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Knappe Entscheidungen bis zum Schluss
Suzuki Team Austria

Finale Suzuki Cup Europe in Brünn

Spannender hätte das Finale kaum ausgehen können. Die beiden Rennen gingen an den Österreicher Fabian Ohrfandl und den Ungarn Bendegüz Molnar, der alte und neue Meister stand mit dem Ungarn Gabor Tim bereits vorzeitig fest. In der Wertung für den Suzuki Cup Austria gab es eine knappe Entscheidung Fabian Ohrfandl siegte vor Max Zellhofer und dessen Sohn Christoph Zellhofer.

Im Automotodrom von Brünn fand an diesem Wochenende der Saisonabschluss im Suzuki Cup Europe und im Suzuki Cup Austria mit den Läufen 14 und 15 statt. Die äußeren Bedingungen waren geradezu ideal, es herrschte spätherbstliches Sommerwetter. Insgesamt stellten sich 20 Piloten aus Polen, Ungarn und Österreich beim Abschluss der bereits 18. Saison dieses beliebten Markenpokals, dem Starter.

Das heimische Aufgebot bestand aus den beiden Wimmer Werk Piloten Max Wimmer und Günter Edenstöckl, das Team von Suzuki Austria war durch Max und Christoph Zellhofer, durch Fabian Ohrfandl, Philipp Dietrich und durch die beiden Deutschen Veit König und Ken Milde vertreten.

Die Ausgangsituation war beim Titelkampf im Suzuki Cup Europe schon seit dem vorletzten Rennwochenende auf dem Slovakia Ring geklärt. Der 30-jährige Ungar Gabor Tim verteidigte seinen Titel aus dem Vorjahr erfolgreich, bot heuer wieder eine sehr konstante und eindrucksvolle Leistung und wurde so neuerlich verdienter Champion des FIA Swift Cup Europe 2021.

Völlig offen hingegen war der Titelkampf bei den Österreichern. Hier führte vor den beiden letzten Rennen in Tschechien Christoph Zellhofer (NÖ) mit 174 Punkten vor Max Wimmer (Wien) mit 166 und Max Zellhofer (NÖ) mit 165 Zählern. Auf den Plätzen Vier und Fünf dann die beiden Niederösterreicher Fabian Ohrfandl mit 155 Punkten und Philipp Dietrich mit 131 Bruttopunkten. Alle Piloten konnten nach Brünn die beiden schlechtesten Ergebnisse der Jahreswertung streichen, wobei nur jene Resultate berücksichtigt werden konnten, bei denen der Fahrer jeweils die administrative und die technische Abnahme vor den Rennen erfolgreich absolviert hat. Ein Nichtstart oder eine Disqualifikation führte zu keinem Streichresultat.

Schon in der Qualifikation zeigten die Österreicher diesmal ihre Zähne und belegten mit Ohrfandl und Max Wimmer hinter den ungarischen Junior Attila Bucsi die Plätze Zwei und Drei. Drittbester Österreicher wurde Philipp Dietrich als Achter, Max Zellhofer wurde Neunter, Edenstöckl Elfter vor Christoph Zellhofer. Die beiden deutschen Rallyespezialisten Veit König und Ken Milde belegten auf der Rundstrecke die Ränge 14 und 15.

1.Rennen:
Fabian Ohrfandl konnte kurz nach dem Start seine Position aus der ersten Startreihe ausnützen und so den ungarischen Polemann Attila Bucsi auf den zweiten Platz verweisen. Auch Max Wimmer konnte anfänglich den dritten Platz zumindest bis zur dritten Runde verteidigen, wurde aber dann von den beiden Ungarn Gergö Racz und Gabor Tim, sowie vom Polen Aleks Sowka überholt. Von rückwärts stürmte Max Zellhofer vom neunten Startplatz nach vorne, während sein Sohn Christoph Zellhofer viel Pech hatte. Auf der Formation-Lap rutschte bei seinem Swift der Turboladerschlauch herunter und der Niederösterreicher musste aus der Boxengasse ins Rennen gehen. Nach einer sehenswerten Aufholjagd konnte er noch den fünften Platz in der Österreicher-Wertung holen. Sehr gut schlug sich auch Wimmer Werk Pilot Günther Edenstöckl, der sich mit den Ungarn Hartmann und Molnar harte Kämpfe lieferte und am Ende 13.ter wurde.

