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DTM 2022: Red Bull mit zwei Ferraris dabei Jetzt auch offiziell: Red Bull und Ferrari bleiben der DTM mit zwei Autos erhalten
Red Bull

DTM 2022: Red Bull und AF Corse bestätigen zwei Ferraris und Pilotenduo

Endlich lassen Ferrari und Red Bull die Katze für die DTM-Saison 2022 aus dem Sack: Wie man die schwierige Fahrerwahl gelöst hat und welches Fragezeichen bleibt

Das Warten hat ein Ende: Das AF-Corse-Team hat endlich seine Aufstellung für die DTM-Saison 2022 bekanntgegeben. Die Truppe von Amato Ferrari, deren Projekt von Red Bull finanziert wird und die dieses Jahr unter dem Teamnamen Red Bull AlphaTauri AF Corse startet, geht mit zwei Ferrari 488 GT3 Evo in die zweite DTM-Saison.

Wenn nicht noch eine Überraschung passiert, ist das Feld mit 29 Boliden nun komplett. Als Pilotenduo hat Red Bull den Brasilianer Felipe Fraga und den Neuseeländer Nick Cassidy nominiert, was die Prognose von 'Motorsport-Total.com' vor wenigen Tagen bestätigt.

Der 26-jährige Fraga wird den Ferrari im Red-Bull-Design mit der Startnummer 74 bei allen acht Wochenenden pilotieren, während Cassidy das Auto im AlphaTauri-Design mit der Nummer 37 steuert und an "mindestens zwei Rennwochenenden ersetzt" wird.

Cassidy-Ersatz nicht bekanntgegeben

Das hat damit zu tun, dass der 27-Jährige in der Formel E für das Envision-Virgin-Team und auch in der WEC für AF Corse an den Start geht. Der Kalender der Elektrorennserie überschneidet sich mit der DTM beim Saisonstart in Portimao und beim Klassiker auf dem Norisring. Zudem gibt es beim sechsten DTM-Wochenende in Spa-Francorchamps eine Kollision mit der WEC.

Dafür gilt Cassidy, der sich durch die Ausfälle keine realistischen Meisterschaftschancen ausrechnen darf, als Topfahrer und hat bereits beim Saisonfinale im Vorjahr eine starke Leistung geboten. Und er verfügt wie Fraga über einen Sponsoring-Vertrag mit dem Red-Bull-Konzern, der beim Team die Fahrerwahl trifft.

Wer Cassidy bei den Überschneidungen ersetzen wird, wurde in der Pressemitteilung nicht bekanntgegeben. Dass es überhaupt zu solchen Schwierigkeiten bei der Fahrerwahl gekommen ist, hat damit zu tun, dass der für den Red-Bull-Fahrerkader zuständige Helmut Marko für die DTM wegen zahlreicher Überschneidungen mit der Formel 2 und der Formel 3 dieses Jahr nicht auf seine Junioren zurückgreifen kann.

Titelkandidat Fraga: "Größte Chance meine Karriere"

Mit Fraga hat man aber am Ende doch noch einen Mann gefunden, den man auf den Titel ansetzt. "Ich bin wirklich sehr glücklich hier fahren zu dürfen", freut er sich. "Es ist eine große Chance für mich, sogar die größte meiner bisherigen Karriere, und ich möchte es gut machen."

Er weiß, wie hoch der Anspruch beim Red-Bull-Ferrari-Projekt ist. "Ich kann keine Ergebnisse vorhersagen, aber ich bin hier, weil ich um Siege kämpfen möchte und ich weiß, dass wir es mit RedBull AlphaTauri AF Corse schaffen können - so wie letztes Jahr. Warum also nicht auch in dieser Saison wieder?"

Fraga startete seine Karriere im Kartsport, ehe er in den GT-Sport wechselte. 2016 gewann er die brasilianische Stockcar-Serie, Anfang des Jahres erst gewann er die 60. Ausgabe der 24 Stunden von Daytona in der LMP3-Klasse. Und 2021 wurde der Pilot, der in den vergangenen auch regelmäßig in den Diensten von Mercedes war, in der WEC Vizeweltmeister in der LMGTE-Am-Klasse.

Wieso die Bestätigung für die DTM so wichtig ist

Auch Cassidys Vita liest sich gut: Er ist zweimaliger Champion in der Toyota-Serie und holte sich die "Triple Crown" der Titel in Japan - Super Formula, Super GT und japanische Formel 3. Er gilt als absoluter GT-Profi und zeigte im Vorjahr auch in der DTM als Ersatz für Alex Albon seine Klasse.

Für die DTM ist der Verbleib von AF Corse und Red Bull ein wichtiges Signal, denn nach dem kontroversen Ende der vergangenen Saison, als AF-Corse-Titelfavorit Liam Lawson von Kelvin van der Linde abgeschossen wurde und um den Titel gebracht wurde, dachten sowohl der Energydrink-Konzern als auch Ferrari an Ausstieg. Beide Marken sorgen in der DTM für Formel-1-Flair, wodurch die Serie auch für andere Unternehmen attraktiv ist.

Titelkandidat Fraga: "Größte Chance meine Karriere"

Mit Fraga hat man aber am Ende doch noch einen Mann gefunden, den man auf den Titel ansetzt. "Ich bin wirklich sehr glücklich hier fahren zu dürfen", freut er sich. "Es ist eine große Chance für mich, sogar die größte meiner bisherigen Karriere, und ich möchte es gut machen."

Er weiß, wie hoch der Anspruch beim Red-Bull-Ferrari-Projekt ist. "Ich kann keine Ergebnisse vorhersagen, aber ich bin hier, weil ich um Siege kämpfen möchte und ich weiß, dass wir es mit RedBull AlphaTauri AF Corse schaffen können - so wie letztes Jahr. Warum also nicht auch in dieser Saison wieder?"

Fraga startete seine Karriere im Kartsport, ehe er in den GT-Sport wechselte. 2016 gewann er die brasilianische Stockcar-Serie, Anfang des Jahres erst gewann er die 60. Ausgabe der 24 Stunden von Daytona in der LMP3-Klasse. Und 2021 wurde der Pilot, der in den vergangenen auch regelmäßig in den Diensten von Mercedes war, in der WEC Vizeweltmeister in der LMGTE-Am-Klasse.

Wieso die Bestätigung für die DTM so wichtig ist

Auch Cassidys Vita liest sich gut: Er ist zweimaliger Champion in der Toyota-Serie und holte sich die "Triple Crown" der Titel in Japan - Super Formula, Super GT und japanische Formel 3. Er gilt als absoluter GT-Profi und zeigte im Vorjahr auch in der DTM als Ersatz für Alex Albon seine Klasse.

Für die DTM ist der Verbleib von AF Corse und Red Bull ein wichtiges Signal, denn nach dem kontroversen Ende der vergangenen Saison, als AF-Corse-Titelfavorit Liam Lawson von Kelvin van der Linde abgeschossen wurde und um den Titel gebracht wurde, dachten sowohl der Energydrink-Konzern als auch Ferrari an Ausstieg. Beide Marken sorgen in der DTM für Formel-1-Flair, wodurch die Serie auch für andere Unternehmen attraktiv ist.

Motorsport-Total.com

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