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Herstellern fordern Einheits-Hybrid
Foto: Porsche

Hersteller fordern serienübergreifendes Hybridsystem

Die Werke wollen ein Einheits-System, welches in der WEC, IMSA, DTM und NASCAR zum Einsatz kommen könnte.

Mit der LMDh-Klasse soll ein Prototypen-Reglement aufgebaut werden, das Starts mit den Autos in verschiedenen Rennserien ermöglicht. Doch das ist nicht das Ende der Fahnenstange, weshalb sich die Hersteller jetzt für ein serienübergreifendes, einheitliches Hybridsystem einsetzen. Vorreiter sind BMW und Toyota, die die Hybridtechnologie gerne in mehreren Meisterschaften nutzen wollen.

Die LMDh-Kategorie, die zur Konvergenz zwischen der WEC- und IMSA-Serie beitragen soll, wird ein auf KERS basierendes Hybridsystem setzen, dass die Hinterachse antreiben wird.

Die technischen Details müssen jedoch noch bekanntgegeben werden. Doch die Nutzung des Systems soll nicht nur auf die WEC und IMSA-Serie beschränkt sein, wie der Vorstoß von BMW zeigt.

In der DTM soll im Jahr 2022 ebenfalls ein Einheitshybridsystem eingesetzt werden, weshalb BMW-Motorsportdirektor Jens Marquardt sich in den Prozess einschaltet. Gegenüber 'Sportscar365.com' sagt er: "Wir versuchen, die ITR und IMSA an einen Tisch zu bekommen.

Im Hintergrund wird hart an dem Standardhybridsystem gearbeitet. Ich hoffe, dass eine Kooperation dafür sorgen wird, dass alle davon profitieren. Jeder würde gewinnen."

Toyota blickt derweil in Richtung NASCAR, denn auch dort könnte ab der Saison 2022 ein Hybrid-System zum Einsatz kommen. Eine Verwendung eines einzelnen Hybridantriebs in der IMSA-Serie und der NASCAR-Meisterschaft würde für die Japaner Sinn ergeben, weil sie in beiden Serien an den Start gehen. TRD-Präsident David Wilson setzt sich für Toyota für eine Kooperation ein.

Gegenüber 'Sportscar365.com' sagt er: "In NASCAR, IMSA und IndyCar haben wir dieselben Herausforderungen: wie machen wir es mit dem System so, dass wir uns es leisten können und dass es uns etwas bringt?" Für Toyota ist es dabei wichtig, dass das System nicht nur für Marketingzwecke eingesetzt wird. Das System soll zwar günstig sein, aber dennoch einen Nutzen im Rennen haben, zum Beispiel als Push-to-Pass-System.

Deshalb kommt die Idee auf, sich eine Technologie in verschiedenen Serien zu teilen. Wilson sieht nicht nur die verbesserte Wirtschaftlichkeit für die Teams als Vorteil für solch eine Kooperation. Auch in der Entwicklung könnten die Teams von den zusätzlichen Kilometern, auf denen das System eingesetzt wird, profitieren und Kosten senken.

Marquardt fügt hinzu: "Ich bin ein großer Freund von Kooperationen. Außerdem bin ich ein Fan von Regeln und Autospezifikationen, die dort unterschiedlich sind, wo sie es sein müssen, aber sich dort ähneln, wo es möglich ist. Ich unterstütze den Vorstoß vollkommen und ich denke, dass IMSA in den vergangenen Jahren einen tollen Job gemacht hat."

© Motorsport-Total.com

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