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DTM: Spielberg

Pole-Position für Jamie Green

Tausendstel-Krimi im Qualifying: Jamie Green holt für Audi in letzter Sekunde die Pole-Position, nur 0,002 Sekunden dahinter Felix da Costa im BMW – Mercedes unter ferner liefen.

Jamie Green (Rosberg-Audi) hat sich hauchdünn die Pole-Position zum Sonntagsrennen der DTM in Spielberg gesichert . Der Brite umrundete den Red-Bull-Ring in 1:22.680 Minuten und war damit lediglich 0,002 Sekunden schneller als Antonio Felix da Costa (Schnitzer-BMW). Insgesamt präsentierte sich BMW - trotz eines Gewichtsnachteils von 2,5 Kilogramm - erneut als stärkste Kraft in der Steiermark. Die Münchener brachten sieben Autos in die Top 10.

"Das Qualifying ist für uns Fahrer immer eine große Herausforderung. Heute haben wir als Team Rosberg einen guten Job gemacht. Wir haben ein gutes Auto mit einer gutes Balance. Ich konnte alles herausholen", freut sich Pole-Setter Green und erklärt im Hinblick auf das 60-minütige Rennen: "Normalerweise ist diese Strecke nicht so hart zu den Reifen. Es sollte heute kein Problem sein. Aber im Cockpit wird es ganz sicher heiß werden."

"Das Auto war sehr gut. Wenn das Auto gut ist, dann kommen die Rundenzeiten von ganz alleine. Ich muss mich bei meinem Team bedanken", erklärt Felix da Costa und verrät: "Gestern fühlte ich mich nicht gut im Auto, obwohl es ein sehr starker Tag für BMW war. In der letzten Nacht haben sie hart gearbeitet, und jetzt habe ich ein Auto, das ich mag. Das ist das Ergebnis. Jetzt müssen wir im Rennen abliefern."

Rang drei ging an Timo Glock (RMG-BMW/+0,069 Sekunden). Ärgerlich für den ehemaligen Formel-1-Piloten: Ohne einen Fehler auf seiner schnellen Runde wäre er wohl locker auf die Pole-Position gefahren. "Es ist wieder eine kleine Steigerung zu gestern. Leider habe ich es in der letzten Kurve ein bisschen verhagelt. Ich war auf meiner Runde fast drei Zehntel vorne", ärgert sich Glock.

"Bis dahin war sie sehr gut. Ich war mir sicher, dass ich das zu Ende bringe. In Kurve 8 habe ich das Auto verloren und musste etwas weitgehen. Dann ist das Auto schon in der falschen Position für die letzte Kurve. Da kam ich dann noch einmal etwas quer. Das war sehr ärgerlich", so Glock, der sich die zweite Startreihe mit seinem Markenkollegen Maxime Martin (RBM-BMW/+0,119) teilen wird.

Die Top 10 komplettierten Edoardo Mortara (Abt-Audi/+0,132), Augusto Farfus (MTEK-BMW/+0,132), Bruno Spengler (MTEK-BMW/+0,165), Tom Blomqvist (RBM-BMW/+0,167), Mike Rockenfeller (Phoenix-Audi/+0,198) und Marco Wittmann (RMG-BMW/+0,203). Mercedes erlebte währenddessen ein Debakel: Bester Pilot der Stuttgarter war Robert Wickens (HWA-Mercedes/+0,378) auf Rang 15.

"Das war leider gar nichts", urteilt Mercedes-DTM-Teamchef Ulrich Fritz und erklärt: "Wir kommen immer noch nicht mit der Strecke zurecht. Die Reifen funktionieren nicht so, wie wir es erwarten. Solche Tage gibt es leider im Rennsport. Vielleicht können wir im Rennen noch ein wenig Schadensbegrenzung betreiben, aber es muss schon viel passieren, um heute in die Punkte zu kommen."

Insgesamt ging es wieder einmal äußerst eng zu. Paul di Resta (HWA-Mercedes) hatte als 24. und Letzter lediglich 0,640 Sekunden Rückstand auf Pole-Setter Green. Der Führende der Meisterschaft beschwerte sich nach dem Qualifying, dass er von Spengler blockiert wurde. Das Rennen über 60 Minuten plus eine Runde startet um 15:10 Uhr. Wie üblich gibt es im Sonntagsrennen einen Pflichtboxenstopp.

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