MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Negative Kommentare über die W-Serie: Michele Mouton erntet Kritik Rallye-Ikone Michele Mouton übt Kritik an der W-Serie und nun dafür kritisiert
Motorsport Images

Negative Kommentare über die W-Serie: Michele Mouton erntet Kritik

Rallye-Ikone Michele Mouton muss sich aus der W-Serie Kritik anhören, nachdem sie die Frauenrennserie als "eingeschränkt und diskriminierend" kritisiert hat

Vor wenigen Wochen hatte sich Michele Mouton, die es in der Rallye-Weltmeisterschaft auf den Vize-WM-Titel 1982 und vier Einzelsiege gebracht hat, negativ über die W-Serie geäußert. In einem Interview bezeichnete sie die Frauenrennserie, die in diesem Jahr im Rahmenprogramm der Formel 1 ausgetragen wird, als eine mit "eingeschränktem Level, weil die Besten nicht antreten"

"Wenn die W-Serie als Erkennungs- und Selektionskanal gesehen werden kann, um mehr junge Frauen für den Motorsport zu begeistern und es ihnen zu ermöglichen, in die höheren gemischten Rennserien aufzusteigen, wie es unser Kartprogramm 'Girls on Track' tut, dann bin ich voll dafür. Wenn nicht, dann bleibt diese Meisterschaft in meinen Augen eingeschränkt und diskriminierend, da nur Frauen gegeneinander antreten dürfen", sagte Mouton Mitte August in einem Interview mit 'Le Figaro', das auf der offiziellen Website des Automobil-Weltverbands (FIA) abgedruckt wurde.

Bei der FIA ist Mouton die Vorsitzende der Kommission für Frauen im Motorsport. Ihre Kritik an der W-Serie lautet: "Die besten Fahrerinnen, die bereits in professionellen Teams sind, wollen natürlich nicht in der W-Serie fahren. Das erklärt auch das eingeschränkte Niveau der Serie, da die besten Fahrerinnen nicht teilnehmen."

"Ich persönlich glaube, solange [die Fahrerinnen in der W-Serie] nicht mit der Konkurrenz der Jungs ihrer Generation konfrontiert werden, wird es schwierig, in die Formel 1 aufzusteigen. Denn dort geht es nicht mehr darum, eine der besten Frauen zu sein, sondern zu den besten Fahrern der Welt zu gehören. Und dieser Weg ist noch lang."

Aus diesem Grund regte Mouton, die es in ihrer aktiven Karriere in der Rallye-WM insgesamt neunmal auf das Podium geschafft hat, einen Vorschlag an. So sollten "die Besten dieser [W-]Serie ihre Fähigkeiten in der Formel 4 oder Formel 3 perfektionieren und die Männer in unserer gemischten Formelsport-Pyramide herausfordern".

Dafür gerät Mouton in den sozialen Medien unter Beschuss. Alice Powell, Gesamtzweite der W-Serie-Gesamtwertung 2019, hat einen Tweet abgesetzt, wonach Mouton "ihre Fakten überprüfen" müsse.

In einem zweiten Tweet schrieb Powell: "Zu fahren wird helfen, MÖGLICHKEITEN zu schaffen! Einige dieser Fahrerinnen, die professionelle Cockpits haben, wollten an der W-Serie teilnehmen, konnten es aber aufgrund von Terminkollisionen nicht...."

Motorsport-Total.com

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

Alex Marquez fährt am dritten und letzten Testtag in Sepang Bestzeit - Auch bei der Sprint-Simulation zeigt der Gresini-Ducati-Fahrer eine starke Pace

MotoGP 2026: KTM & Tech3

KTM und Tech3 enthüllen die RC1

Mit vier Fahrern, zwei Teams und der weiterentwickelten RC16 will KTM 2026 den nächsten Schritt machen - Nicht nur bei den Fahrern bleibt man sich treu

Nikolas Tombazis ist überzeugt, dass die neuen Formel-1-Systeme ab 2026 so gestaltet sind, dass sie sowohl an die Autos als auch an die Strecken angepasst werden können

W17-Premiere im Regen

Mercedes-Shakedown in Silverstone

Der Mercedes W17 hat in Silverstone seine ersten Kilometer abgespult - George Russell durfte als erster Fahrer auf die nasse Strecke in Großbritannien gehen

Motorenstreit in der Formel 1

Vorwürfe gegen Mercedes: Toto Wolff reagiert

Toto Wolff stellt klar, dass der Mercedes-Motor absolut legal sei - Die Konkurrenz wolle mit gegenteiligen Behauptungen womöglich von eigenen Fehlern ablenken