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Formel 1: News

Formel 1 künftig mit Top-Serien gemeinsam?

Gemeinsame Events mit anderen hochkarätigen Motorsport-Klassen könnten sein Segen für Fans und Rennstrecken-Promoter sein - Toto Wolff findet die Idee reizvoll...

Die Formel 1 könnte ihre Rennwocheneden in Zukunft gemeinsam mit anderen Serien organisieren - zumindest sind Mercedes-Sportchef Toto Wolff und Pirelli-Manager Mario Isola dieser Idee nicht abgeneigt. "Es ist wichtig, den Leuten die ganze Zeit eine gute Show zu bieten und sie nicht nur für eine Stunde Freies Training und das Qualifying kommen zu lassen", spielt Isola auf den Zeitplan an Samstagen an.

Heißt: Die Königsklasse, deren wechselndes Rahmenprogramm derzeit aus den Nachwuchsklassen Formel 2 und GP3, dem Porsche-Supercup sowie nationalen Events besteht, könnte sich zum Beispiel mit der DTM zusammentun. "Die Formel 1 ist größer als jede andere Serie, aber man darf die Augen nicht verschließen", sagt Wolff. "Es könnten sich Chancen ergeben, andere Championate zu uns einzuladen."

Für andere Promoter sind solche gemeinsamen Events gängige Praxis: Die Tourenwagen-WM gastiert seit einigen Jahren beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring, die DTM teilte sich ihre Piste schon mit GT-Masters und Rallycross-WM. Auch die Formel 1 veranstaltet sporadisch Joint Ventures - etwa mit der V8-Supercar-Serie in Melbourne oder der Ferrari Challenge in Montreal. Dazu gab es einst den kühnen, aber gescheiterten Plan, in Adelaide gemeinsam mit der IndyCar-Serie zu fahren.

Wolff erinnert sich an "Super Racing Weekends" Ende der Neunzigerjahre, als die FIA-GT-Meisterschaft, die Tourenwagen-EM und die diversen von Renault organisierte Nachwuchs-Formeln sich zusammentaten. "Das waren tolle Events. An den Strecken waren viele Zuschauer", schwärmt er. "In jeder Serie waren Hersteller engagiert. Deshalb waren viele Gäste vor Ort, es gab breites Rahmenprogramm."

Für die Rennstrecken-Betreiber, die häufig Probleme mit der Finanzierung der Gebühren für die Formel 1 haben, könnte sich die Sache lohnen: Sie könnten so in der Lage sein, mehr Geld für die Tickets zu verlangen und könnten sich bestimmte Fixkosten, die sonst für jedes Rennwochenende einzeln anfallen sparen - sie hätten allerdings auch weniger Events zu bieten.

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