
Histo Cup: Brno | 11.05.2016
Actiongeladener Rennsonntag in Brünn
Rund 150 Histo-Cup-Rennfahrzeuge waren bei herrlichem Wetter zum zweiten Rennwochenende 2016 in die Tschechische Republik gekommen.
Fotos: Histo Cup
Den Auftakt machte das Ein-Stunden-Rennen, das gemeinsam mit den schnellen X-Bows durchgeführt wurde. Sieger wurde Georg Silbermayr, KTM X-Bow, vor Stefan Ertl, Porsche 997, und Clarol Arendt, KTM X-Bow. Die Histo-Gesamtwertung holte sich Stefan Ertl, Porsche, vor dem Team Jürgen Schirra/Gerald Heigis, Mini Cooper, und Roldan Ottillinger/Markus Fischer, BMW 335 STT. Nach dem Ein-Stunden-Rennen wurden die Qualifiyings der verschiedenen Rennserien durchgeführt. Alle Rennen fanden dann am Sonntag statt.
• Histo Cup K und STW — Rennen 1:
Vorne ballerten zunächst die V8-Boliden los, Roger Bolliger fiel jedoch gleich aus, und Udo Rienhoff, AC Cobra, sicherte sich einen ungefährdeten Sieg vor Matin Sahl, Ford Escort RS2000 BDA, und Michael Steffny, BMW 2002 16V, der in der zweiten Runde einen heftigen Kampf mit den tschechischen Jaguar-Piloten Jaroslav Rejka und David Becvar ausgetragen hatte, der mit einer Kollision und einem Ausflug ins Kiesbett endete. Der Routinier konnte die verlorenen Plätze wieder gutmachen und beendete das Rennen auf dem dritten Gesamtrang.
Die Klassensieger — K 1000: Thomas Kaiser, Mini Cooper; K 2500: Martin Sahl, Ford Escort RS2000 BDA; K 4000: Alfred Weissengruber, BMW 635i; K 4000+: Klaus Kunczycki, Chevrolet Corvette; STW 1600: Alexander Wechselberger, Alfasud Sprint; STW 2000: Sebastian Langoth, VW Golf GTI; STW 2500: Michael Steffny, BMW 2002 16V; STW 4000+: Udo Rienhoff, AC Cobra
• Histo Cup K und STW — Rennen 2:
Udo Rienhoff konnte nicht mehr starten, somit standen Martin Sahl und Michael Steffny in der ersten Reihe. Sahl nutze diese Position, während Steffny sich wieder mit den "Raubkatzen" beschäftigen musste; bis diese niedergekämpft waren, war Martin Sahl auf und davon; Andi Wechselberger, Alfa Romeo GTV, konnte Steffny überholen und wurde dank einer tollen Leistung Gesamtzweiter vor Steffny, der den furios fahrenden Karl Böhringer, Ford Escort Holbay 16V, gerade noch in Schach halten konnte. O-Ton des Streckensprechers Georg Gruber zu diesem Duell: "Der Dorfälteste kämpft verbissen mit dem Dorfchef."
Die Klassensieger — K 1000: Thomas Kaiser, Mini Cooper; K 2500: Martin Sahl, Ford Escort; K 4000: Alfred Weissengruber, BMW 635; K 4000+: Georg Nolte, Ford GT 40; STW 1600: Alexander Wechselberger, Alfasud Sprint; K 2000: Andreas Wechselberger, Alfa Romeo GTV; STW 2500: Michael Steffny, BMW 2002; K 4000+: David Becvar, Jaguar XJS
Die Anhang-K-Wertung führen nach vier Rennen Thomas Kaiser, Mini, und Alfred Weissengruber, BMW 635i, mit je 34 Punkten ex aequo an, gefolgt von Matthäus Rass, BMW 2002, 32 Punkte. Punktebester Anhang-K-Pilot bis 1971 ist Bernhard Deutsch, Steyr Puch, 26 Punkte vor Walter Schropper, Jaguar E Type, 25 Punkte und Christian Bernard, BMW 700RS, 23 Punkte. Die STW-Wertung führt der Tiroler Alexander Wechselberger, Alfasud Sprint, mit 40 Punkten an, gefolgt von Jaroslav Rejka, Jaguar XJS, 36 sowie Sebastian und Marcel Langoth, VW Golf GTI, 34.
