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Motorsport: Interview

Rossi liebäugelt mit Dakar und Le Mans

Valentino Rossi kann sich eine Zweitkarriere offroad oder auf der Langstrecke vorstellen – jedoch im Auto, nicht auf dem Motorrad.

Valentino Rossi erwägt, nach dem Ende seiner Karriere in der Motorrad-WM weiterhin auf motorsportlichen Pfaden zu wandeln. Wie der Italiener im Gespräch mit der MCN sagt, denkt er dabei auch über einen Wechsel in den Marathonrallyesport nach, liebäugelt aber offenbar eher mit einem Engagement auf vier als auf zwei Rädern. "Vielleicht fahre ich in Zukunft die Dakar-Rallye, wenn ich mit dem Motorradsport aufgehört habe. Es ist eine tolle Herausforderung", schwärmt Rossi von der Offroadveranstaltung.

Die Hatz durch die Steppen und Wüsten Südamerikas beschreibt er als sehr hart und anstrengend. Rossi hat aber noch ein anderes legendäres Rennen auf dem Radar: "Vielleicht bleibe ich lieber auf der Rundstrecke und fahre die 24 Stunden von Le Mans." Zunächst wird der 37jährige jedoch seinen Zweijahresvertrag bei Yamaha erfüllen; die Japaner sind sogar optimistisch, den Italiener über das Ende der Saison 2018 hinaus an Bord halten zu können.

Im Rallyesport ist Rossi kein unbeschriebenes Blatt mehr: 2002 startete er in Wales mit einem Peugeot 206 WRC erstmals bei einem WM-Lauf, rutschte aber früh in den Straßengraben. Erst im Jahr 2006 versuchte er sich in Neuseeland erneut, damals in einem Subaru Impreza WRC, zumal Colin McRae ein Idol seiner Jugend war. Rossi wurde Elfter und unternahm 2007 in Wales einen weiteren Anlauf, der ihm den zwölften Rang bescherte.

Kurz darauf siegte er bei der Monza Rally Show, die er auch 2016 wieder bestritten und dabei zum bereits fünften Mal gewonnen hat. Überdies absolvierte er mehrere Formel-1-Tests und war 2012 bei den BES-Läufen in Monza und auf dem Nürburgring am Steuer eines Ferrari 458 Italia GT3 von Kessel Racing am Start.

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