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Motorrad WM: Motegi

Marquez erneut auf Pole

MotoGP-Weltmeister Marc Marquez ist auch im Qualifying von Motegi nicht zu stoppen.

Foto: MotoGP

Im Qualifying zum Großen Preis von Japan sicherte sich der Honda-Pilot in 1:45.763 Minuten seine zehnte Pole-Position in dieser Saison und die erste auf dem Twin Ring Motegi. Reihe eins runden mit Franco Morbidelli und Fabio Quartararo die beiden Petronas-Yamaha-Piloten ab.

"Das ist meine erste MotoGP-Pole in Motegi. Diese Strecke war ja bislang die einzige, auf der mir das noch nicht gelungen war. Jetzt hat es endlich geklappt", freute sich Marquez im Parc ferme, gab aber auch zu: "Die Bedingungen waren heute nicht normal, aber ich habe versucht, es anzugehen wie immer. Was die Rennpace betrifft, sieht Yamaha stark aus. Mein Ziel ist ein Platz auf dem Podest."

Auch der Zweitplatzierte Morbidelli betonte angesichts der noch nicht ganz trockenen Strecke: "Die Bedingungen waren echt knifflig, aber meine Crew war eine große Hilfe. Wir haben gut gearbeitet und uns gemeinsam deutlich gesteigert. Daran wollen wir jetzt auch im Rennen anknüpfen." Er startet zum zweiten Mal in diesem Jahr aus Reihe eins.

Dabei hatte er gegenüber Teamkollege und MotoGP-Überflieger Quartararo ausnahmsweise die Nase vorn. "Es war nicht einfach, in die erste Reihe zu fahren", bestätigte der Franzose die Aussagen seiner Konkurrenten. "Bei solchen Bedingungen tat ich mich in Brünn schwer, aber heute ist mir eine gute Runde gelungen. Wenn es im Rennen trocken ist, sollten wir gut aussehen, denn unser Tempo ist stark."

Nachdem die MotoGP-Piloten bereits gegen Ende des vierten Freien Training mit Slicks auf die abtrocknende Strecke gewagt hatten, waren diese auch für das Qualifying die Reifen der Wahl. Die Zeiten steigerten sich schnell. Auf seiner zweiten fliegenden Runde umrundet Marquez den Kurs bereits in 1:45.794 Minuten - die klare Führung für den Spanier.

Jack Miller (Pramac-Ducati) ordnete sich mit 0,567 Sekunden Rückstand dahinter ein, Petronas-Fahrer Morbidelli belegte nach dem ersten Run Platz drei. Seinem Teamkollegen Quartararo fehlte auf Rang vier bereits eine Sekunde auf die Spitze. Bei dieser Reihenfolge legte das Feld einen Boxenstopp ein, um sich frische Reifen zu holen.

In der Schlussphase konnten sich vor allem die Yamahas noch einmal steigern, fanden aber keinen Weg vorbei an Marquez. Dieser steigerte seine eigene Bestzeit geringfügig und sicherte sich damit die Pole. Morbidelli ergatterte als Zweiter einen Platz in der ersten Startreihe und stach damit nicht nur seinen Teamkollegen Quartararo, sondern auch Yamaha-Werkspilot Maverick Vinales aus, der Vierter wurde.

Cal Crutchlow (LCR-Honda) beendete das Qualifying an fünfter Stelle vor den drei Ducatis von Miller, Andrea Dovizioso und Danilo Petrucci. Die Top 10 komplettierten Aleix Espargaro (Aprilia) und Valentino Rossi (Yamaha) auf den Plätzen neun und zehn. Dem "Doktor" fehlten im Ziel 0,795 Sekunden auf die Pole-Zeit. Das Suzuki-Duo Alex Rins und Joan Mir schließt die vierte Startreihe an Position elf und zwölf ab.

In Q1 empfahlen sich zunächst gleich mehrere Fahrer fürs Weiterkommen. Von Beginn an herrschte ein enger Vierkampf zwischen den beiden LCR-Honda-Piloten, Rins und Pol Espargaro um die Top-2-Plätze. Nach dem ersten Run lagen Nakagami und Crutchlow in Führung, doch auch Suzuki-Konkurrent Rins wollte noch ein Wörtchen mitreden.

Nachdem Crutchlow mit 1:46.695 eine neue Sessionbestzeit gesetzt hatte, verdrängte Rins Nakagami von Rang drei und sicherte sich damit den nachträglichen Q2-Einzug. Für Nakagami blieb nur der undankbare dritte Platz. Im fehlten am Ende lediglich 0,034 Sekunden, um eine Runde weiterzukommen. Sein Heimrennen, für ihn das letzte der Saison, wird der Japaner am Sonntag von Startplatz 13 in Angriff nehmen.

Neben Nakagami nehmen in Startreihe fünf Francesco Bagnaia (Pramac-Ducati) und KTM-Pilot Espargaro Platz. Dahinter reihen sich mit Miguel Oliveira und Mika Kallio zwei weitere KTMs ein. Karel Abraham (Avinita-Ducati) beendete das Qualifying mit dem 18. Startplatz, während sein Teamkollege Tito Rabat die Session komplett ausließ.

Er hatte sich bei einem Sturz während des dritten Freien Trainings das Handgelenk angeschlagen und deshalb auch schon im vierten Training pausiert. Somit wird Rabat, so er denn im Rennen dabei ist, noch hinter Jorge Lorenzo (Honda/19.), Hafizh Syahrin (Tech-3-KTM/20.), Sylvain Guintoli (Suzuki/21.) und Andrea Iannone (Aprilia/22.) Aufstellung nehmen. Das MotoGP-Rennen startet um 8 Uhr unserer Zeit.

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