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Suzuki Swift Cup: Slovakia-Ring brachte die Entscheidung

Der Ungar Gabor Tim holt sich zum zweiten Mal den Titel eines FIA Swift Cup Europe Champion 2021. Im Kampf um den SUZUKI Cup Meister 2021 gewinnt Fabian Ohrfandl beide Rennen der Österreicher auf dem Slovakia-Ring. Hier fällt die Entscheidung über die Meisterschaft aber erst im Autodromo von Brno, Anfang September zwischen Max Wimmer, Christoph oder Max Zellhofer u. Fabian Ohrfandl.

Auf dem Slovakia-Ring ca. 50 Kilometer östlich von Bratislava machte der SUZUKI Cup EUROPE mit dem für heuer vorgesehenen vorletzten Renn-Wochenende Station. Es wurden zwei Rennen ausgetragen, am Samstag Rennen 12 und am Sonntag mittag, dann das Rennen Nr. 13. Insgesamt waren 23 Piloten aus Ungarn, Polen und ebenfalls auch acht Fahrer aus Österreich, am Start.

Speziell bei den Ungarn war man sehr bemüht schon vor dem Finale in Brünn für eine erfolgreiche Titelverteidigung zu Gunsten des 30-jährigen Champions Gabor Tim zu sorgen. Schon im Qualifying, dass am Samstag mittag bei brütender Hitze ausgetragen wurde, zeigten sich die Magyaren von ihrer besten Seite und konnten sich mit Attila Bucsi, Gergö Baldi und Bendegüz Molnar die ersten drei Plätze sichern. Bester Österreicher wurde der einzige Vertreter von Wimmer Werk Motorsport, Max Wimmer als Vierter, dahinter dann erst der Titelverteidiger Gabor Tim. Noch Top Ten Resultate erzielten bei den Österreichern Fabian Ohrfandl als Neunter und Max Zellhofer als Zehnter. Sehr gut schlug sich auch bei seinem ersten Autorennen der 37-jährige ehemalige Kart-Weltmeister Robert Pesevski, der unter 23 Piloten im Qualifying einen vielversprechenden 11. Platz erreichte.

1.Rennen:
Vom Start weg setzten sich die Ungarn Attila Bucsi und in der Folge auch Bendegüz Molnar an die Spitze des Feldes. Titelverteidiger Gabor Tim hielt sich aus allen Zweikämpfen vornehm zurück und lauerte auf den Positionen Vier und ab der 5. Runde auf dem dritten Platz auf seine Chance, weiter nach vorzukommen. Österreichs einziger hoffnungsvollster Vertreter als Vierter des Qualifyings Max Wimmer, vergab am Ende der 1. Runde durch einen selbst verschuldeten Ausritt in Kiesbeet, all seine Chancen und fiel ans Ende des Feldes zurück. Die Österreicher hielten sich im Mittelfeld auf, hatten aber im Verlauf des 25 Minuten Rennens keine Möglichkeit mehr, sich von den Plätzen Acht bis Elf durch Max Zellhofer, später durch Christoph Zellhofer, Fabian Ohrfandl und Robert Pesevski noch weiter nach vor zu orientieren. Viel Pech hatte auch der junge Philipp Dietrich, der nach einem eher verhauten Qualifying sich in der 1. Runde vom 14. Platz auf Rang Sieben vorschieben konnte, dann aber in eine Kollision mit Max Zellhofer und dem Ungarn Balasz Hartmann verwickelt wurde und vorzeitig ausschied. Sehr gleichmäßig aber mit immer schneller werdenden Rundenzeiten unterwegs waren die Tiroler Michael und Maximilian Mayr, die sich einige abwechslungsreiche Positionskämpfe lieferten.

An der Spitze zeigten die Ungarn auch erfolgreiches Teamwork, Gabor Tim kam aus der vorletzten Runde als neuer Leader zurück und konnte seinen heuer bereits vierten Rennsieg feiern. Damit steht Tim bereits vor dem zweiten Rennen und vor dem Abschluss in Brno als erfolgreicher Titelverteidiger fest. Viel Aufregung gab es noch zum Abschluss, was die Österreicher Wertung betroffen hat. Man feierte Christoph vor Max Zellhofer und Fabian Ohrfandl als Sieger, die Rennleitung sah die Sache anders und untersuchte aus eigener Wahrnehmung die Kollision aus der 1. Runde, wo Philipp Dietrich betroffen war. Um sich mehr Klarheit zu verschaffen, versuchte man mit den vom Reglement vorgesehenen Bordkameras von Max und Christoph Zellhofer mehr Einblick zu gewinnen, was aber nicht gelang, da beide Kameras keine Bilder aufzeichneten. Daraufhin wurde beiden Fahrern eine 10 Sekunden Strafe aufgebrummt, die das Ergebnis der Österreicher-Wertung noch umdrehte. Es siegte schlussendlich Fabian Ohrfandl, vor Robert Pesevski bei seinem SUZUKI Debüt und Christoph Zellhofer.

