MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Motorrad-WM: Interview

Bradley Smith: Lorenzo als Vorbild

Tech-3-Pilot Smith ist überzeugt, dass Jorge Lorenzo von den vier Yamaha-Piloten die beste Herangehensweise an ein Rennwochenende hat.

Fotos: Yamaha Racing

Jorge Lorenzo war in der Saison 2015 zweifellos der schnellste Yamaha-Pilot. Die Gegner des Spaniers hatten unter normalen Bedingungen große Mühe, ihn zu schlagen. Der spätere Weltmeister holte die meisten Siege und setzte sich am Ende knapp und kontroversiell gegen seinen Teamkollegen Valentino Rossi durch.

Für Tech-3-Pilot Bradley Smith ist Lorenzo ein Vorbild. Smith hat genau analysiert, wie Lorenzo seine Rennwochenenden plant, wann er pusht und wie er sich mental vorbereitet. "Ich denke, jeder betrachtet Jorge als eine Art Vorbild unter den Yamaha-Fahrern. Sein Fahrstil und seine Herangehensweise bewegen sich auf einem sehr hohen Niveau", merkt der Brite gegenüber crash.net an.

"Dann die Art und Weise, wie er seine Trainings angeht: Er haut in den freien Trainings zehn oder 15 Runden raus. Ich war überzeugt, dass ich ebenfalls diese Richtung einschlagen muss. Vermutlich muss man so mit der Yamaha umgehen", grübelt Smith, der 2015 seine bisher beste MotoGP-Saison gefahren ist. Im Gegensatz zu 2013 und 2014 war der langjährige Tech-3-Pilot deutlich ausgeglichener und machte weniger Fehler.

Lorenzo setzt seit vielen Jahren auf Meditation, um seine Konzentration zu steigern. "Bisher habe ich noch nicht auf Meditation gesetzt, doch es ist entscheidend, ruhig zu bleiben und an sich selbst zu glauben. Man muss sicherstellen, dass man ruhig bleibt und konzentriert arbeiten", ist sich auch Markenkollege Smith bewusst.

Das Ziel der Übungen ist es, unter Druck weniger Fehler zu machen. Smith arbeitet vor allem beim Offroadtraining daran: "Beim Motocross kann ich das abseits der Rennstrecke trainieren. Ich muss unter Druck bestimmte Dinge hinbekommen, ruhig bleiben und darf dabei das große Ganze nicht aus dem Blick verlieren", erzählt der Tech-3-Pilot.

Laut Smith spielt aber auch das Alter eine Rolle: Als der Brite erstmals auf eine MotoGP-Maschine stieg, war er gerade einmal 22 Jahre alt. Mittlerweile ist er 25 und deutlich reifer. "Je mehr man erlebt, desto gelassener wird man. Man versteht, dass sich im Leben nicht alles nur um Motorräder dreht. Es ist sehr wichtig, das große Ganze zu sehen", so der Yamaha-Pilot.

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

GTWC Portimao 2026

Riesenshow von Verstappen

Teamkollege Chris Lulham dreht die neuen Champions um, Verstappen macht im Schlussspurt 15 Plätze gut - GetSpeed-AMG holt ersten Gesamtsieg in der GTWC

Was FIA-Präsident verraten hat

Neue F1-Antriebe schon 2030?

Kommt der V8-Antrieb schneller zurück als gedacht? Der FIA-Präsident kündigt für 2030 eine neue Antriebsgeneration an, aber ein Nebensatz sorgt für Zweifel

F1 hält an Katar und Abu Dhabi fest

Jetzt droht der Super-GAU

Die Situation im Nahen Osten ist weiterhin mehr als fragil - Im schlimmsten Fall für die Formel 1 gewinnt Kimi Antonelli den WM-Titel 2026 auf der heimischen Couch

DTM-Rennen Hockenheim 2

Thomas Preining ist DTM-Champion 2026!

Thomas Preining ist DTM-Champion 2026: Dem Manthey-Pilot reicht der dritte Platz hinter Maro Engel und Teamkollege Ricardo Feller, um seinen zweiten Titel zu feiern

Offiziell: F1 in Ruanda

Ruanda-Deal - ohne konkreten Zeitpunkt

Die Rückkehr der Formel 1 nach Afrika ist offiziell beschlossen - Die Königsklasse wird in den kommenden Jahren in Ruanda fahren, sobald es dort eine Strecke gibt