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Formel 1: Analyse

Zu teuer: Keine neuen Teams in Sicht

Die Formel-1-WM wünscht sich ohnedies Qualität statt aussichtslosen Hinterbänklern; Sportchef Brawn fordert professionelle Projekte.

Ross Brawn, Sportchef der Formel-1-WM, glaubt nicht, dass vor der Saison 2021 neue Rennställe in das Championat einsteigen werden. Wie er in einem Podcast namens F1 Fan Voice erklärte, müssten Mehrheitseigner Liberty und Weltverband FIA dafür erst die nötigen Voraussetzungen schaffen. "Derzeit sehe ich kein neues Team kommen, weil die Verteilung der Einnahmen nachteilig und das technische Reglement zu komplex ist", so der Brite.

In zweieinhalb Jahren allerdings, sobald die noch von Bernie Ecclestone ausgehandelten bilateralen Verträge mit den aktuellen Rennställen auslaufen, soll vieles besser werden. Brawn betonte, dass sich auch Liberty Media wieder mehr als die momentanen 20 Autos am Start wünscht. "Auch daran müssen wir künftig unseren Erfolg bemessen", sagte der Sportchef der Rennserie, der an diesem Sonntag als Kiebitz bei der Motorrad-WM in Spielberg gesichtet wurde.

Die Hürden sind jedoch hoch. Chancenlose Hinterbänkler, wie es zuletzt Caterham, Manor und Hispania waren, hält Brawn für einen Rückschritt für das Ansehen der Formel-1-WM. "Wir wollen künftig nicht Teams um jeden Preis, sondern Qualität", stellte er klar. "Wir wünschen uns wettbewerbsfähige Rennställe und nicht solche, die einfach nur das Feld auffüllen und keine Perspektive haben."

Interessenten müssten professionell, solide finanziert und gut aufgestellt sein, doch an Anwärtern, die all diesen Kriterien standhielten (und überdies interessiert sind), mangelt es. Eine erneute Projektankündigung des Serben Zoran Stefanović ist erst vor kurzem abermals im Sande verlaufen. Den meisten Firmen, auch Autoherstellern, ist die Formel-1-WM entweder zu teuer, in Sachen Marketing ungeeignet oder zu intransparent – genau dort will Liberty Media nun ansetzen.

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