MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Motorsport: News

24h Nürburgring: Härtere Strafen für Temposünder

Zu schnelles Fahren unter doppelt geschwenkter gelber Flagge oder in einer Code 60-Zone wird künftig härtere Strafen zur Folge haben...

Foto: VLN

Zu schnelles Fahrern unter doppelt geschwenkter gelber Flagge oder in einer Code-60-Zone hat 2018 beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring härtere Strafen zur Folge und kann für das entsprechende Team sogar zur Disqualifikation führen. Das geht aus der Ausschreibung für das nächstjährige Rennen hervor, die am Donnerstag vom veranstaltenden ADAC Nordrhein veröffentlicht wurde.

Sollte ein Fahrer im Qualifying bei doppelter Gelber Flagge schneller als 120 km/h oder in einer Code-60-Zone schneller als 60 km/h fahren, hat dies in jedem Fall eine Strafversetzung zur Folge. Bei bis zu 19 km/h Überschreitung wird das Auto ans Ende der jeweiligen Startgruppe versetzt. Ist ein Fahrer 20 bis 39 km/h zu schnell, muss sein Team nach der jeweiligen Startgruppe aus der Boxengasse starten.

Bei einer Überschreitung von 40 bis 50 km/h wird sogar ein Start auf der Boxengasse nach der dritten Startgruppe fällig. Fährt ein Fahrer mehr als 50 km/h zu schnell, greifen die Sportkommissare drastisch durch. Das entsprechende Auto erhält dann die schwarze Flagge und darf nicht zum Rennen starten, zudem wird dem betreffenden Fahrer das Nordschleifen-Permit entzogen.

Im Rennen droht bei einer Überschreitung von bis zu 19 km/h eine Zeitstrafe von 1:32 Minuten, es sind maximal drei Verstöße erlaubt. Bei 20 bis 39 km/h beträgt die Zeitstrafe 3:32 Minuten (zwei Verstöße), bei 40 bis 50 km/h 5:32 Minuten (ein Verstoß). Wir die Anzahl der maximalen Verstöße überschritten, wird das Team disqualifiziert. Dieselbe Strafe erfolgt bei einer Tempoüberschreitung von mehr als 50 km/h, zudem wird auch hier dem Fahrer das Nordschleifen-Permit entzogen und es erfolge zusätzlich eine Meldung an den Deutschen Motorsport Bund (DMSB).

Mit dieser Strafverschärfung dürften die Organisatoren bei vielen Fahrern offene Türen einrennen, denn zu schnelles Fahrer unter doppelt Gelb oder Code-60 ist auf der Nordschleife ein permanenter Kritikpunkt, der immer wieder für Diskussionen unter den Fahrern sorgt und als gravierendes Sicherheitsrisiko angesehen wird.

Auch in einigen anderen Details wurde das Reglement im Vergleich zu diesem Jahr verändert. So muss gemäß den neuen BoP-Richtlinien von jedem Hersteller, der in der Klasse SP9 (GT3) startet, mindestens ein Auto an den beiden VLN-Läufen vor den 24h-Rennen sowie beim 24h-Qualifikationsrennen teilnehmen. Zudem benötigen alle Fahrer, die in der Klasse SP9 starten, eine Fahrereinstufung in die Kategorien Platin, Gold, Silber oder Bronze durch die FIA.

Auch ein Detail beim Tankvorgang wurde angepasst. Zukünftig darf beim Boxenstopp die Zapfpistole erst dann aus der Halterung genommen werden, wenn das Auto in der Boxengasse kurz vor der jeweiligen Box die sogenannte Fast-Lane verlassen hat.

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

MotoGP 2026: KTM & Tech3

KTM und Tech3 enthüllen die RC1

Mit vier Fahrern, zwei Teams und der weiterentwickelten RC16 will KTM 2026 den nächsten Schritt machen - Nicht nur bei den Fahrern bleibt man sich treu

Alex Marquez fährt am dritten und letzten Testtag in Sepang Bestzeit - Auch bei der Sprint-Simulation zeigt der Gresini-Ducati-Fahrer eine starke Pace

24h Daytona 2026: Bericht

24h-Hattrick für Porsche #7

Dritter Sieg in Folge für den Penske-Porsche #7 in Daytona - Strategiefehler und starker Cadillac verhindern Doppelsieg - BMW holt überraschenden GT-Sieg

Aston Martin mit Showcar

Aston Martin zeigt Lackierung für 2026

Aston Martin hat sein Design für 2026 auf einem Showcar präsentiert, obwohl der AMR26 beim Shakedown schon gefahren war: Zündet Adrian Neweys Genie?