MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
TCR Nürburgring: Bericht Gruber
ADAC

Toller Saisonabschluss für Junior-Champion Gruber

Beim Saisonfinale der ADAC TCR Germany am Nürburgring fuhr der Hyundai Team Engstler Pilot Nico Gruber aus Oberösterreich zweimal aufs Stockerl.

Nico Gruber zeigte auf dem Traditionskurs in der Eifel noch einmal in dieser Saison seine Klasse und landete in beiden, hart umkämpften Läufen der ADAC TCR Germany bei wechselnden Wetterbedingungen als Dritter auf dem Podium. Damit war er gleichzeitig einmal Erster und einmal Zweiter in der Juniorenklasse.

„Ich habe mich heute darauf konzentriert, die Pace mitzugehen. Ich bin happy, dass ich an diesem Wochenende zweimal am Stockerl gestanden habe,“ so Gruber.

Der Oberösterreicher stand bereits vor dem finalen Wochenende als Junior-Champion fest, sammelte aber weiter fleißig Punkte und liegt somit in der Endabrechnung der Junioren mit 154 Zählern überlegen vor seinem ersten Verfolger, Philipp Regensperger, der es auf 79 Punkte brachte. In der Gesamtwertung aller Piloten gelang es Gruber sein Punktekonto gegenüber dem Vorjahr beinahe zu verdoppeln, wodurch er in die Top 5 vorstoßen konnte. 2020 war er Achter geworden.

„Es war ein schönes Ende einer tollen Saison in der Juniorwertung. Natürlich freue ich mich sehr über den Titelgewinn und möchte mich bei allen bedanken, die dieses möglich gemacht haben – meinem Vater, meinem Manager, meinem Team und auch bei allen Sponsoren.“

Nun beginnt in den nächsten Wochen die Planung für die kommende Saison 2022.

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

Max Verstappen hat im dritten Freien Training zum Grand Prix von Saudi-Arabien auf dem Jeddah Corniche Circuit Bestzeit erzielt. Der Red-Bull-Pilot meisterte den mehr als sechs Kilometer langen Stadtkurs in seinem schnellsten Versuch in 1:28.100 Minuten und verwies seinen großen Rivalen Lewis Hamilton (Mercedes/+0,214) auf den zweiten Platz.

Zwar gibt es dafür keine offizielle Bestätigung seitens Mercedes, doch vermutlich steckte im dritten Training bei Hamilton wieder jener "Raketenmotor" im Heck, der ihm schon in Brasilien zum Sieg verholfen hat. "Der sieht immer noch wie eine Rakete aus", stöhnt Red-Bull-Teamchef Christian Horner bei 'ServusTV'. "Auf den Geraden gewinnen sie Zeit. In den Kurven ist Max gut dabei."

Die Sektoranalyse zeigt: Im ersten Sektor, durch die schnellen Kurven, die viel Anpressdruck erfordern, ist Verstappen voll konkurrenzfähig. Im zweiten und dritten Sektor, wo es auf Power und wenig Luftwiderstand ankommt, hat Mercedes klare Vorteile. "Es ist halt eine Motorenstrecke", erklärt Alfa-Romeo-Teammanager Beat Zehnder gegenüber 'ServusTV'.

Tatsächlich könnte die Verstappen-Bestzeit trügerisch sein. Hamilton zog keine seiner schnellen Runden auf dem Soft durch. Würde man jedoch die schnellsten Sektorenzeiten addieren, dann wäre der Mercedes-Pilot klar voran. Um fast eine halbe Sekunde, zumindest laut Berechnung von Amazon Web Services.

Eine ganz entscheidende Rolle könnten in Saudi-Arabien die Reifen spielen. Aufgrund der hohen Haltbarkeit scheint eine Einstoppstrategie in Stein gemeißelt zu sein. Doch selbst die weichste Gummimischung brauchte in den Freien Trainings teilweise mehrere Runden, um auf die ideale Betriebstemperatur zu kommen.

Und auch langsame Autos könnten im Qualifying ein Thema werden. Das bekam selbst Hamilton zu spüren, der im Abschlusstraining gleich zweimal einem Kollegen im Weg stand. Zuerst musste Pierre Gasly (AlphaTauri) ausweichen, dann kam es wenige Augenblicke später zur nächsten haarigen Situation, diesmal mit Nikita Masepin (Haas).

Hamilton wurde von seinem Renningenieur Peter Bonnington zwar gewarnt, dass der Russe von hinten kommt, doch da war's schon zu spät: "Du hast mir nichts gesagt! Mann. Ich hatte keinen Dunst, dass der kommt", meckert der siebenmalige Weltmeister. 'Sky'-Experte Timo Glock analysiert: "Da hat Masepin gut reagiert. Das hätte sonst auch anders ausgehen können."

Es dauerte nicht lang, bis sich Haas-Teammanager Mark Lowe bei Michael Masi erkundigte: "Was denkst du über diesen Hamilton-Zwischenfall?" Was der Rennleiter so beantwortete: "Überhaupt nicht gut. Ich werde das mit dem Team direkt klären. Und ich habe auch mit den Leuten hier gesprochen, denn es wurden in dem Sektor keine Flaggen gezeigt, weder für Nikita noch für Lewis."

McLaren-Teamchef Andreas Seidl befürchtet, dass es solche Zwischenfälle auch im Qualifying geben könnte: "In Q1, im ersten Sektor, das wird nicht einfach, da durchzukommen, wenn viele Autos auf der Strecke sind. Das könnte gefährliche Situationen geben. Da müssen wir schauen, dass die Fahrer und Ingenieure gut zusammenarbeiten", sagt er.

Pierre Gasly konnte indes nahtlos an seine starke Performance von Freitag anknüpfen. Er belegte mit 0,615 Sekunden Rückstand den fünften Platz. Dass mit AlphaTauri auf dieser Strecke zu rechnen ist, das bestätigt auch Rookie Yuki Tsunoda, der sogar auf den vierten Platz fuhr. Hinter den beiden landete Valtteri Bottas (Mercedes/+0,919), davor Sergio Perez (Red Bull/+0,529).

Die beiden Ferraris landeten auf den Positionen sieben und acht, mit einer Sekunde Rückstand. Esteban Ocon (Alpine) und Lando Norris (McLaren) rundeten die Top 10 ab. Sebastian Vettel (Aston Martin) wurde mit 2,196 Sekunden Rückstand 17. Mick Schumacher (Haas) war knapp schneller als sein Teamkollege und belegte P19.

Wer im Qualifying die Nase vorn haben wird, ist nach zwei Hamilton-Bestzeiten und einer Verstappen-Bestzeit schwierig vorherzusagen. Spannend wird der Rest des Wochenendes in strategischer Hinsicht. Denn wer voll darauf setzt, für die schnelle Einzelrunde genug Temperatur in den Reifen zu haben, könnte dann im Rennen mit dem hohen Reifenverschleiß kämpfen.

Dazu kommt: "Es ist kein großer Unterschied zwischen dem Soft- und Mediumreifen. Von daher haben wir ein paar knifflige Entscheidungen zu treffen", erklärt Seidl. Die Topteams, so seine Prognose, werden mit Medium versuchen, sich für Q3 zu qualifizieren. Aber Seidl sagt: "Die weichen Reifen haben auf dem Longrun gestern auch ganz gut gehalten."

Die besten fünf Formel-1-Fahrer?

Hat Vettel seine besten Zeiten hinter sich?

Geht es nach 'Sky'-Experte Martin Brundle, dann hat Sebastian Vettel seine besten Zeiten hinter sich und gehört nicht mehr zu den besten Fahrern der Formel 1