Sehr gut verlief auch die Premiere der beiden Deutschen Veit König und Ken Milde, die sich mit sehr gleichmäßigen Fahrten die Plätze 14 und 15 unter zwanzig Startern sicherten. Spannend war der Schlusskampf hinter Burcsi und Ohrfandl, hier versuchte der alte und neue Meister Gabor Tim am Polen Sowka vorbeizukommen, was ihm auch gelang. Tim wurde hinter seinem ungarischen Landsmann Gergö Racz Vierter. Auf der letzten Runde konnten Max Zellhofer und Philipp Dietrich, der sein doppeltes Pech vom Slovakiaring ablegte, noch an Max Wimmer vorbeigehen. Damit belegten sie in der Österreicher-Wertung die Ränge Zwei und Drei. Da die beiden ungarischen Junioren Bucsi und Racz keine Punkte erhalten, konnte sich Fabian Ohrfandl mit dem Siegerkranz des 1. Rennens schmücken. Neben seiner gestrigen Bestzeit im Qualifying fuhr er heute auch noch die schnellste Runde und konnte sich 22 Punkte nach dem 1. Rennen in Brünn eintragen lassen.

Die Entscheidung wer bester Österreicher in der eigenen Suzuki Cup Wertung wird, bleibt bis zum morgigen zweiten Rennen offen. Nach Bruttopunkten ohne die beiden vorgesehenen Streichresultate führt Christoph Zellhofer mit 185 Punkten vor seinem Vater Max Zellhofer mit 182, Dritter ist Max Wimmer mit 179 Zählern vor Fabian Ohrfandl mit 178. Fünfter ist Rookie Philipp Dietrich mit 146 Punkten.

Berücksichtigt man die bisherigen Streichresultate, dann führt vor dem letzten Rennen Fabian Ohrfandl mit 177 Punkten, vor Christoph Zellhofer mit 176 und Max Zellhofer mit 173 Punkten. Vierter ist Max Wimmer mit 160 Nettopunkten. Für Spannung beim letzten Rennen ist speziell bei den Österreichern also gesorgt.

Die Stimmen nach dem 1. Rennen bei den Österreichern:
Sieger Fabian Ohrfandl:“ Ich weiß gar nicht was ich sagen soll. Gestern beste Quali-Zeit, heute die schnellste Runde und der Gesamtsieg. Ich habe natürlich gehofft, daß es ähnlich gut wie in der Slovakei geht, daß es aber so gut gelaufen ist, konnte ich nicht vorhersehen. Gegen Ende des Rennens bin ich taktisch gefahren, meine Verfolger sind immer nähergekommen, aber ich habe meinen knappen Vorsprung über die 30 Minuten Renndauer gebracht. Morgen wird es ein heißer Renntag werden.“

Max Zellhofer als Zweiter:“ Das heutige Rennen war für mich das spannendste, aber auch sicher das fairste Rennen der gesamten Saison. Ich hatte von Beginn an eine gute Rennpace und bin, glaube ich, mein bestes Saisonrennen gefahren. Der zweite Platz freut mich sehr, leider hat Christoph viel Pech mit dem Ladeluftschlauch gehabt.“

Philipp Dietrich als Dritter:“ Mein dritter Platz bei den Österreichern hat sich erst in der letzten Runde, in der letzten Kurve ergeben, als ich noch an Max Wimmer vorbeigehen konnte. Für mein Selbstvertrauen war das wichtig, haben mich doch die beiden Ausfälle mit den heftigen Unfallfolgen sehr stark beeinträchtigt.

2. Rennen:
Gestartet wurde dieses 15.te und letzte Saisonrennen in gestürzter Reihenfolge der besten acht Piloten des ersten Rennens. Das hieß Rookie Philipp Dietrich von der Poleposition, Max Zellhofer als Dritter aus der 2. Reihe, der neue und alte Titelträger Gabos Tim als Fünfter, der gestrige Sieger Fabian Ohrfandl als Siebenter, als Wimmer als Neunter, Christoph Zellhofer als Zwölfter und dann Günther Edenstöckl, Veit König und Ken Milde.