Die Stimmen der drei bestplatzierten Österreicher:

Fabian Ohrfandl als Sieger:“ Auf Grund der sehr hohen Temperaturen war es ein anstrengendes, sehr herausforderndes Rennen, bei dem auch wieder sehr hart und mit viel Einsatz gefahren wurde. Mit meiner Performance kann ich sehr zufrieden sein.“

Robert Pesevski als Zweiter:“ Ich habe bei meinem ersten Autorennen relativ gut ins Rennen hineingefunden, was mir aus meiner aktiven Kartzeit nicht sehr schwer gefallen ist. Die äußeren Bedingungen waren hart, das Wichtigste für mich war aber, ich habe den Wagen wieder heil ins ziel gebracht, ich hoffe das bleibt auch so an diesem Wochenende.“

Christoph Zellhofer als Dritter:“ Rein körperlich war das Rennen, bedingt durch die Hitze, sehr anstrengend. Ich hatte einen Mega-Start und konnte mich vom 13. Startplatz bis zur Mitte des Rennens auf den achten Platz nach vorkämpfen. Das Problem mit der Kamera ist mir unerklärlich, schade ich wäre gerne Sieger in der Österreicher-Wertung geworden und nicht wie jetzt, nur Dritter.“

2. Rennen:
Auch am Sonntag herrschte wieder brütende Hitze auf dem Slovakiaring. Das korrigierte Ergebnis des ersten Rennens führte was die ersten acht Piloten betrifft, zu folgender Startaufstellung. Poleposition für den Niederösterreicher Fabian Ohrfandl, dahinter eine Meute von ungarischen und polnischen Piloten. Erst aus der 5. Startreihe Robert Pesevski als Neunter und neben ihm Christoph Zellhofer als Zehnter. Das Rennen begann sehr turbulent. Schon in der 1. Runde kam es zu einem folgenschweren Unfall. Christoph Zellhofer verbremste sich, sein Swift rutschte über die gesamte Strecke und Rookie Philipp Dietrich konnte nicht mehr ausweichen und torpedierte den Wagen von Zellhofer mit mehr als 150 km/h. Die Rennleitung entschied sich für eine Gelbphase die 5 Runden anhielt, bis die Strecke wieder von den überall herumliegenden Fahrzeugteilen geräumt war. Für Philipp Dietrich wurde dieses Wochenende zu einer absoluten Nullnummer:“ Ich habe mich auf diese beiden Rennen unheimlich gefreut, da ich im letzten Jahr dort meinen ersten Sieg feiern konnte und jetzt ohne einen einzigen Punkt nach Hause fahren muss.“ Auch der junge Tiroler Maximilian Mayr hatte Pech, er drehte sich durch ein starkes Bremsmanöver vor der Gelbphase von der Strecke und blieb im Kiesbeet ohne Chance herauszukommen, liegen

Ab der fünften Runde wurde das Rennen wieder frei gegeben. In der Zwischenzeit hatte der ungarische Junior Gergö Racz den Österreicher Fabian Ohrfandl an der Spitze des Feldes abgelöst. Durch die sehr lange Gelbphase veränderte sich an der Reihenfolge in den letzten Runden nicht mehr sehr viel. Einzig Ohrfandl verlor durch einen Verbremser drei weitere Plätze und wurde als Gesamtsechster, so wie gestern, neuerlich bester Österreicher. Dies heute einen Platz vor Martin Zellhofer und dem von hinten stark aufholenden Max Wimmer. Da der Ungar Gergö Racz und der Zweitplatzierte Pole Maciej Banas als U16 Junioren nicht punkteberechtigt sind, begnügte sich Titelverteidiger Gabor Tim mit Platz Drei, aber trotzdem mit dem Punktemaximum von zwei Siegen auf dem Slovakia-Ring. Damit konnte man dem sympathischen Dreißigjährigen zur erfolgreichen Titelverteidigung schon vor dem letzten Rennwochenende, heuer in Brno (3. bis 5. September 2021) gratulieren. Heuer konnte er fünf Saisonsiege feiern.

Die Stimmen der drei besten Österreicher im zweiten Rennen:

Fabian Ohrfandl als Sieger:“ Für mich war es ein sehr spannendes Rennen. Leider hatte ich in der vorletzten Runde einen leichten Verbremser, dadurch konnten drei Konkurrenten bei mir innen durchfahren und ich wurde nur Gesamtsechster. Sonst wäre durchaus mehr drinnen gewesen. Nach den Rennen in Poznan wollte ich schon aufhören, aber es hat sich bewahrheitet, nach einem absoluten Tief kommt auch wieder ein Hoch und das ist mir mit zwei Siegen in der Wertung der Österreicher auf dem Slovakia-Ring durchaus gelungen.“

Max Zellhofer als Zweiter:“ Ich hatte mir noch sehr viel Potential für die Reifen aufgehoben. Wenn das Rennen noch über weitere fünf Runden gegangen wäre, hätte ich sicher einen Podiumsplatz belegen können. Aber die lange Gelbphase hat dies nicht mehr möglich gemacht.“

Max Wimmer als Dritter:“ Ich bin als Vierzehnter ins Rennen gegangen und habe das Rennen trotz der langen Gelbphase als Elfter beendet. Dann kam auch dazu, dass mir Christoph Zellhofer bei seinem Ausritt meine Frontscheibe durch einen Steinschlag heftig beschädigt hat. Ich konnte für den Rest des Rennens fast nichts mehr sehen.“

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