MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Formel 1: Analyse

Zu teuer: Keine neuen Teams in Sicht

Die Formel-1-WM wünscht sich ohnedies Qualität statt aussichtslosen Hinterbänklern; Sportchef Brawn fordert professionelle Projekte.

Ross Brawn, Sportchef der Formel-1-WM, glaubt nicht, dass vor der Saison 2021 neue Rennställe in das Championat einsteigen werden. Wie er in einem Podcast namens F1 Fan Voice erklärte, müssten Mehrheitseigner Liberty und Weltverband FIA dafür erst die nötigen Voraussetzungen schaffen. "Derzeit sehe ich kein neues Team kommen, weil die Verteilung der Einnahmen nachteilig und das technische Reglement zu komplex ist", so der Brite.

In zweieinhalb Jahren allerdings, sobald die noch von Bernie Ecclestone ausgehandelten bilateralen Verträge mit den aktuellen Rennställen auslaufen, soll vieles besser werden. Brawn betonte, dass sich auch Liberty Media wieder mehr als die momentanen 20 Autos am Start wünscht. "Auch daran müssen wir künftig unseren Erfolg bemessen", sagte der Sportchef der Rennserie, der an diesem Sonntag als Kiebitz bei der Motorrad-WM in Spielberg gesichtet wurde.

Die Hürden sind jedoch hoch. Chancenlose Hinterbänkler, wie es zuletzt Caterham, Manor und Hispania waren, hält Brawn für einen Rückschritt für das Ansehen der Formel-1-WM. "Wir wollen künftig nicht Teams um jeden Preis, sondern Qualität", stellte er klar. "Wir wünschen uns wettbewerbsfähige Rennställe und nicht solche, die einfach nur das Feld auffüllen und keine Perspektive haben."

Interessenten müssten professionell, solide finanziert und gut aufgestellt sein, doch an Anwärtern, die all diesen Kriterien standhielten (und überdies interessiert sind), mangelt es. Eine erneute Projektankündigung des Serben Zoran Stefanović ist erst vor kurzem abermals im Sande verlaufen. Den meisten Firmen, auch Autoherstellern, ist die Formel-1-WM entweder zu teuer, in Sachen Marketing ungeeignet oder zu intransparent – genau dort will Liberty Media nun ansetzen.

News aus anderen Motorline-Channels:

Formel 1: Analyse

Weitere Artikel:

Ferrari zeigt aktive Aerodynamik

Aktive Aero - Fans kritisch: "Billiges Gimmick"

In einem Video können sich Formel-1-Fans die aktive Aerodynamik am Ferrari SF-26 in Aktion anschauen - Nicht alle sind von der neuen Technik begeistert

F1 Barcelona "Shakedown": Tag 2

Red Bull mit dem ersten Unfall 2026

Bestzeit für Max Verstappen, Unfall von Isack Hadjar: Im Privatduell mit Ferrari schreibt Red Bull am Dienstag die Schlagzeilen - alle anderen Teams haben verzichtet

Quartararo verlässt Yamaha

Quartararo wechselt 2027 zu Honda

Der MotoGP-Transfermarkt für 2027/28 nimmt Fahrt auf - Honda sichert sich die Dienste von Fabio Quartararo für die kommenden zwei Jahre

Das neue Auto für die Formel-1-Saison 2026 konnte bislang noch nicht fahren, nun hat Williams aber zumindest schon einmal die Lackierung für den FW48 gezeigt