MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Bis zu sechs BMW-Boliden in der DTM BMW kommt! Die Münchner ermöglichen jetzt doch DTM-Einsätze des M6 GT3
SRO

Bis zu sechs BMW-Boliden in der DTM: So kam es zum Umschwung in München

Ursprünglich wollte BMW den M6 nicht in der DTM sehen: Wie DTM-Boss Gerhard Berger den Kurswechsel in München erwirkte und wie Walkenhorst & Co. planen

Vergangenen Dienstag sorgte das Walkenhorst-Team für eine große Überraschung, als man den DTM-Einstieg mit dem BMW M6 GT3 verkündete. Denn der bayerische Autohersteller hatte sich lange geziert: Bereits bei Gerhard Bergers Präsentation des neuen GT3-Konzepts beim Saisonfinale in Hockenheim war BMW der große Abwesende - und auch danach blieb es lange still in München, obwohl man wie Audi Gerhard Berger eigentlich versprochen hatte, den Einsatz von vier Boliden zu unterstützen.

Wie kam es also zum Meinungsumschwung bei BMW? Ursprünglich hatte man den eigenen Kundenteams nahegelegt, den ins letzte Einsatzjahr gehenden M6 nicht in der DTM an den Start zu bringen. Doch laut Informationen von 'Motorsport-Total.com' hat Gerhard Berger dennoch nicht locker gelassen und beim BMW-Vorstand Überzeugungsarbeit für sein Konzept geleistet.

Am Ende waren die Gespräche erfolgreich und die Münchner änderten spät aber doch den Kurs auf pro DTM, nachdem man ursprünglich nicht einmal Werksfahrer zur Verfügung gestellt hätte.

Wie Walkenhorst sein DTM-Projekt schnürt

Doch was bedeutet das genau? Das Team des großen deutschen BMW-Händlers Henry Walkenhorst, das bereits seit einiger Zeit DTM-Ambitionen hat, ließ in seiner Pressemitteilung zum DTM-Einstieg viele Fragen offen. Klar ist nur, dass man auf das Modell M6 GT3 und nicht auf den noch nicht ausgereiften M4 GT3 setzen wird - nicht einmal die Anzahl der geplanten Autos wurde kommuniziert.

Woran das liegt? Bislang ist nur ein Walkenhorst-Bolide fix, am Einsatz eines zweiten Autos wird aber gearbeitet. Berger macht sich dafür auch direkt beim Rennstall stark. Ein finanzieller Support aus München ist nicht zu erwarten, dafür könnten die bisherigen BMW-Sponsoren aus der Class-1-Ära der DTM auch nach dem Wechsel auf GT3-Kundensport an Bord bleiben - und somit einen entscheidenden Beitrag zum Budget leisten.

Dazu kommt, dass die DTM auch als Plattform für Walkenhorst attraktiv ist: Das Team, das dieses Jahr den BMW-Juniorteam-Auftrag an RMG verloren hat, plant erneut einen Start in der DTM-Trophy mit dem BMW M4 GT4. Außerdem könnte man von Tolimit beauftragt werden, den Einsatz in der neuen Rahmenserie BMW-M2-Cup umzusetzen. Ein derart umfangreiches Engagement im DTM-Umfeld würde sich ebenfalls positiv auf die Kosten auswirken.

Warum sogar sechs BMW-Autos möglich sind

Unklar ist aktuell noch, ob mit Rowe auch ein zweites BMW-Team in die DTM einsteigen wird. Die Mannschaft von Hans-Peter Naundorf, die den Münchnern im Vorjahr den Sieg beim 24-Stunden-Rennen auf der Nordschleife bescherte, ist finanziell besser aufgestellt als das Walkenhorst-Team, da man mit dem Mineralölhersteller Rowe einen großen Industriepartner im Rücken hat.

Sollte sich auch die Rowe-Truppe für die DTM entscheiden, dann wäre der Einsatz von vier BMW M6 GT3 in der Traditionsserie möglich. Und bei manchen Rennen könnten sogar sechs BMW im Starterfeld sein, denn das RMG-Team von Stefan Reinhold plant in der zweiten Saisonhälfte Testeinsätze mit dem noch nicht homologierten M4 GT3.

Motorsport-Total.com

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

"Nicht erlaubt, nicht ermöglicht"

Wurde BMW um seine Titelchance gebracht?

Marco Wittmann fühlt sich um seine DTM-Titelchance gebracht und ärgert sich über die BoP: Hätte man den BMW nach dem Samstag besser einstufen müssen?

Reaktion auf Eklat-Statement

Colapinto reagiert auf Jeremy Clarkson

"Bestrafen, weil er Argentinier ist" - Mit diesen Worten hat Jeremy Clarkson bei der Formel 1 in Austin für Ärger gesorgt - Franco Colapinto reagiert nach dem Rennen

Was sich jetzt ändern soll

FIA eröffnet neue F1-Kommandozentrale

Kann künstliche Intelligenz für einheitlichere Entscheidungen in der Formel 1 sorgen? Die FIA setzt auf ein neues Kontrollzentrum mit moderner Technik

Race of Austrian Champions 2026

ROAC: Mega-hochkarätiges Starterfeld

Mehr als 12 Staatsmeister, Meister und „Champions“ sind bei der 17-ten Ausgabe des Race of Austrian Champions dabei und unterstreichen dadurch die hohe Qualität des Starterfeldes...

Porsche-Bekenntnis & McLaren-Gerüchte

Was macht Thomas Preining 2027?

Der Porsche-Werksvertrag von Thomas Preining läuft mit Saisonende aus: Wie er und sein bisheriger Arbeitgeber die Zukunft sehen und was es mit McLaren auf sich hat