• Formel Historic — Rennen 1:
Walter Vorreiter, Reynard F3, setzte sich von vorneherein an die Spitze, gefolgt von Roland Wiltschegg, Ralt RT1, und Peter Peckary, Ralt F3. Schnellster Formel-Young-Pilot war Karl Neumayer als Vierter. Die Klassensieger — FF1600: Rainer Schrems, Quest; FF2000/Formel VW: Evita Stadler, FF 2000; Formel Libre: Walter Vorreiter, Reynard; Sports 2000: Christian Kletzer, Tiga 86
• Formel Historic — Rennen 2:
Das zweite Rennen gewann Roland Wiltschegg, Ralt RT1, vor Peter Peckary und dem Schweizer Bruno Huber, alle F3. Der ursprünglich als Zweiter ins Ziel gekommene Karl Neumayer erhielt eine 30-Sekunden-Strafe wegen Überholens unter Gelb. Die Klassensieger — FF 1600: Reiner Schrems, Quest; FF2000/Formel VW: Franz Altmann; Formel Young: Karl Neumayer; Formel Libre: Günter Ledl; Sports 2000: Christian Kletzer, Tiga. Die Gesamtwertung der Formel Historic führen Gerd Reinprecht, Martine F3, und Rainer Schrems, FF1600, mit je 30 Punkten an, gefolgt von Karl Rernböck, 28 Punkte.
• Youngtimer, Touring Car Open, Mini Cooper Cup — Rennen 1:
Anfangs ein harter Kampf mit den Piloten der Touring Car Open, dann setzte sich der V8-Star-Pilot Altfrid Heger mit dem Jaguar V8Star durch und gewann das erste Rennen vor Oliver Michael, Porsche 991, Josef Stadtegger, Porsche 997, und Kurt Gföhler, BMW V8.
Klassensieger — bis 1600: Steffen Großmann, Ford Puma; bis 2000: Herbert Leitner, Toyota Corolla; bis 2500: Stephan Piepenbrink, BMW M3 DTM; bis 3000: Andreas Absmann, BMW 325i; bis 3600: Stephan Jocher, Porsche 996; über 3600: Altfrid Heger, Jaguar V8 Star; TCO bis 3000: Gerald Heigis, Mini; TCO über 3000: Josef Stadtegger, Porsche 997; Minis: Hannes Auer vor Phillip Kluckner und Matthias Jocher, alle Mini R 56
• Youngtimer, Touring Car Open, Mini Cooper Cup — Rennen 2:
Altfrid Heger konnte auch das zweite Rennen für sich entscheiden, gefolgt von den Porsche-Piloten Oliver Michael und Josef Stadtegger (beide TCO). Kurt Gföhler, BMW V8, und Stephan Jocher, Porsche 996, folgten auf den Plätzen vier und fünf.
Klassensieger — bis 1600: Steffen Großmann; bis 2000: Herbert Leitner; bis 2500: Stephan Brinkmann; bis 3000: Andreas Rehwald; bis 3600: Stephan Jocher; über 3600: Altfrid Heger; TCO bis 3000: Jürgen Schirra; TCO über 3000: Josef Stadtegger; Minis: Hannes Auer vor Phillip Kluckner und Matthias Jocher
Die Youngtimer-Gesamtwertung führt Stephan Piepenbrink mit 40 Punkten an, gefolgt von Dominik Klima, Mazda MX3, 36. Norbert Greger, BMW M3 E46, und Michael Fischer, BMW M3 E30-6, folgen mit je 32 Punkten. Die TCO-Wertung führt der Grazer Josef Stadtegger, Porsche 997, mit 30 Punkten an. Gesamtführender Mini-Cooper-Fahrer ist der Tiroler Hannes Auer mit 34 Punkten.
