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Keine Gnade für Hamilton Die verpasste FIA-Gala dürfte für Lewis Hamilton noch ein Nachspiel haben
Motorsport Images

"Werden das nicht verzeihen": Hamilton droht Strafe nach verpasster FIA-Gala

Der neue FIA-Präsident Mohammed Ben Sulayem schließt eine Strafe gegen Lewis Hamilton, weil er die jährliche Preisgala verpasste, nicht aus: "Regeln sind Regeln"

Dafür, dass Lewis Hamilton die diesjährige FIA-Gala schwänzte, droht dem Mercedes-Piloten noch immer eine Strafe. Und der frisch gewählte neue FIA-Präsident Mohammed Ben Sulayem machte in einer ersten Reaktion deutlich, dass Hamilton "keine Vergebung" erwarten könne, zeigte aber auch Verständnis.

Nach der Kontroverse um den Safety-Car-Restart beim Grand Prix von Abu Dhabi, in dem Max Verstappen Hamilton den Sieg und Titel abnahm, blieben der Brite und sein Mercedes-Teamchef Toto Wolff, der FIA-Preisverleihung in Paris fern.

Da Hamilton die Fahrerwertung auf dem zweiten Platz abschloss, wäre er gemäß des Sportlichen Reglements aber verpflichtet gewesen, zu erscheinen. Artikel 6.6 des Reglements besagt: "Die Fahrer, die den ersten, zweiten und dritten Platz in der Meisterschaft belegen, müssen bei der jährlichen FIA-Preisverleihung anwesend sein."

Eine der ersten Aufgaben, die Sulayem seit seinem Amtsantritt zu erfüllen hat, wird also darin bestehen, zu beurteilen, ob Hamiltons Abwesenheit bei der Veranstaltung tatsächlich gegen das Reglement verstößt und welche Strafe er dafür erhalten sollte.

In seiner ersten offiziellen Pressekonferenz als Präsident wurde Sulayem auf diese Situation angesprochen und erklärte: "Letzten Endes sind Regeln nun einmal Regeln. Wir werden uns also ansehen, wie die technischen Regeln anzuwenden sind, und ob er dagegen verstoßen hat. Ich muss mir das genau anschauen."

Sollte ein Verstoß vorliegen, "werden wir das nicht verzeihen", sagt Ben Sulayem weiter. "Regeln sind Regeln." Gleichzeitig müssten diese aber auch hinterfragt werden.

"Wir sehen uns die Regeln an. Ich sage immer: Regeln sind nicht einfach da. Ein Mensch hat sie gemacht. Und sie können von Menschen verbessert und geändert werden. Die Regeln sind also dazu da, verbessert zu werden", betont der neue FIA-Präsident.

Für das Verhalten von Hamilton kann er durchaus Verständnis aufbringen: "Ich weiß, dass Lewis sehr traurig darüber ist, was passiert ist, und ich würde sagen, dass er gebrochen ist. Aber wir müssen schauen, ob es einen Verstoß gab. Das kann ich im Moment noch nicht sagen. Ich bin erst seit ein paar Stunden Präsident."

Ben Sulayem will also nicht vorschnell urteilen, sondern den Sachverhalt genau studieren. Sollte Hamilton für schuldig befunden werden, dürfte er wegen seiner Abwesenheit aber eher mit einer finanziellen Strafe als einer sportlichen Sanktion rechnen.

Motorsport-Total.com

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