Baumschlager Rallye & Racing eingesetzten Renault Clio Rally3 pilotierte, fuhr am Samstagvormittag auf der 27 Kilometer langen SP3 die siebt- und auf der 11,5 km langen SP4 die neuntschnellste Zeit der ERC3. Gegenüber der offiziellen ERC-Website erklärte der Kärntner: „Ich habe am Samstagvormittag noch nicht hundertprozentig meinem Aufschrieb vertraut.“ Am Nachmittag konnten sich Lichtenegger/Ettel jedoch nicht steigern, der geringste Rückstand auf die ERC3-Spitze betrug wie am Vormittag acht Zehntelsekunden am Kilometer. Da es nach SP6 zu einem Feuer im Motorraum kam, musste das Duo abstellen, eine Fortsetzung der Fahrt am Sonntag war nicht möglich. Sieger in der ERC3 wurden Craig Rahill/Conor Smith (Ford Fiesta Rally3).

Marcel Neulinger und sein erfahrener Copilot Jürgen Heigl pilotierten einen ebenfalls von BRR eingesetzten Lancia Ypsilon Rally4 HF. Auf der langen SP3 hatten Neulinger/Heigl mit 2,9 Sekunden/Kilometer den größten Rückstand auf die JERC-Spitze. Gegenüber motorline.cc bestätigte Neulinger: „Auf dieser Prüfung habe ich nicht in meinen Rhythmus gefunden, zudem ist uns die Bremse ausgegangen.“ Im weiteren Verlauf des Samstags konnte sich Neulinger deutlich steigern - beste Platzierung Platz 5 der JERC auf SP6 . Auf SP7 hatte Neulinger mit 0,49 Sekunden am Kilometer den geringsten Rückstand auf die JERC-Spitze. „Ja, die Prüfung ist mir gut gelegen“, bestätigt Neulinger.

Am Sonntag konnten Neulinger/Heigl zwei fünftschnellste Zeiten der JERC markieren. Auf der abschließenden Powerstage fühlte sich Neulinger besonders wohl: „Da hatten wir eine zweitschnellste Split-Zeit - doch dann musste ich bei einem Spitzabzweig zurückschieben.“ Letztendlich beendeten Neulinger/Heigl die Rallye auf Platz sechs der JERC sowie auf Platz neun (von 21) der ERC4.

Welche Lehren zieht Marcel Neulinger aus dem Abenteuer Rom? „In erster Linie natürlich die Erkenntnis, dass international alle auf dem letzten Zacken fahren. Wir wollten aber nicht alles riskieren, sondern möglichst viel dazu lernen. Wir konnten beim Setup einiges ausprobieren und am Schluss bin ich immer besser in Fahrt gekommen.“ Eines ist Marcel klar: „Jene Piloten, die schon das zweite oder dritte Jahr dabei sind, fahren auf einem ganz anderen Level.“ Weiter geht es für den ORM3-Staatsmeister mit der Rallye Weiz, danach steht gleich die nächste ERC-Rallye auf dem Programm. Den Sieg in der ERC4 sowie in der JERC feierte Lancia-Pilot Davide Pesavento.

Das von Stohl Racing/Waldherr Motor Sport betreute ADAC Opel Junior Rally Team belegte mit Timo Schulz/Maresa Lade Platz zwei der JERC sowie Platz drei der ERC4, mit Tom Heindrichs/Konas Schmitz Platz fünf der JERC/Platz sieben der ERC4 sowie mit Claire Schönborn/Michael Wenzel Platz elf der JERC/Platz 15 der ERC4.

In der großen Spielklasse feierte Lokalmatador Roberto Dapra seinen ersten Sieg in der Europameisterschaft.

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