• BMW 325 Challenge — Rennen 1:
Mit großer Spannung wurde das Markenpokalrennen der BMW 325 Challenge erwartet. Polesitter Jürgen Huber bekam im Rennen mächtig Druck von Matthias Heinemann, die Führung wechselte mehrfach, Huber setzt sich durch und gewann das erste Rennen vor Heinemann und dem sehr gut disponierten Heribert Haimerl. Die Rookiewertung holte sich David Wassermann vor Simon Brenner und Dominik Kavecz. Die Silberfuchswertung (Fahrer 50+) holte sich Heribert Haimerl vor Hans Wagner und Karlheinz Ruhrberg. Der Premierensieger vom Adria Raceway, Gottfried Pilz, wurde auf Position 5 liegend Opfer eines Rennunfalles; sensationell die Leistung des jungen Max Zupanic: Bei einer Kollision kegelte er sich die linke Schulter aus und beendete dennoch das Rennen.
• BMW 325 Challenge — Rennen 2:
Die ersten acht Positionen werden umgedreht, somit stand Fabian Ohrfandl auf Pole, und neben ihm der Routinier Michael Schwarz. Ein Großangriff der anderen Piloten war zu erwarten; blitzsauberer Start von Heribert Haimerl, der sich in der zweiten Runde vor Jürgen Huber und Hans Wagner in Führung setzte. Matthias Heinemann kämpfte sich dann auch bis auf den dritten Platz nach vorne, bis ihn Hans Wagner in einen Dreher zwang, und György Makai nicht mehr ausweichen konnte. Er erwischte den Wagen von Heinemann frontal. Das war das Aus für Heinemann und Makai. Unbeeindruckt von den Geschehnissen kämpfte sich Gottfried Pilz von Platz 24 auf die dritte Position nach vorne. Sieger: Haimerl vor Jürgen Huber und Gottfried Pilz; sensationell auch Max Zupanic, der mit wieder "eingerenkter" Schulter von Position 20 auf den achten Platz fuhr.
Die Rookiewertung holte sich Pilz vor Zupanic und Brenner, die Silberfuchswertung Haimerl vor Dieter Karl Anton und Hans Wagner, über den danach noch großes Ungemach hereinbrechen sollte: Vorab mit einer Verwarnung und einer bedingten Sperre für drei Rennen bedacht, könnte es nach Videostudium noch zu einer unbedingten Sperre für zwei Rennen wegen gefährlicher Fahrweise kommen. Die Gesamtführung hat nun der Deutsche Jürgen Huber mit 61 Punkten inne, gefolgt von Manfred Zaunbauer, 48, und dem Rookie Gottfried Pilz, 45.
• Classica Trophy:
Die Teamwertung der Classica Trophy war eine ganz "knappe Kiste" zwischen den Seriensiegern Herbert Margreiter/Konnie Aistleitner und Georg Gimenez/Eva Ponesch. Letztlich siegten die Salzburger Margreiter/Aistleitner ganz knapp vor Gimenez/Ponesch und Erich Bartoschka/Thomas Bartoschka. Die Solowertung holte sich der Salzburger Manfred Engl, Alfa GTV, vor Günter Schmidt, Porsche 911, und Auguste Poller, Alfa Spider.
Die Gesamtwertung führen Herbert Margreiter/Konnie Aistleitner mit 58 Punkten vor Georg Gimenez/Eva Ponesch, 26 und Joachim und Sabine Hofstadler, 24 Punkte. Die Solowertung führt Auguste Poller mit 41 Punkten an, gefolgt von Astrid Witzany, 29 und Manfred Engl, 26.