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DTM: Wolokolamsk

Die DTM startet in Wolokolamsk durch

Die Sommerpause ist vorbei: Im Umland der russischen Hauptstadt steigt das sechste Rennwochenende der Saison auf dem Moscow Raceway.

Zum vierten Mal in Folge werden die 24 DTM-Piloten auf dem 3,931 Kilometer langen Kurs um Siege und Punkte kämpfen. Die Rennstrecke ist bekannt dafür, dass dort mit harten Bandagen gekämpft wird und die Zuschauer oft jede Menge Spektakel zu sehen bekommen. Alle drei Hersteller konnten auf dem Moscow Raceway bereits gewinnen: Audi feierte zwei, BMW und Mercedes jeweils einen Sieg. Diese Ausgeglichenheit ist auch für die aktuelle DTM-Saison charakteristisch.

"Der Moscow Raceway ist eine schöne Strecke, zu der wir gerne fahren", sagt Dieter Gass, DTM-Leiter bei Audi. "Wir haben dort schon sehr gute Rennen gesehen, und ich glaube, den Fahrern macht der Kurs auch viel Spaß." In erster Linie dürfte dies auf Mike Rockenfeller zutreffen. Der Audi-Pilot konnte zwei der bisherigen vier Rennen für sich entscheiden, siegte bei der Premiere und am Sonntag des Vorjahres. Nach einer bislang völlig verkorksten Saison (der DTM-Champion des Jahres 2013 steht nach zehn Rennen mit mageren fünf Punkten da) hofft er nun, in Russland neues Selbstvertrauen tanken zu können.

"So frustrierend die Saison bisher auch verläuft, wir dürfen den Kopf nicht in den Sand stecken", weiß Rockenfeller. Ganz anders ist die Gemütslage bei seinen Markenkollegen Jamie Green und Edoardo Mortara. Green feierte beim bisher letzten Aufeinandertreffen in Zandvoort seinen ersten Saisonsieg, Mortara hat bereits deren zwei auf seinem Konto – als einziger Pilot im gesamten Feld. Beide haben bisher fleißig Punkte gesammelt (Green 98, Mortara 88) und sind die ersten Verfolger des Gesamtführenden Marco Wittmann (105).

Der BMW-Pilot besticht im Jahr 2016 durch seine Konstanz. Lediglich beim Auftaktrennen in Hockenheim schaffte er es nicht in die Punkte. Ein Sieg in Spielberg, ein zweiter Platz in Zandvoort und drei vierte Plätze stehen nach zehn Rennen zu Buche. Auf dem Moscow Raceway holte er in der Vorsaison mit dem zweiten Rang am Samstag sein bestes Saisonresultat und schaffte es nur beim DTM-Debüt in Russland nicht in die Punkte. Generell ist die Ausbeute von BMW auf dem anspruchsvollen Kurs ansehnlich: Bruno Spengler feierte dort drei Podiumsplätze, Maxime Martin siegte im Jahr 2014. "Ich hoffe, dass wir unsere gute Performance der vergangenen Jahre auch jetzt wieder zeigen können", sagt BMW-Motorsport-Direktor Jens Marquardt.

Weitaus weniger Erfolg hatte dort der derzeit beste Mercedes-Pilot: Robert Wickens hat es in Russland bisher nicht in die Punkte geschafft. Der Kanadier reist mit 83 Zählern als Vierter der Gesamtwertung an den Moscow Raceway und hofft darauf, den Abstand zur Spitze verkürzen zu können. Mit Paul di Resta (74) hat der Hersteller ein weiteres heißes Eisen im Titelkampf, doch auch für den Schotten gab es in Wolokolamsk noch nichts zu holen.

"Im Gegensatz zu den ersten beiden Auftritten in Russland lief es im vergangenen Jahr für uns doch deutlich besser", sagt Mercedes-Teamchef Ulrich Fritz. "Ich bin gespannt, wie wir in diesem Jahr dort zurechtkommen. Prognosen sind, gerade mit Blick auf die bisherige Saison, unmöglich." Gespannt dürfen alle auch auf die DTM-Premiere von Felix Rosenqvist sein: Der amtierende Formel-3-Europameister übernimmt das Cockpit von Esteban Ocon, der in die Formel-1-WM aufgestiegen ist.

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