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Nach Verletzungen in Austin Wurst-Randsteine auf der Rennstrecke von Spielberg
Motorsport Images

GPDA hinterfragt Wurst-Randsteine nach Verletzungen in Austin

"Es muss eine bessere Lösung geben": Nach Zwischenfällen in Austin wollen sich Vettel und Russell mit den sogenannten Wurst-Randsteinen befassen

Die Formel-1-Piloten Sebastian Vettel und George Russell haben sich besorgt über die sogenannten Wurst-Randsteine geäußert, nachdem im Rahmenprogramm des US-Grand-Prix in Austin zwei Teilnehmende Rückenverletzungen erlitten hatten.

Sowohl W-Serie-Fahrerin Abbie Eaton als auch Formel-4-Pilot Christian Weir hatten sich Kompressionsfrakturen an der Wirbelsäule zugezogen, nachdem sie am Ausgang von Kurve 2 mit ihren Autos über die Randsteine gefahren waren und dabei abgehoben hatten.

Aufgrund dieser Vorfälle wurden die Randsteine an dieser Stelle vor dem Formel-1-Rennen entfernt, was allerdings dazu führte, dass mehrere Fahrer weit über die Streckenbegrenzung hinaus fuhren. In der Folge endstand die kontroverse Szene zwischen Kimi Räikkönen und Fernando Alonso.

Drei Zwischenfälle in Nachwuchsformeln

Dennoch war für Vettel die Entscheidung, die Randsteine zu entfernen richtig: "Ich denke, die Sache ist die, dass wir diese Wurst-Randsteine entfernen müssen, denn wir hatten zwei Verletzungen, die unnötig waren", sagt Vettel auf Nachfrage der englischsprachigen Ausgabe von 'Motorsport.com'.

"Und ich würde lieber eine endlose Diskussion über Streckenbegrenzungen führen, und vielleicht ist man das eine Mal unglücklich, das andere Mal glücklich. Aber das Wichtigste ist, dass wir eine Lösung für gebrochene Rücken finden, und das heißt, dass wir diese Wurstkanten entfernen", so Vettel weiter.

Williams-Pilot Russell, wie Vettel einer der Direktoren der Formel-1-Fahrergewerkschaft GPDA, treibt das Thema um. "Das ist etwas, womit sich die Formel 1 und die FIA wirklich beschäftigen müssen, denn wir haben einen weiteren ziemlich gefährlichen Vorfall in der Formel Regional gesehen, ich glaube, es war in Monza", spricht Russell einen Zwischenfall vom 06.11.2021 an.

Russell: Grbrochene Rücken nicht akzeptabel

Die aktuellen Vorfälle beschreiben kein neues Phänomen. So hatte bereits 2019 ein Unfall von Formel-3-Pilot Alex Peroni in Monza Schlagzeilen gemacht. Sein Auto wurde von den Wurst-Randsteinen meterhoch in die Luft katapultiert und landete auf den Reifenstapeln.

"Die GPDA drängt zusammen mit der FIA sehr stark darauf, dort Verbesserungen zu erreichen. Ich weiß nicht, wie die genauen Verletzungen dieser Fahrer aussahen, aber wenn sich jemand den Rücken gebrochen hat, ist das bei einem einfachen Ausrutscher nicht akzeptabel", so der Brite.

"Die Randsteine sind dazu da, den Fahrbahnrand zu begrenzen, aber wenn das auf Kosten von Verletzungen geht, die möglicherweise lebensverändernd sind, dann ist das inakzeptabel", so Russell weiter. "Es muss also eine bessere Lösung geben - nicht einmal einen besseren Kompromiss, sondern einfach eine Lösung, die nicht gefährlich ist."

FIA schaut "von Fall zu Fall"

Auch beim Grand Prix von Mexiko wurden am vergangenen Wochenende in Kurve 1 die sogenannten Wurst-Randsteine kurzfristig entfernt. Die ist laut Formel-1-Rennleiter Michael Masi aber kein genereller Trend, vielmehr müsse man das Thema in jeder Kurve auf jeder Strecke differenziert betrachten.

"Unsere Sicherheitsabteilung untersucht alle Arten von Vorfällen wie diesen", sagt er. "Nach einem Blick auf die Konfiguration der Kurve 1/2, die Art des Grases und alles andere, wurde beschlossen, sie zu entfernen, und das geschah am Donnerstag."

"Ich denke, man muss alles von Fall zu Fall betrachten, wie wir immer gesagt haben. Es sind ganz unterschiedliche Stile, in Austin im Vergleich zu dem, was wir hier hatten, zwei völlig verschiedene Dinge. Also müssen wir sie von Fall zu Fall betrachten, wo sie sind, wie es funktioniert, und das ganze Szenario analysieren."

Motorsport-Total.com

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