Den Start aus der 1. Reihe gewann der Ungar Bendegüz Molnar, Österreichs Rookie Philipp Dietrich konnte bis zur 4. Runde den zweiten Platz verteidigen, dann fiel der Nieder-österreicher etwas zurück und belegte am Ende in der internationalen Wertung den siebenten Platz. Was ihn aber wesentlich mehr gefreut hat, war der Tagessieg in der Österreicher-Wertung. Fabian Ohrfandl, der gestrige Sieger in der Wertung des Suzuki Swift Cup fuhr heute ein absolut taktisches Rennen, wurde am Ende noch Achter und legte so den Grundstein für seinen Sieg in der Jahreswertung des Suzuki Cups Austria. Max Wimmer wurde heute in der Tageswertung der Österreicher als Dritter gereiht, dies vor Max Zellhofer als Elfter und Vierter in der Ö-Werung und Wimmers Teamkollegen Günther Edenstöckl, dem es auch noch gelang Christoph Zellhofer auf Platz 13 zu verweisen. Den Abschluss bildeten die beiden Deutschen Veit König und Ken Milde die normalerweise auf Rallye-Events unterwegs sind und für die die Rundstrecke eine willkommene Abwechslung bedeutete. Sieger des 2. Rennens im Automotodrom Brno wurde der Ungar Benedegüz Molnar vor dem Polen Aleks Sowka. Dann folgten die beiden nicht punkteberechtigten ungarischen Junioren Attila Bucsi und Gergö Racz, denen es gelang, den neuen und alten Champion Gabor Tim auf den fünften Platz in der internationalen Wertung zum Suzuki Swift Cup zu verweisen.

Die Stimmen der Österreicher in der Tageswertung des Suzuki Cup Austria.

Sieger Philipp Dietrich:“ Für mich war das ein Super-Saisonabschluss, ich bin stolz heuer immer wieder an der Spitze mitgekämpft zu haben. Leider haben sich auch Rückschläge nicht immer vermeiden lassen, aber so ist eben der Motorsport. Für das nächste Jahr bin ich jedenfalls voll motiviert und hoffe auf eine noch bessere Saison,“

Fabian Ohrfandl als Zweiter:“ Auf Grund des Punktestandes bin ich heute ein rein taktisches Rennen gefahren. Der Rennverlauf hat es aber mit sich gebracht, dass ich die gewählte Taktik ändern mußte, um am Ende die Jahreswertung zu gewinnen. Mit Max Wimmer hatte ich bis zuletzt einen harten, aber sehr fairen Kampf, erst ein Zielfoto hat über den Einlauf entschieden.“

Max Wimmer als Dritter:“ Auf Grund des Punktestandes in der Jahreswertung der Österreicher hatte ich keine Chancen mehr den Titel zu gewinnen. Daher habe ich viel Spaß mit Fabian Ohrfandl gehabt, mit dem ich ein Superduell gehabt habe.“

Die bis zuletzt noch offene Jahreswertung im Suzuki Cup Austria ging an den Niederösterreicher Fabian Ohrfandl, der sich diese Krone mit 194 Punkten aufsetzte. Auf den Plätzen Zwei und Drei folgten Max Zellhofer mit 186 Punkten und Christoph Zellhofer ebenfalls mit 186 Zählern.

Stimmen der drei Piloten zu ihrem Abschneiden in der Jahreswertung 2021 des Suzuki Cup Austria:

Sieger Fabian Ohrfandl:“ Bis zur Saisonhälfte hat es bei mir manchmal überhaupt nicht geklappt. Ich hatte technische Probleme, wurde aber auch von meinen Konkurrenten bei diversen Manövern nicht geschont. Ich wollte schon aufhören, dann habe ich aber vor dem Slovakia-Ring den Entschluss gefasst nicht so negativ aufzuhören und siehe da ich konnte drei Rennen hintereinander gewinnen und damit auch die Jahres Gesamtwertung bei den Österreichern.“

Platz Zwei ging an Max Zellhofer:“ Es war für mich eine Saison mit sehr viel Spannung und Dramatik. Die Tatsache, dass wir bis zum letzten Rennen noch nicht gewusst haben wer am Ende die Nase vorne hat, hat mich sehr begeistert und spricht für die Qualität dieses Markenpokales der heuer bereits in seine 18. Saison gegangen ist. Bei mir hat rein technisch alles geklappt, der SUZUKI Swift ist immer wie ein Uhrwerk gelaufen und das hat sich auch sportlich ausgezahlt.“

Christoph Zellhofer holte sich den dritten Platz:“ Leider hat es gerade beim letzten Rennen in Brünn für mich überhaupt nicht geklappt. Im ersten Rennen hatte ich Probleme mit dem Turboladerschlauch und heute hatte ich fahrerisch nicht unbedingt meinen besten Tag. Schade, ich hatte gute Chancen die Jahreswertung zu gewinnen, aber solche Momente gibt es immer wieder im Sport. Begeistert hat mich aber die sehr knappe Entscheidung um den Sieg.“

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