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Rote Flagge bei 24h Nürburgring 2021! Am Nürburgring geht momentan gar nichts
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Rote Flagge bei 24h Nürburgring 2021! Dichter Nebel an der Nordschleife

Aufgrund von dichten Nebels sind die 24h Nürburgring 2021 unterbrochen - In der Startphase kam es zu turbulenten Szenen auf der ganzen Strecke

Die 24h Nürburgring 2021 sind nach genau sechs Stunden unterbrochen worden. Dichter Nebel sorgte dafür, dass die Räder auf der Nordschleife aktuell still stehen und das Rennen nicht vor 7:00 Uhr am Sonntagmorgen wieder neugestartet wird.

Die Sicht wurde in mehreren Bereichen auf der Strecke immer schlechter. Die Rennleitung ließ Fahrer und Teams zunächst gewähren und entschied sich dazu, das Rennen laufen zu lassen. Auf der Döttinger Höhe und am Schwedenkreuz wurden Code-60-Zonen eingerichtet. Als ein Abbruch des Rennens unvermeidbar war, zeigte die Rennleitung dem Feld die Rote Flagge.

"Wir haben einzelne Nebelbänke und daher einige Bereiche unter Code 60 gestellt. Aber das war fast ein Drittel der Strecke und hat dazu geführt, dass bei den schnellen Fahrzeugen die Reifen zu sehr abkühlen, und mit kalten Reifen kannst du kein Rennen fahren", sagt Rennleiter Walter Hornung.

Das Wetter hatte sich zuvor stabilisiert. Noch in der ersten Stunde entwickelte sich das Rennen zu einem "Survival of the Fittest". Starker Regen flutete weite Teile der Nürburgring-Nordschleife und sorgte so für äußerst schwierige Bedingungen.

Los ging das Unheil nach rund 45 Minuten, als zunächst im Bereich Aremberg Regen einsetzte und das mehrheitlich auf Slicks fahrende Feld völlig überraschte. Die Folge waren Aquaplaning, diverse Abflüge und Blechschäden, wie wir sie zuletzt bei der 2016er-Ausgabe des Rennens gesehen haben.

In der Folge nahm der Regen über der kompletten Strecke immer weiter zu, sodass sich auch an anderen Stellen Fahrzeuge gedreht hatten beziehungsweise abgeflogen sind. So meinte unter anderem TV-Experte Dirk Adorf am NITRO-Mikrofon: "Als Rennfahrer würde ich sagen: Es ist schon kritisch."

Das Rennen führt derzeit der HRT-Mercedes #4 (Christodoulou/Engel/Metzger/Stolz) an. Allerdings werden nun die abstände neutralisiert.

Das Wetter bestimmte auch die ersten zweieinhalb Stunden des Rennens. Schon beim Start auf überwiegend trockener, aber im Bereich Flugplatz bis Metzgesfeld feuchter bis nasser Strecke starteten die Fahrzeuge auf unterschiedlichen Reifen.

Noch bevor es zum Wetterchaos kam, wurden mehrere Favoriten aus dem Kampf um den Sieg herausgelöst, als sehr hart gefahren wurde. Dabei kam es zu zahlreichen Berührungen, denen unter anderem der GetSpeed-Mercedes #8 (Gounon/D. Müller/Schiller/Vaxiviere) zum Opfer fiel. Der eingedrückte Schweller begann am heißen Auspuff zu kokeln, wodurch Fabian Schiller lange Zeit stand.

Dabei blieb es nicht. Noch in der absoluten Anfangsphase drehten sich zwei Topfahrzeuge im Adenauer Forst mit Einschlag raus: Der von Startplatz zwei gestartete Konrad-Lamborghini #19 (Jefferies/di Martino/Zimmermann/Fontana) und der Walkenhorst-BMW #101 (Krognes/Pittard/Tuck/J. Müller).

Für beide Fahrzeuge stand eine Reparaturpause auf dem Programm. Konrad verlor drei Runden, Walkenhorst deren zwei. Auch der der Car-Collection-Audi #2 (Haase/N. Müller/Niederhauser/Winkelhock) verlor durch einen Reifenschaden nach Berührung rund fünf Minuten, hielt aber die Führungsrunde.

Und dann kam der Regen: Zwar war es kein heftiger Gewitterschauer wie 2016, der sich über die Nürburgring-Nordschleife ergoss. Doch es regnete so heftig, dass die Fahrzeuge teilweise ins Aquaplaning gerieten. In dieser Phase spielten sich einige gefährliche Szenen ab.

Viele kleinere Fahrzeuge hatten stellenweise heftige Unfälle. Am haarsträubendsten war der Unfall des Black-Falcon-Porsches #350 (Nagelsdieck/Naumann/Rivas/von Danwitz) aus der SP Pro. Er blieb mitten in der Schwedenkreuz-Kurve stehen und wäre um ein Haar von anderen Fahrzeugen getroffen worden. Dass hier nichts Schlimmeres passierte, grenzte an ein Wunder.

Nach dem Regen gab es weitere Verluste: Der Frikadelli-Porsche #30 (Jaminet/Tandy/Bamber/Campbell) hatte erst einen Verlust von Hydraulikflüssigkeit zu beklagen, dann gab es eine Kollision mit einem überrundeten Fahrzeug - Aus.

Audi begann das Rennen mit einer Reihe von Rückschlägen. Nachdem die #2 weit zurückgefallen war, warf Dries Vanthoor den Phoenix-Audi #15 (Stippler/D. Vanthoor/Frijns/Drudi) im Metzgesfeld in die Mauer. Unter Tränen brachte er den schwer beschädigten Boliden zurück an die Box. Dort wurde eine Beschädigung des Chassis festgestellt, das Rennen war gelaufen.

Ebenfalls ausgeschieden sind der Octane-126-Ferrari #26 (Grossmann/Trummer/Hirschi/Ludwig) nach nur vier Runden und der Glickenhaus-SCG #704 (Mutsch/Laser/Mailleux/Westbrook) nach einigen mysteriösen Drehern.

Wann es weitergeht, steht derzeit noch nicht fest.

Motorsport-Total.com

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