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WEC: News

Jahrelanges WEC-Problem wird gelöst

Im Rahmen mehrerer kleiner Regeländerungen wird das FCY-Prozedere bei den 24h von Le Mans abgeändert. Ausnutzen von FCY-Phasen nicht mehr möglich.

Kurz vor Weihnachten veröffentlichte der ACO ein eine Reihe kleinerer organisatorischer Regeländerungen für die 2019er-Ausgabe der 24 Stunden von Le Mans. Das meiste betrifft bürokratische Abläufe im Hintergrund, so muss beispielsweise jedes Team einen Fahrer einmal im Rennen Fahrer für Interviews im Presseraum abstellen. Doch eine Regeländerung, die sich in der Vielzahl an Mikro-Änderungen versteckt, hat es in sich.

Konkret geht es um eine Schließung der Boxengasse unter Full Course Yellow (FCY), dem WEC-Pendant zu einem virtuellen Safety-Car, bei dem alle Autos nur noch 80 km/h fahren dürfen. Ab 2019 dürfen bei einer Neutralisation der kompletten Strecke keine Boxenstopps mehr absolviert werden. Wem der Sprit ausgeht, darf für fünf Sekunden nachtanken, wer einen Reifenschaden hat, nur den betroffenen Pneu wechseln.

In beiden Fällen müsste der reguläre Stopp nach Aufhebung der FCY extra nachgeholt werden. Allzu groß ist der Zeitverlust durch den kurzen Extrastopp allerdings nicht, da in einer FCY alle Fahrzeuge auf 80 km/h beschränkt sind. In Le Mans gilt in der Boxengasse ein Tempolimit von 60 km/h, auf anderen WEC-Strecken ebenfalls 80 km/h. Reparaturen dürfen durchgeführt werden, wenn der Rennleiter ein Auto als gefährlich einstuft.

Die Änderung ist für die 24 Stunden von Le Mans selbst erst einmal relativ unspektakulär, weil auf dem Circuit de la Sarthe eher auf Slow Zones oder Safety-Cars zurückgegriffen wird. Doch sollte die Regelung künftig auch bei den übrigen Rennen der Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) zum Einsatz kommen, könnte das die Dynamik der Rennen stark ändern.

Mehrfach musste Audi in der Vergangenheit durch einen Reichweitennachteil früher an die Box kommen als Porsche und den Stopp unter grün absolvieren. Just, als die R18 wieder auf der Strecke waqren, kam eine FCY heraus und Porsche konnte den Stopp unter Gelb absolvieren. Der Zeitgewinn lag bei fast einer Minute. Solche Strategiekniffe sind in Zukunft nicht mehr möglich, sollte die Regeländerung auf die WEC ausgedehnt werden, was durchaus wahrscheinlich ist. Übrigens liegt das Tempolimit in der Boxengasse auf en übrigens WEC-Strecken ebenfalls bei 80 km/h. Faktisch würden dann ein betroffenes Fahrzeug also nur die Standzeit verlieren.

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