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Komplett unterschiedliche Charaktere an den Teamspitzen Immerhin: Ein freundliches Händeschütteln vor der PK ist noch drin ...
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Christian Horner: "Ich muss Toto nicht den Arsch küssen"

Die Freitags-Pressekonferenz mit Toto Wolff und Christian Horner hat viel ausgesagt über das Verhältnis der beiden in der WM rivalisierenden Teamchefs

Bei der Teamchef-Pressekonferenz am Freitag in Katar wurde offensichtlich, wie angespannt das Verhältnis zwischen Toto Wolff (Mercedes) und Christian Horner (Red Bull) aktuell ist. Dabei fiel seitens Horner auch ein sehr kerniger Satz, der es in die Schlagzeilen geschafft hat: "Ich muss mit Toto nicht Essen gehen. Und ich muss ihm auch nicht den Arsch küssen."

Der Konter von Wolff folgte am Sonntagabend im 'ORF': "Seine Wortwahl ist vielleicht nicht immer ganz so glücklich. Er war da ziemlich fokussiert auf meinen Hintern, und ich weiß nicht warum", grinst der Mercedes-Teamchef - und fügt an, dass solche Wortwechsel "okay" seien: "Es geht um eine Weltmeisterschaft. Da kann's schon mal hochkochen. Ich glaube, das ist ganz normal."

Zuvor hatte Horner erklärt, dass es "keine Beziehung" zur Mercedes-Führung gibt. Aber er präzisiert: "Eine Beziehung und Respekt, das sind zwei verschiedene Paar Schuhe. Natürlich haben wir Respekt vor allem, was Mercedes geleistet hat, und auch vor allem, was Lewis Hamilton geleistet hat."

Gemeinsam Essen zu gehen, sagt Wolff, das sei in einer solchen Rivalität "unabhängig von den Personen oder Charakteren" nicht zu erwarten: "Alles andere wäre ja auch nicht normal. Ganz einfach. Es gibt da weder negative noch positive Emotionen. Die Emotionen sind ziemlich neutral."

"Toto und ich", fügt Horner an, "sind halt sehr unterschiedliche Charaktere. Wir haben unterschiedliche Arbeitsweisen. Werde ich Weihnachten mit Toto verbringen? Wahrscheinlich nicht. Es sei denn", wendet er sich direkt an den daneben sitzenden Rivalen, "du spielst dieses Jahr in einem Weihnachtsstück mit? Dann nehme ich vielleicht die Kinder."

"Leider nein", grinst Wolff, worauf Horner weiter meint: "Aus meiner Sicht ist es ein harter Wettbewerb. So ist die Formel 1. Du musst mit deinen Gegnern nicht bester Freund sein. Wie sollte das auch gehen? Ich finde, das wäre in vielerlei Hinsicht unehrlich, eine freundliche Fassade zu faken, wenn man in Wahrheit gegeneinander kämpft."

Die Wortwechsel der beiden in der Pressekonferenz wurden anschließend von vielen Medien dankbar aufgegriffen. Die Schlagzeilen über die Rivalität zwischen Mercedes und Red Bull machen für viele das Salz in der Suppe einer sehr unterhaltsamen Formel-1-Saison aus.

Horner sieht den Verlauf der Pressekonferenz im Nachhinein recht entspannt: "Ich fand die PK einigermaßen harmonisch", urteilt er in einem Interview mit 'Sky'. "Wir haben nicht mit allzu viel Schlamm geworfen, aber die Formel 1 ist nun einmal die bedeutendste Weltmeisterschaft. Es geht um den wichtigsten Pokal im Motorsport."

"Wir hatten eine phänomenale WM. Die Tatsache, dass wir immer noch im Rennen sind, das hatten wir seit sieben Jahren nicht. Da ist Toto halt ein bisschen reizbar, er flucht schon mal in die Kamera und verwendet das F-Wort. Ist doch fantastisch! Wir setzen sie unter Druck, und das ist doch genau das, was sich dieser Sport gewünscht hat", sagt Horner.

Übrigens: Was die TV-Kameras am Freitag nicht gezeigt haben, ist, wie es vor und nach der Pressekonferenz zugegangen ist. Da waren Wolff und Horner zwar auch reserviert, haben sich aber freundlich die Hand gegeben und einander begrüßt und verabschiedet. Zumindest ein Mindestmaß an Freundlichkeiten existiert also sehr wohl noch ...

Motorsport-Total.com

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