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Formel 1: News

Staat soll Silverstone-Rennen retten

Die britische Traditionsrennstrecke spricht mit der Regierung in London, um den Formel-1-Lauf ab 2019 staatlich zu subventionieren.

Die Verantwortlichen in Silverstone befinden sich laut Derek Warwick (Bild oben, links) in Verhandlungen mit der Regierung in London, um einen finanziellen Zuschuss für die Ausrichtung des Grand Prix von Großbritannien über die Saison 2019 hinaus zu erwirken. Wie der Präsident des Streckeneigners, des British Racing Drivers´ Club, erklärte, könnte frisches Geld aus der Hauptstadt die Rettung bedeuten. "Es gibt Licht am Ende des Tunnels", so Warwick.

Öffentliche Zuwendungen stellten allerdings einen Tabubruch dar, denn Silverstone ist neben dem Grand Prix von Österreich in Spielberg, hinter dem bekanntlich ein Großkonzern steht, bislang das einzige Rennen im aktuellen Formel-1-Kalender, das ohne staatliche Subventionen auskommt. Ob potentielle Konkurrenten wie der jüngst von Jonathan Palmers MotorSport Vision übernommene Kurs von Donington Park oder ein angedachtes Stadtkursprojekt in London die Promotergebühr aus eigener Tasche bezahlen könnten, ist jedoch ebenfalls alles andere als sicher.

Nicht nur deshalb ist Warwick optimistisch: "Mein Gefühl sagt mir, dass wir nicht ohne Grand Prix von Großbritannien und nicht ohne Silverstone auskommen. Es wird einen Kompromiss geben, entweder mit Bernie [Ecclestone; Anm.] oder mit den neuen Leuten." Der BRDC-Präsident meint damit den designierten neuen Formel-1-Mehrheitseigner Liberty Media, mit dessen Statthalter Chase Carey er sich bereits getroffen habe.

"Er versteht unser Dilemma – klar, er muss auch noch Geld verdienen, denn davon leben diese Leute", betonte der frühere Rennfahrer. Dessen ungeachtet fehlt es in Silverstone an Kapital, obgleich der Asphalt dringend einer Sanierung bedürfe. Nach mehreren geplatzten Investorendeals dürfte nun die Regierung zum Rettungsanker werden müssen, soll nicht die Ausstiegsklausel aus dem bis 2026 laufenden Formel-1-Vertrag wirksam werden.

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