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Red Bull Erzbergrodeo 2023: Vorschau Rudolf
Mihai Birca

Bestens gelaunt zum Gipfeltreffen am Erzberg

Der Rippenbruch vom ÖM-KickOff Anfang April ist mehr als abgehakt. Schnell hat der Niederösterreicher Dieter Rudolf zurück in die Rennspur gefunden und steuert mit einigem Selbstvertrauen auf seinen ersten Saison-Höhepunkt beim "Red Bull ErzbergRodeo" zu.

Zwei zweite Plätze und ein WM-Einsatz in Serbien machen den X-GRIP Racing-Piloten zuversichtlich, am Erzberg wieder eine Top-Leistung zeigen zu können. Im vergangenen Jahr beendete Dieter Rudolf das legendäre Hare Scramble auf dem 11.Platz – sein bislang bestes Ergebnis in Eisenerz.

Die Vorbereitung wurde von der gebrochenen Rippe nur geringfügig beeinträchtigt. Nur ein Rennen musste Dieter Rudolf auslassen. Anfang Mai stand er beim "Extreme Enduro Lika" wieder am Start. Als Titelverteidiger sah er sich diesmal noch stärkerer Konkurrenz gegenüber. Da das "Extreme Enduro Lika" nun zur "Hardenduro European Challenge" gehört, sind diesmal noch mehr sehr namhafte Piloten am Start gewesen. Darunter Eddie Karlsson und Wade Young. Am Ende musste sich Dieter Rudolf nur dem Südafrikaner Young geschlagen geben: "Der zweite Platz hinter Wade Young hat sich für mich wie ein Sieg angefühlt. In den beiden Prolog-Läufen konnte ich ihn ein Mal schlagen und auch auf der Strecke haben wir lange ein super Duell gehabt. Da hat die Führung vier, fünf Mal gewechselt. Gegen Ende hat Wade dann extrem Tempo gemacht und ich habe in Erinnerung an den Rippenbruch ehrlich gesagt nicht das letzte Risiko genommen. Ich muss sagen, ich bin mega happy mit dem Ergebnis gewesen."

Danach ging Dieter Rudolf das erste Mal beim "Xross Hard Enduro" in Serbien an den Start. Es ist der erste Lauf der "FIM Hard Enduro World Championship" und brachte nicht nur ein Wiedersehen mit Wade Young, sondern mit der gesamten Hard-Enduro-Elite. Nach einem hervorragenden ersten Offroad-Tag ging auf der zweiten Etappe alles schief, was beim Offroaden schief gehen kann, erzählt Dieter Rudolf: "Es war eine Katastrophe! Ich habe mir die Kupplungsarmatur abgerissen, das Kettenrad verbogen, einen Checkpoint verpasst, bin ungefähr 30 Mal gestürzt und war natürlich extrem enttäuscht im Ziel. Aber solche Tage muss man schnell wegstecken. Ich bin am Tag darauf auf der letzten Etappe ganz ohne Druck wirklich super gefahren und hatte jede Menge Spaß. Es war ein super Trainingstag. Das ‘Xross’ ist wirklich ein ganz spezielles Rennen. Die Gegend rund um Zlatibor in Serbien hat unglaublich viele Bachbetten. Es schaut passagenweise schon auch sehr der ‘Red Bull Romaniacs’ ähnlich."

Am letzten Mai-Wochenende versöhnte sich Dieter Rudolf schließlich mit der Enduro-ÖM und fuhr beim "Roots of Türnitz" auf Platz Zwei. Der GasGas-Pilot kämpfte zwei Stunden lang in der Spitzengruppe, übernahm zur Rennmitte sogar die Führung und musste sich im Ziel nur Walter Feichtinger geschlagen geben.

Das große Ziel am kommenden langen Erzberg-Wochenende müsste eigentlich ein Top10-Resultat sein. Vergangenes Jahr ist Dieter Rudolf Elfter geworden – sein bislang bestes Erzberg-Resultat: "Am Erzberg kann wirklich alles passieren. Natürlich wären die Top10 ein Traum. Das Rennen ist aber extrem tückisch und schwierig. Da können Kleinigkeiten entscheiden. Ich jedenfalls bin gut vorbereitet und freue mich auf diesen WM-Knaller in Österreich."

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